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Zwei Brände bei den Rummelsberger Anstalten in Altdorf 09.04.2008

ALTDORF (DB3) -Gleich zweimal musste die FF Altdorf am Sonntagabend, den 06.04.2008 zu den Gebäuden der Rummelsberger Anstalten in der Prof.-Franz-Becker-Str. in Altdorf ausrücken.

Um Punkt 20.30 Uhr ging bei der Altdorfer Feuerwehr der erste Alarm ein: In einem Schuppen vor dem Haus 7 der Rummelsberger Anstalten in der Professor-Franz-Becker-Straße würden Flammen aus Müllcontainern schlagen, teilten Passanten telefonisch der Leitstelle Nürnberg mit, die daraufhin die Feuerwehr Altdorf verständigte.

 

Der Brand konnte mit Hilfe der beiden Schnellangriffe aus dem LF 16/12 und dem TLF 16/24 schnell unter Kontrolle gebracht werden. Der entstandene Schaden wird auf rund 10.000,-- Euro geschätzt.

 

Etwa drei Stunden später, gegen 23.37 Uhr, wurden wiederum die Einsatzkräfte der FF Altdorf in die Prof.-Franz-Becker-Str. alarmiert. Diesmal wieder zu Haus 7, wo laut Alarmmeldung durch die Bewohner eine starke Rauchentwicklung festgestellt wurde.

Sofort nach Eintreffen der ersten Einheiten gingen Atemschutztrupps zur Erkundung in den 1. Stock des Gebäudes vor und fanden schließlich die Ursache: in einer Wäschekammer wurden gelagerte Gegenstände und Wäsche in Brand gesteckt. Funktionierende Sicherheitssysteme innerhalb des Gebäudes und die umsichtige Reaktion der Mitarbeiter der Rummelsberger Anstalten sorgten dafür, dass niemand zu Schaden kam. Gleichwohl wurden drei Personen vorsorglich vom Roten Kreuz betreut, da Verdacht auf Rauchvergiftung bestand.

Die eingesetzten Trupps der Feuerwehr brachten die brennenden Materialien zum Löschen ins Freie und verhinderten damit, dass innerhalb des Gebäudes Schäden durch den Einsatz von Löschwasser entstanden. Das Geschoss wurde mittels Überdrucklüfter großzügig belüftet.
Volker Deeg, Leiter des Altdorfer Wichernhauses, beziffert den entstandenen Gesamtschaden auf rund 14.000 Euro. Hätte die Feuerwehr im Gebäudeinneren mit Wasser löschen müssen, wären ganz andere Summen zusammen gekommen.

Großes Lob hatte Deeg für die Zusammenarbeit von Rettungskräften, Feuerwehr, Polizei und vor allem der Mitarbeiter des Wichernhauses parat. "Das hat ganz hervorragend geklappt", so Deeg.

Jetzt hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen, die im Bereich der betroffenen Gebäude am Sonntagabend gegen 20.40 Uhr auf dem Gehsteig der Professor-Franz-Becker-Straße spazieren gingen. Offenbar hatte ein Unbekannter am vergangenen Sonntagabend im Wichernhaus zweimal gezündelt. Da nicht auszuschließen ist, dass es sich bei dem Unbekannten um einen Bewohner des Gebäudetrakts handelt, ist man im Wichernhaus nach dem Vorfall besonders vorsichtig. "Wir haben bereits Maßnahmen ergriffen", betont Deeg, der dazu jedoch keine Details nennen mag.
Eine achtköpfige Wohngruppe im Alter von 12 bis 18 Jahren musste für die Nacht von Sonntag auf Montag in einem anderen Gebäude untergebracht werden.


Eingesetzte Kräfte:

KBI Peter Schlerf
FF Altdorf 120/11/1, 120/21/1, 120/30/1, 120/40/1, 120/40/2
Rettungsdienst ELRD, NEF, 3 RTW
Polizei und Kriminalpolizei


Fotos und Bericht: Der Bote, FF Altdorf

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