Atemschutzgeräteträger zum CSA-Träger ausgebildet

|   Ausbildungsveranstaltungen, Lehrgänge, Großübungen

DB 3 - An drei Terminen mit insgesamt neun Teilnehmer/innen der Freiwilligen Feuerwehren Altdorf und Feucht wurden die Grundlagen und Gefahren zum Einsatz eines solchen Anzuges geschult.

Was ist ein CSA und wann setzt man ihn ein? Darum ging es am ersten Abendtermin. Hier wurde von den Ausbildern der FF Altdorf die Einteilung der verschiedenen Schutzklassen in der Theorie, sowie das Anlegen eines Anzuges gezeigt. Ein CSA kommt, wie der Name schon sagt, bei chemischen Gefahren zum Einsatz. Dies kann in verschiedenen Formen auftreten. Ob fest, flüssig oder gasförmig, bietet dieser "Gummianzug" einen besonderen Schutz. Auch kurzzeitiger Hitzeeinwirkungen oder extremer Kälte hält dieser Stand. Das Einsatzgebiet ist nicht nur in Industrieanlagen. Auch auf Autobahnen und im Schienenverkehr kann es durch verunfallte Gefahrgutlaster oder -kesselwagen zu Einsätzen kommen.

Am zweiten Abend ging es um den Umgang mit verschiedenen Messinstrumenten, die der CSA-Träger einsetzen kann und es gab einen Überblick über die Beladung des "Abrollbehälter Gefahrgut" der Feuerwehr Altdorf. Hier sind diverse Pumpen, Auffangbehälter und Abdichtmittel verladen. Es stand auch die erste Gewöhnungsübung auf dem Plan. Als Träger des Anzuges muss man bereits eine Atemschutzausbildung absolviert haben. Im Anzug kommt es zu weiteren Belastungen z.B. Hitzestau, schlechte Kommunikation, ein noch eingeschränkteres Sichtfeld und es ist nicht ohne Weiteres möglich, sich selbst aus dem Anzug zu befreien. Bei einer kleinen Nachtwanderung und kurzen Sporteinlagen konnte man sich auf die Umstände einstellen.

Am Abschlusssamstag wurden zwei verschiedene Szenarien, sowie der Aufbau des Dekontaminationsplatzes beübt. Als Erstes mussten die Teilnehmer in einer völlig verrauchten Halle eine Leckage an einem Kessel abdichten und eine Person aus einer Grube retten. Auch die Dekontaminationsdusche musste hier durchlaufen werden.

In der zweiten Einsatzübung ging es um die Rettung einer Person in einem verunfallten PKW, der mit einem Tanklastzug und einem Planen-LKW zusammengestoßen war.

Am Ende konnten alle Teilnehmer aus den Händen von Kreisbrandmeister Christian Lankes ihre Zeugnisse entgegennehmen. Sein besonderer Dank galt dem gesamten Ausbilderteam mit Markus Zaretzky und Marcus Dose von der Feuerwehr Altdorf an der Spitze, allen Helfern, die v.a. bei den Abschlussübungen aktiv dabei waren und natürlich auch der Feuerwehr Altdorf für die Bereitstellung des Gerätehauses und der Spezialausrüstung.

Mit einem gemütlichen gemeinsamen Abschlussessen endete der Lehrgang.

Vielen Dank an die Ausbilder und den Mitwirkenden für den tollen Unterricht und die Unterstützung bei den Einsatzübungen.

Zurück