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Geocaching
fordert Höhleneinsatz
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28.06.2010 |
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KÖNIGSTEIN (Lkr. AS) - Am Samstag den 26.06. löste ein US-Amerikaner,
der mit seinen Kameraden in der Höhle Breitensteiner Bäuerin
nähe Königstein einen Geocache suchte gegen 18:00 einen Höhlenrettungseinsatz
aus.
Die dreiköpfige Gruppe war bereits vormittags gegen 09:00 in die
Schachthöhle eingestiegen. Dort befindet sich laut den entsprechenden
Internetseiten ein Cache.
Dieser wurde von dem abgestiegenen Kameraden auch tatsächlich im
zweiten, ca. 25m tiefen Schacht gefunden.
Aufgrund unzureichender Ausrüstung war es ihm aber nicht gelungen
diesen Schacht wieder selbstständig aufzufahren. Nach stundenlangen
vergeblichen Versuchen wurden schließlich von seinen im Eingangsbereich
verbliebenen Begleitern die Bergwacht und die Ortsfeuerwehr alarmiert.
Gegen 18:00 folgten weitere Alarmierungen von Höhlenspezialisten
der Höhlenrettung aus Bamberg, Forchheim, Fürth, Lauf und
Nürnberg sowie der Höhlengruppe der Feuerwehr Hersbruck.
Der Einsatzleiter Höhlenrettung wurde per Hubschrauber aus Bamberg
eingeflogen.
Die in Osternohe diensthabenden, für Höhlenrettung ausgebildeten
Bergwachtler aus Lauf waren von dort sofort Richtung Königstein
aufgebrochen. Kurz darauf traf die Höhlengruppe der FF Hersbruck
sowie erste Kräfte der Höhlenrettung Bamberg ein.
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Aufgrund der Lageerkundung
vor Ort ergab sich den ersteintreffenden Einsatzkräften der Höhlenspezialisten
folgende Lage.
Ein US Amerikaner befindet sich unverletzt, leicht unterkühlt am
Fuß der Höhle.
Der erstgemeldete Absturzunfall bestätigte sich Gott sei Dank nicht.
Ein Kollege der Bergwacht befindet sich beim Patient. Der Trupp aus
Osternohe ist bereits am Einstieg des zweiten Schachtes und hat Rufkontakt.
Für die Retter galt Akut eine Auskühlung zu verhindern.
Die Kräfte der Höhlengruppe FF Hersbruck, in derer Gruppe
sich auch ein Notarzt befindet, nahmen nach Rücksprache mit dem
Bergwachteinsatzleiter den Einbau der beiden Statikseile für den
Einstiegsschacht und den inneren Schacht vor.
Ein Dreiertrupp der Hersbrucker Feuerwehr bestehend aus Höhlenretter,
Rettungssanitäter und Notarzt stiegen zum Patienten ab.
Es wurden verschiedene Einsatzabschnitte gebildet. Kommunikationstechnik
wurde eingebaut. Weitere Retter der Höhlenrettung Nordbayern stiegen
ein.
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Auf 44m Tiefe, am
Patienten angekommen, konnte NA Dr. Lammert Entwarnung geben.
Der Patient ist soweit wohlauf, lediglich leicht unterkühlt. Mit
Wärmepacks war aber auch dies schnell erledigt. Nach Rücksprache
mit dem inzwischen ebenfalls am Patienten angekommenen Höhlenretter
aus Bamberg entscheid man sich den Patienten mit Hilfe von adäquater
Ausrüstung, an einem weiteren Seil begleitet auffahren zu lassen.
Um den Patienten notfalls auch hochziehen zu können, wurde an diesem
Seil sicherheitshalber noch ein Flaschenzug sowie die Redundanzsicherung
eingebaut,
Er schaffte es in Begleitung aus eigenen Kräften den langen Schacht
aufzufahren. Am Einstiegsschacht angekommen wurde er hier durch die
eingebaute Seiltechnik der Höhlenrettung Bamberg dann von den Einsatzkräften
nach oben gerettet.
Wohlauf und sichtlich
erleichtert wurde er gegen 21:07 vom BRK und seinen Freunden dort in
Empfang genommen. Sein Kommentar als er die Rettungskräfte sah,
"Oh my God".
Das BRK sorgte außerdem während des mehrstündigen Einsatzes
für heiße Getränke und Brotzeit.
Äußerst vorbildlich, so der EL Bergwacht und der EL Höhlenrettung,
war die professionelle Disziplin und Kommunikation an der Einsatzstelle.
Zum Abschluss wurde als einziger Kritikpunkt in der Einsatzbachbesprechung
vor Ort, die scheinbar unzähligen Stechmücken an der Einsatzstelle
bemängelt. Ein Schlusswort, welches die Atmosphäre während
des gesamten Einsatzes widerspiegelte, professionelles aber dennoch
lockeres Miteinander.
Gegen 23:00 rückten die Höhlenretter aus Bamberg, Forchheim,
Fürth, Lauf undNürnberg sowie Mitglieder der Höhlengruppe
der Feuerwehr Hersbruck, die Mitglieder der Bergwacht-Bereitschaften
Amberg und Sulzbach, sowie die Feuerwehr Königstein und die Polizei
von der Einsatzstelle ab.
Wie wichtig hier
gemeinsame Übungen sind hat sich ebenfalls bestätigt. Erst
vor wenigen Wochen wurde von den Höhlenrettern der Bergwacht Lauf
und der Höhlengruppe der FF Hersbruck eine Seiltechnikübung
in der Breitensteiner Bäuerin abgehalten.
Anwesende Kräfte
KBR Iberer(AS), KBI Deiml (AS), KBI Herrmann (LAU),
FF Königstein(AS)
Höhlengruppe FF Hersbruck (Lau )
EL Bergwacht
Höhlenrettung Nordbayern
Bergwacht Lauf
Bergwacht Amberg
Bergwacht Sulzbach
Rettungsdienst
BRK-Bereitschaft
Polizei
Bericht und Fotos:
FF Hersbruck |