Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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Schwerer VU mit umgestürztem Lkw 17.08.2007

FEUCHT (DB3) - Zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem eingeklemmten LKW-Fahrer wurde die Freiwillige Feuerwehr Markt Feucht am Morgen des 16.08.2007 gegen 08.50 Uhr alarmiert.

Wieder einmal war in der engen Kreisrampe am Autobahndreieck Feucht in Richtung Berlin ein LKW nach links von der Fahrbahn abgekommen und umgestürzt. Aufgrund der unklaren Lage wurde vom Einsatzleiter aus Feucht die Feuerwehr Moosbach zur Unterstützung hinzualarmiert.

Beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte an der Einsatzstelle war der Rettungsdienst noch nicht vor Ort. Daher übernahmen Sanitäter der FF Feucht die Versorgung des noch immer in seinem Führerhaus eingeklemmten Fahrers. Da die Zugmaschine des Gliederzugs direkt auf dem Dach lag und sich in den weichen Untergrund eingegraben hatte, wurde die BF Nürnberg mit dem Kranwagen angefordert. Nach dessen Eintreffen konnte das Führerhaus angehoben werden, um einen besseren Zugang zum Fahrer zu erhalten, von dem nur noch der Kopf und Teile des Oberkörpers zu sehen waren. Vor allem die Füße waren in der völlig zerstörten Kabine eingeklemmt.

 
     
 

Zuerst wurde die Beifahrertür heraus geschnitten. Die Lenksäule konnte nur durch Einsatz eines Spreizers mit Kettenzug entfernt werden. Anschließend wurde mit mehreren Rettungszylindern das Führerhaus auseinandergedrückt. Um ein dabei auftretendes Verwinden der Kabine zu minimieren, wurde mit Rüsthölzern und Baustützen gesichert. Ein Drehen der Kabine durch das Anheben mit dem Kran wurde durch den Einsatz von zwei Mehrzweckzügen verhindert.
Durch die ungünstige Lage des Fahrers mussten die Einsatzkräfte teilweise auf dem Rücken liegend über Kopf arbeiten. Einsetzender schauerartiger Regen erschwerte die Arbeit zusätzlich.
Da jede Tätigkeit die Stabilität des Führerhauses gefährden konnte, musste sehr vorsichtig und konzentriert vorgegangen werden.

 

Nach knapp eineinhalb Stunden konnte der Patient schließlich befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Wie durch ein Wunder wurde er nur leicht verletzt.

Nach Rücksprache mit dem Bergungsunternehmen wurde der Tank des LKW umgepumpt.

Die Ladung des Gliederzugs bestand aus 10 Tonnen pulverförmigem Filtermaterial. Die Bergung übernahm das THW Lauf. Für die Dauer der Arbeiten war die Auffahrt zur A9 über mehrere Stunden komplett gesperrt.

Auch bei diesem Einsatz bewährte sich wieder einmal die umkomplizierte und gelungene Zusammenarbeit aller an der Rettung beteiligten Kräfte.

Eingesetzte Kräfte:

FF Feucht mit Kdow, LF 16, RW, TLF 16 + P250, LKW + VSA
FF Moosbach mit LF 16, LF 8
BF Nürnberg mit ELW, 2 Kdow, 2 LF, RW, KW, DLK, GW
Rettungsdienst mit NEF, 2 RTW, ELRD
VPI Feucht mit mehreren Streifenwagen
THW Lauf
Autobahnmeisterei
Bergungsunternehmen

Bericht und Fotos: FF Feucht

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