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Autokranbrand
auf der A3 |
03.06.2000 |
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Altdorf (DB3) - Am Montag, den 10 April wurde die Feuerwehr Altdorf
gegen 12.50 Uhr zu einem LKW-Brand auf die A3 Regensburg-Nürnberg zwischen
der Anschlussstelle Altdorf-Burgthann und dem Autobahnkreuz Altdorf
alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung
weit sichtbar.
An
der Einsatzstelle bot sich der Feuerwehr folgendes Bild:
Ein auf dem Pannenstreifen stehender Autokran brannte lichterloh. Die
Flammen schlugen bereits auf die Autobahnböschung über. Der Fahrer hatte
sich bereits durch ausreichenden Abstand in Sicherheit gebracht. Der
Einsatzleiter der Feuerwehr Altdorf ordnete daraufhin an:
1.
Sichern der Einsatzstelle (eigene Kräfte vor dem Verkehr und fließender
Verkehr vor dem Verkehrshindernis)
2. Bekämpfung der Brandausbreitung. Aufgrund der gesundheitsschädlichen
Brandgase (Gummireifen, Hydraulik- und Motorenöl) verwendete der Angriffstrupp
"umluftunabhängigen" Atemschutz. Als Löschmittel kam neben Wasser auch
Schwerschaum zum Einsatz um die Flammen zu ersticken.
3. Nachalarmierung weitere Kräfte. Da die Feuerwehr Altdorf lediglich
über 4100 Liter Wasser in ihren Fahrzeugen verfügt (Löschgruppenfahrzeug-LF16/12
mit 1600 Liter, Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 mit 2500 Liter) war klar,
dass weitere, (wasserführende) Fahrzeuge nachalarmiert werden mußten.
Laut Alarmplan für diesen Autobahnabschnitt wurde deshalb die Feuerwehr
Winkelhaid alarmiert (LF 16 und TLF 16/25). Mit den Tanklöschfahrzeugen
wurde so ein Pendelverkehr zwischen der Einsatzstele und der nächstgelegenen
Wasserentnahmestelle (Überflur-Hydrant in Weinhof) gebildet.
4. Eindeichen des Löschwassers. Aufgrund des großen Löschwasserbedarfs
war es notwendig, das kontaminierte Löschwasser aufzufangen. An der
Einsatzstelle wurden die Gullys abgedichtet, Ölreste wurden mit Ölbinder
abgeschöpft.
Der
Brand war zu diesem Zeitpunkt unter Kontrolle, die Einsatzlage entspannte
sich zunehmend, bis die Feuerwehr Altdorf plötzlich zu einem weiteren
Einsatz alarmiert wurde:
Laut
Meldung der Polizei hat im Wichernhaus in Altdorf die Brandmeldeanlage
(BMZ) einen Brand gemeldet. Weitere Einzelheiten waren zu diesem Zeitpunkt
noch nicht bekannt. Obwohl es sich in der Praxis bei solchen Meldungen
sehr oft um Fehlalarme handelt (Überempfindlichkeit, schlechte Wartung,
technischer Defekt oder Benutzerfehler) wurde die Meldung wegen dem
hohen Gefahrenpotential (große Anzahl an Personen, teilweise körperlich
und/oder geistig behindert, historisches Gebäude mit hoher Brandlast
und beschränkter Anfahrtsmöglichkeit) wurde die Meldung als "Tatsache"
betrachtet.
Da die Feuerwehr Altdorf noch auf der Autobahn gebunden war, wurde unverzüglich
die Feuerwehr Feucht zur Einsatzstelle "Wichernhaus" nachalarmiert.
Das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Altdorf, dass sich gerade beim auftanken
in Weinhof befand, fuhr ebenfalls zweite Einsatzstelle an. Der Hausmeister
vom Wichernhaus konnte glücklicherweise bereits beim Eintreffen der
ersten Kräfte Entwarnung geben: in der Küche entzündete sich Kochgut,
welches von eintreffenden Polizeikräften bereits gelöscht wurde. Die
Feuerwehr Feucht kam aber dennoch zum Einsatz, indem sie mit ihren Großtanklöschfahrzeug
(TLF 24/50) zur Unterstützung der Nachlöscharbeiten auf die Autobahn
geordert wurde.
Nach 5 Stunden war die Einsatzstelle soweit gesäubert, dass der Verkehr
ungehindert die Einsatzstelle passieren konnte. Ein größeres Problem
war das ausgelaufene Öl, das teilweise über die Autobahnentwässerung
nach Ludersheim (ca 500 m Entfernung) in einen Weiher gelang. Auch hier
wurden Ölsperren eingerichtet und das verunreinigte Löschwasser von
einer Fachfirma abgepumpt und sachgerecht entsorgt.
Insgesamt kamen bei diesem Einsatz auf der Autobahn ca. 20.000 Liter
Wasser und 120 Liter Schaummittel zum Einsatz.
Eingesetzte Kräfte:
KBR
Bernd Pawelke
Feuerwehr Altdorf: MZF TLF 16/25 + P250 LF 16/12 RW 2 + VSA SW 2000
+ GA GW-G Feuerwehr Winkelhaid MZF TLF 16/25 LF 16
Feuerwehr Feucht ELW 1 TLF 24/50
Rettungsdienst
Polizei
Wasserwirtschaftsamt
Bericht
und Fotos: Feuerwehr
Altdorf
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