Erfolgreiches Jahr 2018 der UG-ÖEL Nürnberger Land

NBG-LAND – Auch dieses Jahr fand im Januar der Jahresabschluss der UG-ÖEL Nürnberger Land in Rockenbrunn statt. Roland Eckstein, Leiter der UG-ÖEL, konnte zu Beginn der Veranstaltung den Landrat des Landkreises Nürnberger Land, Armin Kroder, Jürgen Thoma und Marcus Unterburger vom Landratsamt Nürnberger Land, Kreisbrandrat Norbert Thiel, Kreisbrandinspektor Holger Herrmann, Bernd Müller und Sebastian Gebhardt als Vertreter des THW im Landkreis Nürnberger Land, Gerhard Wieland vom BRK Nürnberger Land, Walter Ebersberger als Vertreter der Bundeswehr, sowie die Mitglieder aus den eigenen Reihen begrüßen.

Roland Eckstein konnte auf ein erfolgreiches und vor allem arbeitsreiches Jahr zurückblicken. So trat der bisherige Fachgruppenleiter der Lagekarte, Martin Mika, von seinem Amt zurück. Nachdem das Fachgebiet durch Klaus Elm übernommen wurde, konnte Josef Mitsch als neuer Fachgruppenleiter für den Bereich Dokumentation gewonnen werden.

Zum Ende des Jahres wurde ein lang geplantes Konzept zur Führungsunterstützung im Landkreis umgesetzt. So konnte die IuK (Informations- und Kommunikations)-Einheit Nürnberger Land in die Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) integriert werden. Ziel ist es die vorhandene Einsatzleitung bei Feuerwehreinsätzen der Führungsstufe C und dem Übergang von B auf C mit Tagebuch, Fotodokumentation, kleiner Lagekarte und Digitalfunk mit Staffelstärke zu unterstützen. Die Anpassung der Alarmstichworte sowie die Hinterlegung der Daten bei der Integrierten Leitstelle (ILS) erfolgte bereits Anfang Januar.

Neben vielen Übungen mit verschiedenen Fachgruppen, nahmen die Kameraden der UG-ÖEL auch an der Landkreisübung im Oktober bei der Firma Excella sowie an der Fahrt des Hilfeleistungskontingents teil. Letztere Übung erwies sich als besonders effektiv als kurz darauf im Januar dieses Jahres das Hilfeleistungskontingent des Landkreises Nürnberger Land zur Unterstützung der Kameraden aus Berchtesgaden zur Bewältigung der Schneekatastrophe angefordert wurde. Hier unterstützten die Kameraden der UG-ÖEL zusammen mit der Kreisbrandinspektion die Vorbereitung sowie den Einsatz in Berchtesgaden.

Die Zahlen rund um die UG-ÖEL Nürnberger Land sprechen ebenfalls für sich. Zum Jahresende zählen 29 aktive Kameraden aus den verschiedenen Feuerwehren des Landkreises zur Einheit. Nur so konnten über 1000 Stunden ehrenamtliche Arbeit an über 60 Terminen geleistet werden. Tanja Ziegler und Olaf Müllenschläder konnten durch Kreisbrandrat Norbert Thiel und den Leiter der UG-ÖEL, Roland Eckstein, nach intensiver Ausbildung und Teilnahme an verschiedenen Übungen und Veranstaltungen in den aktiven Dienst übernommen werden.

Landrat Armin Kroder bedankte sich bei den Kameraden der UG-ÖEL für die Ausübung dieser ehrenamtlichen Tätigkeit zusätzlich zum regulären Dienst in den Feuerwehren und betonte die Wichtigkeit einer solchen Einheit auch über die Grenzen des Landkreises hinaus. Dies wurde erst vor kurzem im Einsatz zur Schneekatastrophe deutlich. Auch die gegenseitige Unterstützung der Landkreise spielt dabei eine wichtige Rolle. Da die Arbeit zum Großteil von ehrenamtlichen Mitgliedern erledigt wird, sind gerade Einsätze, welche über mehrere Tage oder auch Wochen andauern nur durch intensive Zusammenarbeit möglich. Zum Abschluss übergab Armin Kroder noch zwei neue Laptops für die UG-ÖEL an Roland Eckstein.

Kreisbrandrat Norbert Thiel bedankte sich ebenfalls für die professionelle und hervorragende Zusammenarbeit mit der UG-ÖEL. Er blickte mit einer kurzen Zusammenfassung auf den Einsatz in Berchtesgaden zurück. Die Kameraden der Feuerwehren des Landkreises Nürnberger Land befanden sich 2300 Stunden in Buchenhöhe (Berchtesgaden) im Einsatz. Nur durch die hervorragende Zusammenarbeit aller Einheiten der verschiedenen Hilfsorganisation können Einsätze dieser Art erfolgreich bewältigt werden.

Zu Beginn des Jahres, wurde unser langjähriges Mitglied und Fachgruppenleiter, Martin Decker, zum Kreisbrandmeister mit dem Schwerpunkt „Digitalisierung“ ernannt. Hier beweist der Landkreis Weitsicht in dem die Verantwortlichen auf dieses wichtige Thema bereits frühzeitig reagieren. Dies sollte auch der im Anschluss folgende Gastbeitrag untermauern.

Als Gastreferentin konnte Heike Weber von der Otto-Friedrich Universität in Bamberg gewonnen werden. Im Rahmen ihrer Masterarbeit zum Thema "Anforderungen an Softwaresysteme zur Katastrophenbekämpfung im Zeitalter des Internets der Dinge" wurden Möglichkeiten zur Unterstützung der Arbeit bei Katastrophen durch Software erarbeitet.

Auf Basis der aus Literatur- und Schulungsunterlagen der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried erarbeiteten Anforderungen wurde eine Interviewstudie durchgeführt. Interviewt wurden dabei Örtliche Einsatzleiter welche bereits in Katastrophen eingesetzt waren sowie Leiter von Integrierten Leitstellen. In Ihrer Arbeit ermittelte sie eine grundsätzlich positive Einstellung gegenüber dem Einsatz von Softwaresystemen im Katastrophenschutz. Als weiteres Ergebnis konnte sie ermitteln, dass die befragten Experten sehr wohl davon überzeugt waren, dass richtig gestaltete Softwaresysteme die Arbeit in der Örtlichen Einsatzleitung erheblich verbessern können. Zumal zukünftig vermehrt digitalisierte Systeme wie Sensornetze, Drohnen mit bildgebenden Verfahren, Roboter oder künstliche Intelligenz in der Gefahrenabwehr zum Tragen kommen werden.

Nach einem kurzen Ausblick auf das kommende Jahr bedankte sich Roland Eckstein für die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Einheiten und Stellen im vergangenen Jahr und beendete den offiziellen Teil des Abends.

Bericht: Florian Stahl, UG-ÖEL Nürnberger Land
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