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Gefahrgutlaster verunglückt, Fahrer schwerstens eingeklemmt 28.07.2000

SCHWAIG (DB2) - Am Freitag, den 28.07.2000 stürzte ein LKW auf der A3 auf die Mittelleitplanke. Der Fahrer wurde hierbei eingeklemmt und verstarb noch im Wrack.

Der Fahrer des LKWs berührte aus bisher unbekannten Gründen auf der A3, kurz vor dem Autobahnkreuz Nürnberg in Fahrtrichtung Regensburg die Mittelleitplanke und verlor dann vermutlich die Kontrolle über seinen Tankwagen. Der LKW kippte dann nach links in die Mittelleitplanke.

Gegen 15:45 Uhr erreichten die Polizeidirektion Schwabach die ersten Notrufe zu diesem Unfall.
Da von den Verkehrsteilnehmern mitgeteilt wurde, dass der LKW-Fahrer noch in seinem Fahrzeug eingeklemmt war, wurde um 15:46 Uhr die Feuerwehr Behringersdorf und Schwaig alarmiert, da anfangs die Örtlichkeit falsch angegeben wurde. Noch während der Anfahrt der Feuerwehr wurde die Örtlichkeit berichtigt, der Unfall lag im Ausrückegebiet der FF Schwaig.

Den Einsatzkräften vor Ort bot sich folgendes Bild:


 
Hier der verunglückte LKW
 
Blick auf die Fahrbahn Richtung Würzburg

Ein Tanksaugwagen einer Nürnberger Entsorgungsfirma lag seitlich auf der Mittelleitplanke. Der LKW-Fahrer war schwerstens im Führerhaus, in das die Leitplanke eindrang, eingeklemmt. Dass es sich um einen Gefahrguttransport handelte war anfangs nicht erkennbar, da keine Hinweisschilder angebracht waren, bzw. verdeckt waren. Auf der Gegenfahrbahn (Richtung Würzburg) waren die linke und die mittlere Fahrspur durch stark beschädigte Fahrzeuge blockiert. Diese PKW waren über Saugschläuche, die auf die Gegenfahrbahn geschleudert wurden, gefahren. Hierbei wurde jedoch keine Person verletzt.

Die Feuerwehr Schwaig begann sofort mit den ersten Rettungsmaßnahmen. Es wurde jedoch gleich deutlich, dass mit einer schnellen Rettung hier nicht zu rechnen ist. Ein Herankommen an den LKW-Fahrer war anfangs fast unmöglich, daher wurde die Berufsfeuerwehr Nürnberg mit dem Kranwagen KW 50 über Funk angefordert.

Der anwesende Notarzt stellte jedoch kurze Zeit später den Tod des Fahrers fest, die Verletzungen waren zu schwerwiegend.

Zu der Bergung des Fahrers wurden Rettungsschere, Spreizer, mehrere Rettungszylinder und Trennschleifer eingesetzt. Während dieser Arbeiten wurden Gefahrguthinweiszettel gefunden. Eine eindeutige Zuordnung war aber dennoch nicht möglich, da es sich um drei unterschiedliche ätzende Stoffe handelte. Auf Grund dieser Schadenslage wurde auch noch der Gefahrgutzug der Berufsfeuerwehr Nürnberg nachalarmiert.


 
Spreizer, ...
   
     
 
.. Trennschleifer...
 
...und Rettungszylinder im Einsatz
     
 
WLF mit AB-G...
 
...und KW 50 der BF in Bereitstellung

Welcher Stoff in dem Tank geladen war, konnte erst durch einen Anruf bei dem Fahrzeughalter ermittelt werden, es handelte sich um Wasser, das unter anderem mit Öl und Dispersion kontaminiert war.

Nach ca. einer Stunde konnte der Fahrer aus dem Fahrzeug geborgen werden. Der Kranwagen der Berufsfeuerwehr und der eines Abschleppdienstes richteten das Fahrzeug wieder auf, hier war auch der Einsatz der Hebekissen der Feuerwehr erforderlich.


 
Das total zerstörte Führerhaus
 
Hebekissen im Einsatz
     
 

Nachdem der Tankwagen aufgerichtet, Erdreich abgetragen und die Fahrbahn gesäubert war, konnten die Einsatzkräfte abrücken.

Anwesende Einheiten:

KBI Fuchs, BOR Laska
FF Schwaig MZF, TLF 16/25, DLK-23/12, LF 16/12, RW 2
FF Behringersdorf TLF 16/25, LF 16-TS
BF Nürnberg ELW1, LF 16/12, WLF mit AB-G, KW 50
Rettungsdienst: NEF, RTW, OrgEL
Polizei und Polizeihubschrauber

 
Bericht und Fotos: KFV Online-Team



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