Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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Schwerer VU nach Wendemanöver auf der BAB A6 09.05.2001

ALTDORF (DB3) - Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Montag, dem 07.05.2001, gegen Mittag am Autobahnkreuz Nürnberg-Ost.

Ein auf der BAB A6 von Heilbronn kommender Mercedes-Fahrer wollte nach ersten Ermittlungen und Zeugenaussagen auf Höhe des Autobahnkreuzes Nürnberg-Ost im Baustellenbereich (4-0-Verkehr), nachdem er festgestellt hatte, daß er sich verfahren hatte, wenden!!! Ein nachfolgender Lkw-Fahrer hatte keine Chance mehr rechtzeitig zu bremsen und fuhr in die Fahrerseite des Pkw´s.

Die Beifahrerin erlitt Kopfverletzungen und konnte von Ersthelfern aus dem Auto befreit werden. Der Fahrer des Mercedes war in seinem auf der Fahrerseite völlig demolierten Auto im Becken- und Fußbereich eingeklemmt.

Um 12.30 Uhr wurde daraufhin Alarmstufe 5 für den Autobahnabschnitt ausgelöst und somit die Feuerwehr Altdorf alarmiert, welche bereits kurz darauf mit MZF, LF 16/12, RW 2 und SW 2000 + VSA ausrückte.

 
     
   

Da sich die Unfallstelle im Baustellenbereich befand (der Verkehr von Heilbronn kommend wird hier auf die Gegenspur geleitet) kam es innerhalb kürzerster Zeit zu einem ca. 5 Kilometer langen Stau in Richtung Heilbronn). Die Anfahrt gestaltete sich durch die baustellenbedingte Fahrbahnverengung als äußert schwierig.

Nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle öffnete die Feuerwehr Altdorf für den Notarzt einen Erstzugang über die Fahrertüre. Der Verletzte konnte so anschließend vom nachfolgenden Rettungsdienst stabilisiert werden. Zur endgültigen (möglichst schonenden!) Befreiung des Verletzten wurde das Dach entfernt. Hierbei stellten man fest, dass selbst die "große" Rettungsschere (Hurst, S 150) bei dem erst 4 Monate alten C-Klasse Modell schnell an ihre Grenzen stößt.
Seitenaufprallschutz und immer steifer werdende Karosserien schützen nicht nur die Insassen beim Unfall, sondern erschweren auch den Zugang der Rettungskräfte.

 
Ebenfalls anwesend: Polizei- und Rettungshubschrauber

Der Lkw Fahrer kam mit dem Schrecken unverletzt davon. Zur endgültigen Klärung des Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger und ein Polizeihubschrauber angefordert. Die Autobahn war deshalb längere Zeit nur eingeschränkt befahrbar.

Eingesetzte Kräfte:

KBR Bernd Pawelke KBI Fritz Pöllot KBM Peter Schlerf
FF Altdorf: MZF, LF 16/12, RW2, SW 2000 + VSA
Rettungsdienst: 2 RTW und Rettungshubschrauber (München-Großhadern)
Polizei mit Polizeihubschrauber
Sachverständiger

Bericht und Fotos: FF Altdorf

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