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Atemschutzübung im Krankenhaus Rummelsberg 30.01.2005

 

RUMMELSBERG - Am Freitag, 21. Januar 2005 fand in den Versorgungsgängen der Orthopädischen Klinik des Krankenhauses Rummelsberg (Wichernhaus) eine Einsatzübung statt. Schwerpunkt der Übung war das systematische Absuchen großer Räume durch die Atemschutztrupps nach vermissten Personen.

Als Schadenslage wurde ein Brand in den Versorgungsgängen im weit verzweigten 1. Untergeschoss angenommen, durch den es zu starker Rauchentwicklung kam. Mehrere Personen, dargestellt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, galten als vermisst.

Dazu wurden gegen 18 Uhr die Wehren aus Rummelsberg, Schwarzenbruck, Altenthann, Pfeifferhütte, Feucht, Moosbach, Altdorf, Röthenbach bei Altdorf und Winkelhaid alarmiert. Die Versorgung der "Verletzten" übernahmen Mitglieder des Roten Kreuzes aus Feucht und Altdorf, die Wasserwacht Feucht, die SEG Winkelhaid und Mitglieder der Notarztgemeinschaft Feucht-Altdorf.

Die Versorgungsgänge im Untergeschoss des Krankenhauses sind stark verwinkelt. Eine Orientierung ist schwer möglich. Außerdem werden dort große Mengen an Krankenhauseinrichtungen abgestellt. Auf Grund der Größe des Objekts und der Vielzahl der Helfer vor Ort entschied man sich, die Einsatzstelle in zwei Abschnitte zu unterteilen: Die Suche und der Zugang erfolgte durch zwei Einstiege im Westen und Osten des Gebäudes.

Allein im ersten Abschnitt waren 18 Atemschutztrupps der Feuerwehren Rummelsberg, Altdorf, Röthenbach bei Altdorf, Moosbach, Feucht, Pfeifferhütte und Winkelhaid eingesetzt, die durch einen Schacht in die Technikräume des 1. Untergeschosses vordrangen. Den Abschnitt 2 deckten hauptsächlich die Feuerwehren Schwarzenbruck, Feucht und Altenthann ab.

Bei der Übung wurde das Absuchen der großen und verzweigten Fläche mit Hilfe einer Führungsleine geprobt. Der erste Trupp zieht die (blaue) Führungsleine quer durch die zu durchsuchende Fläche. Nachfolgende Trupps haken sich an der Leine bei ihrer Suche ein. An der Abzweigstelle erstellt der Trupp eine seiner Truppnummer entsprechende Anzahl Knoten. Dadurch ist ein hilferufender Trupp schnell auffindbar. Die bereits durchsuchten Räume wurden an den Türgriffen gekennzeichnet. Bei einem Abzweig wird in die Führungsleine eine Schlaufe geknotet, an die sich der Trupp mit seiner eigenen Leine einhaken kann.

In den engen und verwinkelten Räumen war die Rettung der Vermissten nicht einfach. Die geretteten Personen mussten über die steile Treppe des Einstiegs ins Freie gebracht werden. Teilweise wurde hierzu ein Seilzug eingesetzt, ohne den die Rettung über die steile Treppe fast nicht möglich war. Die verletzten Personen wurden anschließend den BRK übergeben. Auch für Schaulustige und Störenfriede war im Vorfeld gesorgt worden, was den "Einsatz" noch realistischer wirken ließ.

Ein Problem war mancherorts die Kommunikation zwischen den Atemschutztrupps und ihren jeweiligen Gruppenführern über 2m-Handsprechfunkgeräte. Dies lag zum Teil an den baulichen Gegebenheiten des Krankenhauses, durch dessen Stahlbetonbauweise der Sprechfunk bekannterweise beeinträchtigt wird. Der Kreisfernmeldemeister KBI Schneider, der ebenfalls an der Übung anwesend war, zeigte jedoch auf, wie durch den richtigen Einsatz der vorhandenen Gerätschaften auch hier eine Verbesserung erzielt werden kann.

Nach ca. zwei Stunden waren alle Räume durchsucht und alle Vermissten gerettet. In einer kurzen anschließenden Ansprache im Foyer des Krankenhauses dankte KBI Peter Schlerf allen beteiligten Einsatzkräften, die zu jeder Zeit gut kooperiert haben. Er bat, die Übung in den Wehren zu diskutieren, um in einer ausführlichen Nachbesprechung alle Für und Wider erfassen zu können. Der Kommandant der örtlichen Wehr, Jürgen Hopf, dankte zudem noch der Leitung des Krankenhauses und der "Rummelsberger", die diese Übung nicht nur möglich machten, sondern auch in allen Aspekten unterstützten.

Berichtinfos: FF Rummelsberg, FF Schwarzenbruck, KFV Online
Bilder: FF Rummelsberg, FF Schwarzenbruck, KBM Kölbl

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