Coronavirus beschränkt Feuerwehrdienst auf Einsätze

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt auch die Feuerwehren im gesamten Land vor eine besondere Herausforderung. Zur Bewältigung der Krise wurde in Bayern der Katastrophenfall ausgerufen. Trotz der Situation und der Einschränkungen, die auch die Freiwilligen Einsatzkräfte in ihrem privaten Umfeld betreffen, muss der Einsatzbetrieb sichergestellt werden. Für die Feuerwehren ergeben sich viele Fragen, sei es zu Schutz- und Hygienemaßnahmen, Verhalten im Einsatz, oder auch der Organisation des Dienstbetriebes.

Handlungsempfehlungen und Antworten auf einige Fragestellungen wurden in den letzten Tagen bereits über den regulären Dienstweg an die Kommandanten verschickt. Oberstes Ziel hieraus ist natürlich die Gesundheit der Einsatzkräfte, aber auch die Sicherstellung und Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit einer Wehr. Sämtliche anderen Aktivitäten, die nicht in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Einsatzdienst stehen, sind auf Notwendigkeit zu prüfen und möglichst abzusagen. Dazu gehören u.a. Dienstversammlungen, Ausbildungsveranstaltungen und auch der Übungsbetrieb. In Feuerwehrgerätehäusern soll nur noch der Einsatzdienst stattfinden. Sonstige Veranstaltungen z.B. von Feuerwehrvereinen sind durch die nun geltende Allgemeinverfügung  ohnehin untersagt. Ausbildungen sind sowohl auf Landesebene (Feuerwehrschulen) als auch im Landkreis (z.B. MTA Ausbildungen) ebenfalls abgesagt.

An Einsatzstellen sind derzeit umso mehr die Hygienegrundsätze zu beachten, wobei grundsätzlich das Infektionsrisiko bei normalen Einsätzen nicht höher ist. Hinweise zu besonderen Schutzmaßnahmen sind dem Schreiben an die Kommandanten zu entnehmen. Hierbei wird auch auf das Merkblatt des DGUV verwiesen (siehe Link unten).

Derzeit findet auch täglich ein Austausch der Kreisbrandinspektion mit dem Landratsamt statt, bei dem auf die Entwicklung der Lage reagiert und die weitergehenden Maßnahmen und Empfehlungen besprochen werden. Die Kommunikation zu den Feuerwehren erfolgt auch hier wieder über den Dienstweg an die Kommandanten und Gemeinden.  Ansprechpartner für die Feuerwehren sind sowohl die Kreisbrandinspektion als auch die Gemeinden als Träger.

Der in Bayern ausgerufene Katastrophenfall dient primär dazu, die erforderlichen Maßnahmen Behörden- und Organisationsübergreifend zentral zu koordinieren und durchsetzen zu können. Die Organisation auf Landkreisebene liegt bei den Landrats- und Gesundheitsämtern. Eine Einbindung der Feuerwehren vor Ort in den Katastrophenfall ist derzeit noch nicht gegeben und hängt von der weiteren Entwicklung der Lage ab.

Wir wünschen allen Einsatzkräften, hoffentlich gesund zu bleiben und trotz der Einschränkungen im privaten Umfeld weiterhin motiviert ihren Feuerwehrdienst zu leisten.

Merkblatt des DGUV BFHB-016 „Hinweise für Einsatzkräfte zum Umgang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2“ (17.3.2020, PDF)
mit wichtigen Informationen für Atemschutzgeräteträger

Information des LFV Bayern (Link)

Hygienemaßnahmen für nicht-medizinische Einsatzkräfte (PDF)

Information des Feuerwehrarztes (10.3.2020) (PDF)

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