Bayerische Jugendleistungsprüfung in Schnaittach abgenommen

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Schnaittach (DB2) - Über 100 Jungen und Mädchen nahmen mit Erfolg an der Bayerischen Jugendleistungsprüfung der Feuerwehr in Schnaittach teil.

Die Bayerische Jugendleistungsprüfung der Feuerwehren im Landkreis Nürnberger Land fand am 14. September 2019 anlässlich der 150-Jahr-Feier der Schnaittacher Wehr rund um das Festgelände am Bürgerweiher statt. Über 100 Teilnehmer im Alter von 14 bis 18 Jahren aus 28 Jugendgruppen nahmen erfolgreich an der Prüfung teil. Kreisjugendwart Thorsten Brunner begrüßte alle Teilnehmer und Gäste zu dieser nur alle zwei Jahre stattfindenden Leistungsprüfung. Anschließend begaben sich die Mädchen und Jungs auf die Strecke. Insgesamt musste an zehn Stationen praktische Leistung gezeigt werden.

 

Die Hälfte davon war im Zusammenwirken mit einem Kameraden oder einer Kameradin zu bewerkstelligen. Im Team, das bei der Feuerwehr Trupp genannt wird, galt es für den Feuerwehrnachwuchs beispielsweise eine 90 Meter lange Schlauchleitung mit Kupplungen zu verbinden. Zwei Helfer rannten auf Kommando des Wertungsrichters los und mussten dabei sechs je 15 Meter lange Löschschläuche verbinden. Die Aufgabe galt als gelöst, wenn innerhalb von 55 Sekunden beide Teilnehmer die fünf Verbindungen ordentlich verschlossen hatten und am Ende der Leitung angekommen waren. Grundsätzlich wird mit gleichen Maßstäben gemessen – egal ob Mädchen oder Jungs, die Vorgaben sind für alle gleich. Tamara Loos, die Jugendleiterin der Altensittenbacher Wehr, war sehr zufrieden mit ihrer Jugendgruppe. Für viele Jugendliche stellte diese Aufgabe die anstrengendste Prüfung dar. Die theoretische Prüfung hingegen befanden die meisten Prüflinge eher als einfach. Hochmotiviert zogen die einzelnen Gruppen von Station zu Station, jeder wollte sein Bestes geben. Alle Teilnehmer hatten sich gründlich vorbereitet und wussten, was auf sie zukommt. So auch die gemischte Gruppe aus Großbellhofen. Hanna, Joy und Lara wurden von David unterstützt. Hanna glaubte, dass das Zielwerfen mit dem Leinenbeutel, das schon bei der Vorbereitung der Prüfung manchmal ein Problem darstellte, eine schwierige Aufgabe sein könnte, die manchen Teilnehmern Minuspunkte einbringen könnte. Aber unter Prüfungsbedingungen zeigten die Mädchen, was sie können.

 

Matthias Holfelder, einer der Schiedsrichter an der Station, an der ein Strahlrohr eingebunden werden musste, hatte hingegen etwas Bedenken, dass mit Seilsicherungen Probleme auftreten könnten. Einen Mastwurf mit einem Seil legen zu können ist eine wichtige Tätigkeit im Feuerwehrwesen und dient auch der eigenen Sicherheit. Und tatsächlich hatte der eine oder andere Feuerwehranwärter in der Aufregung und dem zeitlichen Prüfungsdruck leichte Schwächen bei der Erstellung von Seilsicherungen. Gleich daneben war eine Station, bei der ein Mastwurf als Einzelübung um einen Sauganschluss gelegt werden musste. Bei zehn Sekunden lag die Zeitvorgabe, die der Laufer Kommandant Oliver Heinecke als Schiedsrichter beachten musste. Martin Decker, der als Kommandant der Osternoher Wehr bei vielen Einsätzen praktische Erfahrung sammelte, prüfte das Kuppeln von zwei dicken Saugschläuchen. Weitere Stationen mit Aufgaben wie beispielsweise das Auswerfen eines gerollten Feuerwehrschlauches wurden geprüft. Um bei über 100 Teilnehmern innerhalb kurzer Zeit die Prüfung abnehmen zu können, wurden die einzelnen Stationen in dreifacher Ausführung aufgebaut. Dadurch gab es bei den Feuerwehraspiranten keine unnötigen Wartezeiten.

 

Die Teilnahme wurde durch den Jugendbeauftragten, Kreisbrandmeister Armin Steinbauer, in das Dienstbuch eingetragen. Verlierer gab es nicht, alle hatten am Ende die Prüfungen bestanden. Dazu gratulierte auch der stellvertretende Landrat Norbert Reh zusammen mit dem Kreisbrandrat Norbert Thiel und Bürgermeister Frank Pitterlein. Stolz nahmen die jungen Feuerwehranwärter im Anschluss das Leistungsabzeichen aus deren Händen entgegen.

 

Bericht: Udo Schuster (PZ)

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