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Höhenrettungsgruppe
vorgestellt |
28.05.1999
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NÜRNBERG
- 28. Mai 1999, 10 Uhr, Feuerwache 4 der Berufsfeuerwehr Nürnberg:
An diesem Termin hatten die Berufsfeuerwehren Nürnberg und
Fürth Vertreter der mittelfränkischen Hilfsorganisationen
eingeladen, um ihnen ihre gemeinsame Höhenrettungsgruppe vorzustellen,
die seit einiger Zeit ihre Tätigkeit aufgenommen hat. Nach
München sind somit auch im nordbayerischen Raum Spezialisten
verfügbar, die aufgrund ihrer intensiven Ausbildung Menschen-,
Tier und Sachrettungen aus Höhen und Tiefen durchführen
können. Sie sind nicht nur für die Städte Nürnberg
und Fürth zuständig, sondern können auch von den
Landkreisen außerhalb Nürnbergs angefordert werden. |
Dipl.-Ing. Günter Bumiller, Leitender Branddirektor der BF Nürnberg,
begrüßte im Lehrsaal der Feuerwache 4 zahlreiche Führungskräfte
von Feuerwehren, Polizei, Rettungsdienst und THW, die 3. Bürgermeisterin
und Referentin für Brandschutz und öffentliche Sicherheit der
Stadt Nürnberg, Helene Jungkunz sowie weitere Vertreter der Städte
Nürnberg und Fürth. Zu Beginn der Vorstellung gab er einen Einblick
in die Entstehungsgeschichte der Höhenrettungsgruppe. So wurden vor
2 Jahren aus dem Kreis der Feuerwehrkräfte Freiwillige gesucht, die
bereit waren, an einer Ausbildung zu Höhenretter teilzunehmen. Einige
von ihnen hatten bereits Erfahrungen im Klettern und Bergsteigen und wiesen
dadurch schon das nötige Fingerspitzengefühl für den Umgang
mit dem Seil auf.
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Momentan
besteht die Höhenrettungsgruppe aus 23 Nürnberger und
15 Fürther Feuerwehrkräften. 8 Mann davon sind rund um
die Uhr einsatzbereit. Alarmiert werden sie über die Einsatzzentralen
der Berufsfeuerwehren Nürnberg und Fürth. Die Nürnberger
Kollegen haben ihren Stützpunkt auf der Wache 2, dort ist auch
ihre Ausrüstung untergebracht. Eine gewisse Grundausrüstung
wird aber auf einem Löschfahrzeug jeder Wache mitgeführt.
Die Fürther verfügen bereits über ein eigenes Fahrzeug,
um ihr gesamtes Material zur Einsatzstelle zu bringen. |
Bumiller hob die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der BF Nürnberg
und der BF Fürth hervor. So sei von beiden Feuerwehren die absolut
gleiche Ausrüstung beschafft worden, und auch die Ausbildung werde
immer gemeinsam durchgeführt. Dieses sei unbedingt notwendig, da
auch im Einsatzfall immer die Kräfte beider Wehren alarmiert werden
und sicher zusammarbeiten müssen. Schließlich bedankte er sich
beim Initiator und Ausbildungsleiter der Höhenrettungsgruppe, Robert
Bauer sowie bei den Kräften selbst. Sie opfern auch sehr viel Freizeit
für diese Tätigkeit, da sich Ausbildung und Schichtdienst nicht
immer vereinbaren lassen.
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Bei einer kleiner Ausstellung in der Fahrzeughalle konnten sich
die anwesenden Führungskräfte über die Ausrüstung
und Arbeit der Höhenrettungsgruppe informieren.
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In einem
Diavortrag stellte Bauer die Arbeit sowie auch die Einsatzgrenzen seiner
Mannschaft vor. So habe man bei Ausbildung und Materialbeschaffung Erfahrungen
mit anderen Berufsfeuerwehren ausgetauscht, deren Höhenrettungsgruppen
schon etwas länger bestehen. Die Grundausbildung dauert 72 Stunden,
zuvor ist in einer arbeitsmedizinischen Untersuchung nach G41 die Höhentauglichkeit
der Teilnehmer nachzuweisen. Geübt wird mindestens 70 Stunden im
Jahr, Übungsobjekte sind Türme, Baukräne, Schächte
usw. Auch die Rettung aus der Luft über einen Hubschrauber wird regelmäßig
trainiert. Wie generell im Feuerwehrdienst steht auch hier die Sicherheit
der Einsatzkräfte an erster Stelle.
Zum Einsatz
kamen die Höhenretter bereits, als vom Dach der Kongreßhalle
ein verletzter Mechaniker gerettet werden mußte. Bei einem weiteren
Einsatz retteten sie einen verschütteten Bauarbeiter aus der Baugrube
einer Großbaustelle in der Ostendstraße.
Im Anschluß
an seinem Vortrag zeigten die Höhenretter bei einer praktischen Vorführung
im Übungshof der Wache 4 ihre Möglichkeiten beim Einsatz auf,
wie es auf den folgenden Bildern zu sehen ist.
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| Demonstration
der Reißfestigkeit eines Kernmantelseils, mit dem die Höhenretter
arbeiten. |
Es
besteht aus 12 Einzelsträngen, die nacheinander abgeschnitten
werden. Selbst 2 Stränge hielten der Belastung des Feuerwehrmanns
noch stand. |
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| Bei
einem Zimmerbrand im oberen Stockwerk eines Hochhauses sind Personen
auf den Balkon geflüchtet. |
Ein
Höhenretter, ausgerüstet mit Atemschutz, seilt sich zum
Balkon ab. |
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| Er
legt der Person eine Rettungsweste an und bringt sie sicher zu Boden. |
Auch
dieser Herr wählt letztendlich lieber die Rettung durch den
Feuerwehrmann als mit einem Bettlaken. |
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| Bei
Arbeiten an einer Fassade hat hängt ein Maler in seiner Gerüstgondel
fest. |
Höhenretter
seilen sich zu ihn ab und befreien ihn aus seiner Lage. |
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| Gut
gesichert wird er zu Boden gebracht. |
Auch
Führungskräfte aus dem Nürnberger Land (hier KBI
Rainer Fuchs, rechts) informierten sich über die Möglichkeiten
der Höhenrettungsgruppe. |
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| Bei
dieser Übung demonstriert die Mannschaft den Schrägzug.
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Als
unterer Anschlagpunkt kann z.B. ein Löschfahrzeug dienen. |
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| Mit
einer Trage (hier Kongtrage) kann der Verletzte schonend gerettet
werden. |
Am
Boden angekommen, wird er dann den Rettungsdienst übergeben. |
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| Die
für die Anwesenden interessanteste Vorführung war die
Rettung einer Person vom Dach eines Hochhauses. |
Der
Feuerwehrmann wird am Dach abgesetzt, er sichert die Person und
wird dann vom Hubschrauber wieder abgeholt. |
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| Bei
dieser Gelegenheit konnte gleich der neue Typ der Hubschrauberstaffel
der bayer. Polizei besichtigt werden. |
Bericht:
KFV Online
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