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SCHWARZENBRUCK/GROßBELLHOFEN (DB3/DB2) - Am 16.06.2001 und am 23.06.2001 fand in Schwarzenbruck bzw. in Großbellhofen die Abnahme des Bayerischen Jugendleistungsabzeichens für die Jugendgruppen im Landkreis Nürnberger Land statt.
Die Abnahmen waren aufgrund verschiedener Veranstaltungen aufgeteilt. Die erste Abnahme fand im Rahmen des 125-jährigen Bestehens der Feuerwehr Schwarzenbruck statt. Hierbei nahmen die Jugendgruppen aus Alfeld, Ellenbach, Engelthal, Enzendorf, Feucht, Ludersheim, Moosbach, Oberferrieden, Rummelsberg, Ungelstetten, Vorra und Winkelhaid mit insgesamt 65 Jugendlichen teil.
Die zweite Abnahme fand im Rahmen des 25-jährigen Bestehens der Jugenfeuerwehr Großbellhofen statt. An dieser Veranstaltung nahmen insgesamt 101 Teilnehmer von den Feuerwehren Altensittenbach, Großbellhofen, Happurg, Hedersdorf, Heuchling, Kersbach, Lauf a.d. Pegn., Neunhof, Rollhofen, Rückersdorf, Schnaittach, Schönberg, Speikern, Weigenhofen und Wetzendorf teil. Unter den 101 Teilnehmern war aber auch eine siebenköpfige Teilnehmergruppe aus Buchholz in der Nordheide extra aus Niedersachsen angereist.
Alle Teilnehmer konnten die Prüfung mit Erfolg ablegen. Drei Teilnehmer brachten die 11 Prüfungen sogar mit 0 Fehlern hinter sich. Dies waren Anna Wiczorek von der Feuerwehr Altensittenbach, Florian Caser aus Feucht, sowie Thomas Walter aus Ellenbach. Wir gratulieren allen Teilnehmern zu bestandenen Prüfung.
Folgend nun einige Bilder und grobe Erklärungen zu den einzelnen Übungen. Grundlage für die Abnahme des Bayerischen Jugendleistungsabzeichens bilden die Richtlinien zur Durchführung der Jugendleistungsprüfung für die Feuerwehren Bayerns. Neben den Übungen sind hier auch die Rahmenbedingungen, Umfang und Zweck der Leistungsprüfung, Tätigkeiten der Schiedsrichter und Zeitnehmer sowie die Teilnahmebedingungen beschrieben. An der Bayerischen Jugendleistungsprüfung können alle Feuerwehranwärter vom vollendeten 14. bis 18. Lebensjahr teilnehmen. Die persönliche Schutzausrüstung wie Helm, Jugend-Schutzanzug, Feuerwehrstiefel bzw. festes Schuhwerk und Feuerwehr-Schutzhandschuhe sind zu tragen. Der Hauptwert der Leistungsprüfung liegt vor allem in der vorbereitenden Ausbildung der Feuerwehranwärter. Ziel ist nicht das Anstreben einer Rekordzeit. Die Arbeit der Teilnehmer soll zwar schnell, aber auch geordnet und möglichst fehlerfrei ablaufen. Hierzu wird für jede Übung eine Sollzeit und eine Höchstzeit festgelegt. Wird die Sollzeit überschritten oder die Übung nicht fehlerfrei ausgeführt, wird der Teilnehmer mit Fehlerpunkten belegt. Wird die Höchstzeit überschritten, wird die jeweilige Übung selbst bei fehlerfreier Ausführung mit maximaler Fehlerpunktzahl bewertet. Die Leistungsprüfung ist bestanden, wenn nicht mehr als 35 Fehlerpunkte festgestellt werden. Insgesamt sind fünf Einzelübungen, fünf Truppübungen sowie eine theoretische Prüfung zu absolvieren.
Beschreibung der Einzelübungen Übung 1: Anlegen eines Mastwurfes
An einem Saugkorb, der an eine Tragkraftspritze oder an die Förderpumpe eines Löschfahrzeugs angekuppelt ist, muss ein Mastwurf angelegt werden. Die Teilnehmer stellt sich einem Meter von dem Saugkorb entfernt auf. Die Arbeitsleine im Leinenbeutel liegt vor ihm auf dem Boden. Auf das Kommando "Zur Übung fertig" beginnt der Teilnehmer mit dem Anlegen des Mastwurfes. Zum Abschluss der Übung tritt er wieder einen Meter in die Ausgangsstellung zurück. Bewertet wird, ob der Mastwurf fehlerfrei an der richtigen Stelle angelegt wurde und das freie Ende der Arbeitsleine mindestens 3 m lang ist. Sollzeit für die Übung:
10 Sekunden Übung 2: Befestigen
einer Fangleine
Bei dieser Übung muss der Feuerwehranwärter an einem C-Strahlrohr mit angekuppelten C-Rollschlauch eine Fangleine mit Mastwurf und Halbschlag befestigen. Als Hilfestellung wird die Schlauchleitung von einem zweiten Feuerwehranwärter hochgehalten. Sollzeit für die Übung:
20 Sekunden Übung 3: Anlegen eines Rettungsknotens
Auf das Kommando "Zur Übung fertig" muss der Feuerwehranwärter an einem Kameraden innerhalb von 40 Sekunden einen Rettungsknoten anlegen. Falsches oder zu lockeres Anlegen, Vergessen des Halbschlages zur Sicherung und Zeitüberschreitung führen zu Fehlerpunkten. Sollzeit für die Übung:
40 Sekunden Übung 4: Auswerfen eines doppelt gerollten C-Schlauches innerhalb eines seitlich begrenzten Feldes
Nach Kommando wirft der Teilnehmer von der Startlinie eines auf 8 x 2 Meter begrenzten Feldes einen doppelt gerollten C-Schlauch aus. Der Schlauch muss mindestens die 4-Meter-Markierung erreichen und die seitlichen Begrenzungslinien einhalten. Sollzeit für die Übung:
15 Sekunden Übung 5: Zielwurf mit Fangleine
Der Teilnehmer muss eine vor ihm liegende Fangleine im Leinenbeutel zwischen 2 Begrenzungspfosten hindurchwerfen, die in 7 Meter Abstand von der Startlinie aufgestellt sind. Das freie Ende der Fangleine ist dabei in der Hand zu behalten. Erreicht der Fangleinenbeutel die Pfosten nicht oder wurde er nicht zwischen ihnen hindurchgeworfen, ergeben sich Fehlerpunkte. Sollzeit für die Übung:
15 Sekunden Beschreibung der Truppübungen Übung 1: Kuppeln von 2 Saugschläuchen als Wassertrupp und Schlauchtrupp
Gemäß FwDV4 "Die Gruppe im Löscheinsatz" sollen durch den Wassertrupp mit Hilfestellung des Schlauchtrupps zwei Saugschläuche gekuppelt werden. Der Saugkorb ist an einem Saugschlauch bereits angekuppelt. Sicherungs- und Ventilleine brauchen bei dieser Übung nicht angelegt zu werden. Sollzeit für die Übung:
25 Sekunden Übung 2: Ankuppeln eines CM-Strahlrohrs an einem C-Schlauch
Bei dieser Übung soll von einem Trupp ein CM-Strahlrohr an einem C-Schlauch angekuppelt und mit entsprechender Schlauchreserve vorgenommen werden. Nicht ganz geschlossene Kupplungen, nicht geöffnetes CM-Strahlrohr und fehlende Schlauchreserve werden mit Fehlerpunkten bewertet. Sollzeit für die Übung:
15 Sekunden Übung 3: Zielspritzen mit der Kübelspritze
Der Trupp tritt vor der leeren Kübelspritze an. Neben der Kübelspritze steht ein Eimer Wasser mit 10 Liter Wasser bereit. Auf das Kommando "Zur Übung fertig" nimmt ein Teilnehmer den Schlauch mit DK-Strahlrohr aus der Halterung, tritt vor zur Grenzlinie und gibt das Kommando "Wasser marsch". Der zweite Teilnehmer hat inzwischen die Kübelspritze befüllt, hebt zur Bestätigung, dass er das "Wasser marsch" - Kommando verstanden hat eine Hand und fängt danach an zu pumpen. Ähnlich der Leistungsprüfung nach FwDV4 muss der erste Teilnehmer einen 3 Meter entfernten Eimer umspritzen. Sollzeit für die Übung:
30 Sekunden Übung 4: Erkennen und Zuordnen von wasserführenden Armaturen, Kupplungen und Zubehör
Aus einem Vorrat von 17 verschiedenen wasserführenden Geräten wählt der Schiedsrichter 8 beliebige Teile aus. Nach Kommando beginnt der Trupp, die Gegenstände gemäß der Einteilung nach Armaturen zur Wasserentnahme, Wasserfortleitung, Wasserabgabe, Kupplungen und Zubehör zu sortieren. Nicht sortierte oder falsch sortierte Teile ergeben Fehlerpunkte. Sollzeit für die Übung:
35 Sekunden Übung 5: Kuppeln einer 90 m langen C-Leitung
Auf dem Abnahmeplatz werden 6 C-Schläuche mit geöffneten Kupplungen hintereinander ausgelegt. Nach Kommando läuft der Trupp entlang der C-Leitung und schließt gemeinsam die offenen Kupplungen. Sollzeit für die Übung:
55 Sekunden Theoretische Prüfung
Nach Abschluss der praktischen Übungen der Leistungsprüfung wird die theoretische Prüfung durchgeführt. Hierbei müssen Testfragen beantwortet werden Sollzeit: 5 Minuten
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Created by Michael Brunner, Bernd Haslinger, Florian Krüger |