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Zwei Brände gleichzeitig |
28.12.1999
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VORRA
(DB1) - Zwei fast gleichzeitige Brände hielten die Feuerwehren im Pegnitztal
in Atem. Als sich einige Kameraden der FF Vorra gerade zu einer Gruppenübung
versammelten kam ein angehöriger der JF aufgeregt zum Gerätehaus. Er
teilte dem Kommandanten mit, daß es in der Ortsmitte von Vorra
aus einem Wohnhaus stark qualme. Der Kommandant lies über Kreisbrandinspektor
Norbert Thiel sofort Alarmstufe 2 für das Objekt Vorra auslösen und
fuhr die Einsatzstelle an. Ferner wurde der Rettungsdienst sowie der
Notarzt verständigt.

Den Einsatzkräften bot sich folgende Lage: Aus mehreren Fenstern
im Dachgeschoß qualmte es heftig. Es war jedoch noch kein Feuerschein
sichtbar. Die sofortige Befragung der Hausbewohner ergab, das sich keine
Personen mehr im Gebäude befanden. Der Angriffstrupp der FF Vorra ging
unter schwerem Atemschutz in das Gebäude um den Brand im inneren
zu bekämpfen.
Später wurde er vom 2. Angriffstrupp unter PA zur Belüftung und weiterer
Brandbekämpfung unterstützt. Beeinträchtigt wurden die Löscharbeiten
durch im Gebäude herumstehende Kleinteile wie z.B. Getränkekästen.
Um das Treppenhaus begehen zu können, mußten diese Kleinteile
erst durch mehrere Feuerwehrdienstleistende ins Freie gebracht werden.
Die Wasserversorgung war durch Unterflurhydranten gesichert. Durch eine
erst im Herbst 1999 durchgeführte Übung im Rahmen der Feuerwehr-Aktionswoche
war den Ortsteilwehren das Gebiet in dem der Einsatz stattfand bekannt.
So konnte durch den Einsatzleiter sofort die Meldung an die FF Artelshofen
gegeben werden: "Wasserentnahme Pegnitz wie bei der letzten Übung, eine
B - Länge in den Fischbrunner Weg." Die FF Alfalter wurde eingeteilt,
ein übergreifen der Flammen auf eine östlich angrenzende Scheune
zu verhindern.
Während
dieser ersten Maßnahmen kam die nächste Meldung: "Zimmerbrand in Artelshofen".
Der soeben eingetroffene Kreisbrandinspektor Norbert Thiel musste nun
auf andere Wehren zurückgreifen, da die Feuerwehren, welche zu
dem Zimmerbrand in Artelshofen alarmiert wurden, noch in Vorra gebunden
waren. Er lies aufgrund dieser Tatsache die Feuerwehren Velden und Hartenstein
nach Artelshofen alarmieren.
Die Feuerwehr Artelshofen rückte mit dem nahezu lehren TSF zur zweiten
Einsatzstelle aus, lies jedoch den Maschinisten der TS 8 an der Wasserentnahmestelle
der ersten Einsatzstelle zurück. Die Feuerwehr Hersbruck, die etwa
5 Minuten vorher an der ersten Einsatzstelle angekommen war, rückte
mit LF 16, RW2, und zwei ELW 1 zur Einsatzstelle nach Artelshofen aus.
Die Drehleiter sowie das TLF 16 blieben an der Einsatzstelle in Vorra.
Ebenfalls fuhr der Notarzt und ein RTW die zweite Einsatzstelle an.
Durch das beherzte Eingreifen eines Nachbars wurde in Artelshofen ein
Vollbrand verhindert. Unsachgemäße Verlegung von Heizungsrohren lies
es hier an mehreren Stellen eines Wohnhauses zu einem Brand kommen.
Mittels Kettensägen wurden große Teile des Fellbodens unter schwerem
Atemschutz herausgeschnitten. Der Nachbar mußte mit einer Rauchgasintoxikation
in das Kreiskrankenhaus Hersbruck gebracht werden. Die Brandwache dauerte
bis 22:00 Uhr an. In Vorra war vermutlich ein vergessener Heizstrahler
im Bett die Brandursache. Eine Wohnung wurde durch den Brand stark beschädigt.
Der Einsatz dauerte bis 02:00 Uhr.
Fazit: Beide Einsätze hätten zu späterer Stunde zu einer Katastrophe
führen können. Durch die sehr schnelle Brandausbreitung in beiden
Fällen hätten die Bewohner möglicherweise von den Flammen eingeschlossen
werden können. Die Tatsache ,daß zwei Einsätze zu fast gleicher
Zeit laufen, wurde durch die Einsatzleiter vor Ort gut gemeistert.
Eingesetzte
Kräfte:
KBR
Pawelke, KBI Thiel
FF Vorra mit MZF, LF 8 II
FF Artelshofen mit TSF
FF Alfalter mit LF 16
FF Hersbruck mit DLK, LF 16, TLF 16, 2 ELW, RW 2
FF Velden mit LF 8, LF 16, ELW
FF Hartenstein mit LF 8, MZF
Rettungsdienst mit 2 RTW, NEF
Polizei mit 2 Streifenwagen
Bericht: Jörg Häusler,
Kdt. FF Vorra
Fotos: Siegfried Fuchs, FF Vorra
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