Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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Kommandantenversammlung im Dienstbezirk II 25.11.1999


DIENSTBEZIRK II - Am 25.11.1999 konnte Kreisbrandinspektor Rainer Fuchs wie jedes Jahr die Kommandanten der Feuerwehren des Dienstbezirk II zur Kommandantenversammlung begrüssen, welche dieses Jahr im Saal der Gaststätte '"Waldschänke" in Neunkirchen am Sand stattfand. Ausserdem konnte er Kreisbrandrat Bernd Pawelke, Kreisfernmeldemeister KBI Erwin Schneider, den Atemschutzbeauftragten des DB II KBM Rainer Krug und den Oberschiedsrichter und Maschinistenausbilder des DB II KBM Joachim Geißler willkommen heissen. Besonders begrüsste er Polizeihauptkommissar Ludwig von der Polizeiinspektion Lauf und Herrn Dr. Jahn, der im Dienstbezirk II die G26-Untersuchungen vornimmt.

Tagesordnung:

1.
Eröffnung und Begrüssung durch KBI Fuchs
2.
Grussworte der Gäste
3.
Bericht des Kreisbrandinspektors
a)Bericht des Ausbilders für Atemschutz
b)Bericht des Funksachbearbeiters
c)Bericht des Jugendbeauftragten
d)Bericht des Oberschiedsrichters
4.
Bekanntgaben des Kreisjugendwartes
5.
Bekanntgaben des Kreisbrandrates
6.
Verschiedenes

Polizeihauptkommissar Ludwig übermittelte den Dank der gesamten Polizeiinspektion für die gute Zusammenarbeit und hofft, dass diese im nächsten Jahr wieder so erfolgreich fortgesetzt werden kann.
Im Anschluss bedankte sich KBI Fuchs im Namen aller Feuerwehrkameraden ebenfalls bei der PI Lauf für die hervorragende Zusammenarbeit.
Auch Dr. Jahn bedankte sich bei den Kameraden im DB II für die gute Zusammenarbeit. Er stellte fest, dass der gesundheitliche Leistungsstand der Atemschutzgeräteträger weiterhin ansteigt. Eine Weiterentwicklung des Trends, zur körperlichen Fitness der Atemschutzgeräteträger, ist abzusehen.
Ausserdem ging er kurz auf die Führerscheinneuerungen ein. Weiter berichtete er, dass der Landkreis Nürnberger Land, was Zeckenbisse anbelangt, bislang als ungefährdeter Bereich galt. Nach neuen Statisktiken ist die Gefahr eines Zeckenbisses, und der damit verbundenen möglichen Hirnhautentzündung, gegeben. Aufgrund der möglichen Einsatzstellen der Feuerwehren, wie z.B. in Waldgebieten, wird besonders hier eine Impfung empfohlen.


Im Bericht des Kreisbrandinspektors wurde zu Beginn auf die personelle Stärke des Dienstbezirkes eingegangen. So leisten im Dienstbezirk II 1333 aktive Feuerwehrdienstleistende, davon 37weibliche, Ihren Dienst.
Erfreut konnte auch über den Anstieg von Feuerwehr-Anwärtern um 18% auf 288 berichtet werden.
In der Problematik der fehlenden Feuerwehrdienstleistenden während der Arbeitszeit, wurde der Bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber und der Politiker MdL Dr. Ritzer eingeschalten, welche sich mit Arbeitgebervertretern in Verbindung setzen möchten, um hier eine Lösung zu finden.

Nun ging Fuchs auf die personellen Veränderungen ein, die sich im Laufe des Jahres ergeben haben. Ein komplett neues Führungsduo bekam die FF Großengsee. Hier wurde Dieter Bezold zum Kommandanten und Stefan Heckel zum Stellvertreter gewählt.

Bei der FF Röthenbach/Pegn. ist Gerhard Bertl der neue Mann an der Seite von Kommandant Klaus Keim.
Ebenfalls eine personelle Veränderung gab es bei der FF Speikern: Hermann Sendelbeck wurde von seiner Wehr zum neuen Kommandanten gewählt.
KBI Fuchs sprach den neuen Führungskräften seinen Glückwunsch aus und wünschte Ihnen viel Erfolg und eine glückliche Hand.
Ebenfalls personelle Veränderungen gab es im Bereich der Schiedsrichter. Hier stiess Jörg Leipold aus Hüttenbach dazu. Hierdurch konnte KBI Erwin Schneider, welcher trotz seiner zeitaufwendigen Funktion als Kreisfernmeldemeister immernoch bei Abnahmen anwesend war, entlastet werden.

Nun ging KBI Fuchs auf die Einsatzstatistik des laufenden Jahres ein. Bisher wurden im Dienstbezirk II 753 Einsätze gefahren. Diese gliederten sich wie folgt:

Brand
104
THL
547
Fehlalarm
47
Sicherheitswachen
55

 

Bei den Bränden mussten 61 Kleinbrände und 6 Mittelbrände bewältigt werden. Achtmal war der Brand vor Ankunft der Feuerwehr bereits gelöscht. Grossbrände konnten zum Glück nicht verzeichnet werden. In diesem Zusammenhang wies KBI Fuchs darauf hin, dass alle Einsatzberichte des Jahres bis zum 31.12.1999, die Einsatzberichte vom 31.12.1999 bis spätestens 05.01.2000, bei ihm abgegeben werden müssen.

Kreisbrandinspektor Fuchs stellte fest, dass es öfter vorkomme, dass Mitglieder der Jugendgruppe bei Einsätzen integriert seien. Nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz Art. 7 Abs. 2 dürfen Jugendliche unter 16 Jahren nicht, Jugendliche im Alter von 16 - 18 Jahren nur ausserhalb der Gefahrenzone, an Einsätzen teilnehmen. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass der Einsatzleiter die volle Verantwortung für die Jugendlichen an der Einsatzstelle trägt und forderte die Kommandanten auf, darauf verstärkt zu achten.
Ausserdem müssen Jugendliche über 16 Jahren, welche mit einem Funkmeldeempfänger ausgestattet sind, besonders auf die Gefahren auf der Anfahrt zum Gerätehaus und was damit verbunden ist hingewiesen werden.

KBI Fuchs berichtete, dass die Kreisbrandmeister mit dem Übungsbetrieb der einzelnen Feuerwehren zufrieden seien. Ausserdem gab er einen Rückblick auf die Grossübung im Dienstbezirk II, wo fast alle Feuerwehren des Dienstbezirkes eingesetzt waren (wir berichteten).
Er lobte die gute Zusammenarbeit der Einsatzleitung und der einzelnen Feuerwehren.

Im Dienstbezirk wurden 42 Feuerwehrdienstleistende für 25-jährige und 3 Feuerwehrdienstleistende für 40-jährige aktive Dienstzeit geehrt. KBI Fuchs betonte, dass diese Feuerwehrdienstleistenden eine grosse Vorbildfunktion erfüllen und sprach diesen sein Lob aus.

Bekannt gegeben wurden auch die neuen Termin für Feuerwehrfeste, welche hier demnächst zum Download angeboten wird.

Der Ausbilder für Atemschutz im Dienstbezirk II KBM Rainer Krug berichtete, dass im Dienstbezirk II momentan 321 Atemschutzgeräteträger zur Verfügung stehen. Davon sind 3 weiblich und 33 Mitglieder einer Werkfeuerwehr.
Im Jahr 1999 wurden 2 Lehrgänge zu Atemschutzgeräteträger abgehalten. Der Lehrgang im Frühjahr, welcher im Gerätehaus der FF Röthenbach/Pegn. abgehalten wurde, wurde von 11 Kameraden besucht. 10 bestanden diesen Lehrgang. Ein Teilnehmer bestand die theoretische Prüfung und konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der praktischen Prüfung teilnehmen. Diese wurde dann im Herbstlehrgang nachgeholt.
Der Herbstlehrgang fand im Gerätehaus Lauf statt und wurde von allen 17 Teilnehmern bestanden. Ein Neuling im Bereich Atemschutz ist die Feuerwehr Neunhof, welche zum ersten mal bei einem Atemschutzgeräteträger-Lehrgang anwesend war.
Im Herbstlehrgang wurde zum ersten mal nach den neuen Richtlinien ausgebildet und geprüft. Die Lehrgangstermine für das Jahr 2000 werden den Kommandanten noch bekannt gegeben. Auch die Termine zum Besuchen der Atemschutzstrecke Feucht werden noch bekannt gegeben und sind dann auch im Downloadbereich abrufbar. Hier werden Anregungen zum Übungsablauf sehr gerne entgegengenommen um ein möglichst realistisches Üben zu ermöglichen.

Der Kreisfernmeldemeister KBI Schneider gab in seinem Bericht bekannt, dass sich seine dienstliche Telefonnummer geändert hat. Die neue Telefonnummer ist im Bereich "Führung" der Homepage abrufbar.
In den nächsten Wochen wird bei der PI Lauf der neue PC installiert. Aufgrund des Y2K-Problems ist es nötig, den alten Rechner zu ersetzen.
Die Vorbereitungen auf den Jahreswechsel laufen bereits auf Hochtouren. So wird z.B. ein fliegendes Funknetz mit mehreren Notrufanlaufstellen gebildet.

Funkprobleme, welche in letzter Zeit auftauchten, konnten mit Hilfe der RegTP schnell erkannt und beseitigt werden.

KBI Schneider bat noch einmal die Kommandanten beim Bestätigen des Probealarms auf die Kanalbelegung zu achten. Ausserdem muss bei einer telefonischen Bestätigung unbedingt bei der angegebenen Telefonnummer des Landratsamtes und nicht bei anderen Stellen angerufen werden.
Eine kurzfristige Abmeldung von Fahrzeugen, wie z.B. bei der Fahrt in die Werkstatt, muss nur beim zuständigen KBI erfolgen. Es wird darum gebeten, sich nicht bei der Polizeiinspektion Lauf abzumelden.

Ein Ausbildertreffen für Funk findet ab sofort jedes Jahr statt. Die nächste Abnahme des Sprechfunkzeugnisses findet 2001 statt.
KBI Schneider kritisierte die geringe Anzahl an Funkübungen. Er rief dazu auf, hier mehr zu tun. Ausserdem müsse mehr auf klemmende Sprechtasten geachtet werden, welche den gesamten Funkverkehr lahm legen können.

Nachfolgend trug Kreisbrandinspektor Fuchs den Bericht des Jugendbeauftragten Armin Steinbauer, welcher durch Krankheit leider verhindert war, vor. Im Dienstbezirk II gibt es momentan 26 Jugendgruppen. Neu hinzugekommen ist die Jugendgruppe der Feuerwehr Großengsee. Diese "alten" 25 Jugendgruppen bestehen aus 251 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren.

Im Mai feierte die JF Schönberg ihr 25-jähriges Bestehen (wir berichteten). Im Rahmen des Feuerwehrfestes in Feucht fand die Abnahme des Jugendleistungsabzeichens statt (wir berichteten).
Ihr 10-jähriges Jubiläum konnte die JF Neunhof feiern (wir berichteten).

Die Feuerwehren Rollhofen und Kersbach besuchten mit den Jugengruppen das Zeltlager in Niederösterreich (wir berichteten).
In Lauf fand wieder die Umweltaktion "Rama Dama" der Jugendfeuerwehr Lauf mit Antenne Bayern statt. Hierbei wurden die umliegenden Wälder gesäubert. Dies ergab 6 LKW-Ladungen Müll.
75 Jugendliche aus dem Dienstbezirk II besuchten das Automobilmuseum in Sinsheim.
Im Jahr 1999 fanden 4 Jugendwartsitzungen statt.

Als nächster Tagesordnungspunkt stand der Bericht des Oberschiedsrichters KBM Geißler auf dem Programm:

Geißler berichtete, dass im Dienstbezirk II 24 Abnahmen stattfanden und sich somit 368 Aktive aus 19 Wehren einer Leistungsprüfung nach FwDV4 bzw. THL unterzogen.

Die einzelnen abgelegten Stufen gliedern sich wie folgt:

Stufe I 63
Stufe II 45
Stufe III/1 30
Stufe III/2 31
Stufe III/3 29
Stufe III/4 39
Stufe III/5 20
ab
THL-1 9
THL-2 22
THL-3 23

 

Ausserdem legten am 19.06.1999 58 Teilnehmer aus 11 Wehren die Bayrische Jugendleistungsprüfung in Feucht ab.

Die bereits an der letzten Kommandantenversammlung angekündigten Änderungen der FwDV4 werden ab dem 01.04.2000 oder dem 01.01.2001 in Kraft treten.
Im Dienstbezirk II wurden dieses Jahr 2 Grundausbildungs-Lehrgänge durchgeführt. Der Lehrgang wurde parallel in Schnaittach und in Lauf durchgeführt. Die Abnahme für beide Lehrgänge und ihre 42 Teilnehmer fand am 09.06.1999 in Schnaittach statt. (wir berichteten)
Desweiteren wurden auch auf Standortebene Grundausbildungen durchgeführt. Die Abnahme für diese 19 Teilnehmer fand natürlich ebenfalls durch das Schiedsrichter-Team statt.
In der Zeit vom 03.09.1999 bis 09.10.1999 fand im Gerätehaus Lauf a.d. Pegn. ein Maschinistenlehrgang statt. Hier legten 19 Teilnehmer die Prüfung mit Erfolg ab. Erstmalig wurde auch an Löschfahrzeugen gearbeitet. (wir berichteten)
Hier stellten die Feuerwehren Behringersdorf und Lauf Fahrzeuge zur Verfügung.
KBM Geißler bedankte sich bei allen Ausbildern, welche bei den Ausbildungen mitgeholfen haben, bei den Kommandanten für die Bereitstellung von Fahrzeugen und Gerätehäusern und bei dem gesamten Schiedsrichter-Team.

Der Bericht des Kreisjugenwartes konnte nicht verlesen werden, da der Kreisjugendwart anderweitig gebunden war.
Der Bericht wurde den Kommandanten in schriftlicher Form ausgeteilt.

Im Anschluss folgten die Bekanntgaben des Kreibrandrates Bernd Pawelke. Er stellte fest, dass die Berichte sehr positiv ausgefallen seien.
Er lobte die Kommandanten besonders für den Bereich Lehrgangsverwaltung. Dem Dienstbezirk II wurden 1999 22 Lehrgänge zugewiesen, wobei nur ein Lehrgang nicht wie geplant besucht werden konnte. Deshalb sprach er den Kommandanten seine volle Anerkennung aus und hofft, dass sich dieser Trend im nächsten Jahr fortsetzt.

Wie jedes Jahr, waren auch dieses Jahr wieder zu wenig Lehrgänge für Drehleiter-Maschinisten vorhanden, was sich aber momentan nicht verhindern lässt.

Dem Landkreis wurde heute die neue BASIS-Version 4.0 übergeben. In dieser Version ist die Unterbringung von Kilometerabschnitten von Bahnlinien in die Alarmplanbeabeitung möglich. Da im Landkreis seit mehreren Jahren diese Bahnobjekte bereits bearbeitet wurden, ist es nur noch nötig, die bereits vorhandenen Alarmpläne in BASIS aufzunehmen.
Die Telefonnummer der DB-Betriebsleitung Nürnberg hat sich geändert. Sie ist ab sofort unter der Telefonnummer 0911/ 2191058 erreichbar. Die alte Telefonnummer ist noch bis zum 31.12.1999 geschaltet, dennoch sollte bereits jetzt nur noch die neue Telefonnummer verwendet werden. Er bat die Anwesenden die Änderung in ihren Aufzeichnungen zu berichtigen.

Seit dem letzten Zusammentreffen der Kommandanten hat sich die Verordnung zur Feuerbeschau von 1986 geändert. Eine Feuerbeschau ist nun nur noch bei Sonderbauten nötig. Bei besonderem Gefahrenpotentialen kann die Gemeinde allerdings auch bei anderen Bauten eine Feuerbeschau anordnen.
Besonderer Wert wird auf das Vorhandensein von Brandmeldeanlagen, Rettungswegen und Löschwasserstellen gelegt.
Den Kommandanten wird empfohlen bei solchen Feuerbeschauen unbedingt anwesend zu sein.

Nun ging auch KBR Pawelke auf die Massnahmen in der Silvesternacht ein. Folgende Probleme könnten sich für die Feuerwehren ergeben:

  • 5-8 facher Verkauf von Feuerwerkskörpern
  • Feuerwerkskörper aus dem Osten ohne Prüfzeichen
  • Starker Verkauf von Signalkörper aus der Seefahrt
  • Abschusszeit verlängert sich
  • besonderes Verhalten der feiernden Bevölkerung
    ausserhalb gewohnter Sicherheit
  • Brandmeldeanlage können Fehler melden
  • Filter von Produktionsstätten kann ausfallen
  • Ausfall der Pumpen für Löschwasserbehälter möglich
  • Stromversorgung kann ausfallen
  • Ausfall der Telefonversorgung möglich

KBR Pawelke betonte, dass es sich hierbei um sehr viel Aufwand handelt und diese Probleme nicht eintreten könnte, allerdings muss die Feuerwehr vorbereitet sein.
Er wünschte allen Feuerwehrdienstleistenden eine einsatzarme Silvesternacht.

Kreisbrandinspektor Fuchs schloss die Sitzung mit dem Leitspruch der Feuerwehr: "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" und wünschte allen Anwesenden und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Bericht und Fotos: KFV Online-Team

 

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