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Bereits seit letzter Woche steht der Gerätewagen Gefahrgut der Feuerwehr Altdorf in Bereitschaft für einen eventuellen Einsatz im Chemiepark Bitterfeld. Umso überraschender war am Samstag abend gegen 18.30 Uhr der Einsatzbefehl nach Pirna: Hier sollte am Wochenende innerhalb kürzerster Zeit ein Zeltlager für bis zu 3.000 Personen errichtet werden, deren Häuser, aufgrund der Hochwasser-Katastrophe, zur Zeit nicht bewohnbar sind bzw. restlos zerstört wurden. Treffpunkt war um 21.00 Uhr die Wache Süd der BF Nürnberg. Stellv. Kommandant Walter Schulz musste innerhalb von zwei Stunden sechs Kameraden einteilen, die bis Montag Nacht zur Verfügung stehen könnten. Zwischenzeitlich bereitete seine Frau eine Marschverpflegung für die Kameraden zu. Nach einer kurzen Vorbesprechung setzte sich, der aus 15 Fahrzeugen bestehende Konvoi, gegen 22.00 Uhr in Bewegung: Aufgabe der BF Nürnberg war es, für die Zeltstadt entsprechende Duschgelegenheiten zu errichten. Deshalb wurden Feuerwehren, die über das Sonderfahrzeug DEKON-P bzw. DMF verfügen, aus dem Umland von Nürnberg mit hinzugezogen. Insgesamt hatten die BF Nürnberg, FF Altdorf, FF Erlangen, FF Forchheim, FF Fürth, FF Weißenburg und das THW Nürnberg-Süd sechs Sätze Deko-Duschen im Gebäck. Nach einer Marschgeschwindigkeit mit 60 km/h kam der Tross gegen 5.00 Uhr morgens in Pirna an.
Dann hieß
es erst mal ausruhen und warten, was eine große Lagebesprechung
der Einsatzleitung ergab. Da es zum Zeitpunkt nicht klar war, wie viele
Personen das Zeltangebot in Anspruchnehmen würden, entschloss man
sich gegen Mittag, sämtliche Deko-Duschen aufzubauen. Mittlerweilen
trafen auch DEKON-P Fahrzeuge der Feuerwehren aus Bayreuth, Coburg,
Görlitz, Kulmbach, der Landesfeuerwehrschule Sachsen und der Bundeswehr
ein. Letztendlich konnten bis zum frühen Abend zwölf Duschstationen
mit jeweils acht Duschplätzen und einen beheizbaren Aufenthaltszelt
in Probebetrieb genommen werden. In wieweit, die
Zeltstadt tatsächlich noch benötigt wird, (die Rede war inoffiziell
von 2 - 3 Tagen bis zu 3 Monaten) stellt sich in den nächsten Tagen
heraus. |
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Created by Michael Brunner, Bernd Haslinger, Florian Krüger |