Absturzsicherungslehrgang im DB 1

Neuhaus a.d. Pegnitz (DB 1) - In den vergangenen Wochen fand in Neuhaus a.d. Pegnitz ein Lehrgang für das Modul Absturzsicherung statt. Unter der Leitung von Fachbereichsleiter Gerd Rupprecht und KBM Thomas Loos wurden Teilnehmer aus den Feuerwehren Hartenstein, Neuhaus, Reichenschwand, Hersbruck und Happurg erfolgreich ausgebildet.

Im Lehrgang wurden vor allem folgende Sachkenntnisse vermittelt:
•    Material und Gerätekunde
•    Knotenkunde und Festpunkte
•    Arbeiten auf Dächern
•    Waagerechter und Senkrechter Vorstieg in absturzgefährdeten Bereichen
•    Durchführung von Sicherungstätigkeiten in absturzgefährdeten Bereichen

Das Besondere an diesem Lehrgang war, dass auch zeitgleich alle zukünftigen Ausbilder für den Ausbildungsbereich Absturzsicherung  im DB 1 mit teilgenommen hatten (Th. Werthner – Altensittenbach, Michael Scharbert – Hersbruck und Stefan Bauer – Hartmannshof). Gemeinsames Ziel war es die Ausbildungsinhalte für die nächsten Lehrgänge zu optimieren, zu ergänzen und möglichst realitätsnah zu gestalten.
Die gemeinsame Zusammenarbeit wird auch bereits über unsere drei Dienstbezirke hinweg praktiziert. Bereits vor einigen Wochen gab es ein Treffen mit KBI Philipp Wolshöfer, den  Fachbereichsleitern und den Ausbildungs KBM`s aus dem Landkreis, um eine gemeinsame Basis für die Ausbildungsinhalte „Absturzsicherung“ zu erarbeiten.
Das Highlight der Ausbildung war für alle Teilnehmer sicherlich der Prüfungstag. Nach der theoretischen Prüfung stand den Teilnehmern als Übungsgelände für die Abschlussprüfung nämlich das Werksgelände der Firma Kaiser Bräu zur Verfügung. Eine in einer Außenleiter verletze Person (Übungspuppe), musste von den Teilnehmern gerettet und über das Treppenauge des Turms (Höhe ca. 25m) mittels Schleifkorbtrage nach unten verbracht werden. Die Feuerwehrler mussten die Aufgabe ohne besondere Hinweise der Ausbilder lösen. Zunächst galt es sich selbst zu organisieren und einzuteilen. Aufgrund des plötzlichen Wintereinbruchs mussten auch UVV Belange besonders berücksichtigt werden.
Nach Einteilung der Teams und Aufgabenbereiche durch den Gruppenführer wurde die „Rettungspuppe“ mittels Rettungswindel nach oben verbracht. Die Teilnehmer zeigten sich bei diesem Prüfungsabschnitt besonders erfinderisch. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln aus den Absturzsicherunssätzen bauten diese nämlich einen provisorischen „Flaschenzug“ auf, um so die Rettungspuppe mit wenig Kraftaufwand nach oben zu bringen. Dies gab von den Prüfern zusätzliche Pluspunkte für alle Teilnehmer!
Auch das verbringen der verletzten Person mittels Schleifkorbtrage durch das Treppenauge über eine Höhe von 25m wurde von der Gruppe mit Bravour gelöst. KBI Thorsten Brunner war am Prüfungstag mit anwesend und beglückwünschte die Teilnehmer zur bestandenen Prüfung. Er dankte auch allen Ausbildern für Ihr Engagement bei der Organisation und Durchführung des Lehrgangs.

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