Kommandantenfortbildung zum Thema "Wald- und Vegetationsbrände" im DB 3

|   Ausbildungsveranstaltungen, Lehrgänge, Großübungen

Vermehrte Hitzeperioden und Trockenheit haben in den vergangenen Jahren auch im Nürnberger Land zu einer Zunahme der Wald- und Flächenbrände gesorgt. Aus diesem Grund fand am 19. März 2021 im Dienstbezirk 3 eine Kommandantenfortbildung zum Thema „Wald- und Vegetationsbrände“ statt. Neben den Kommandanten und Mitgliedern der Kreisbrandinspektion des Dienstbezirk 3 nahmen auch Gäste aus den Dienstbezirken 1 und 2 an der Onlineveranstaltung teil.

Für die durch KBM Philipp Wolshöfer organisierte Schulung konnte mit Birgitt Süssner für das Thema eine ebenso kompetente wie erfahrene Dozentin gewonnen werden. Die studierte Dipl. Forstingenieurin war nach einer Ausbildung bei den Bayerischen Staatsforsten bei der BF Augsburg angestellt und ist aktuell bei der Feuerwehr Erlangen im Bereich des Führungsdienstes tätig. Zusätzlich ist sie seit 2015 Dozentin für Wald- und Vegetationsbrand beim B IV (Brandoberinspektoren) Lehrgang in Bayern sowie Mitglied im Projektbeirat WKR (Waldbrand/Klima/Resilienz) beim EFI (European Forest Institut).

Zu Beginn der Schulung, welche inhaltlich auf die anwesenden Führungskräfte ausgerichtet war, erläuterte Birgitt Süssner den Einfluss der klimatischen Veränderungen auf die aktuellen Entwicklungen der Anzahl und des Ausmaßes der Wald- und Vegetationsbrände. Im Anschluss wurde neben weiteren Einflussfaktoren auf die Ausbreitung und Entwicklung solcher Flächenbrände auch die richtige Einschätzung einer entsprechenden Brandsituation beleuchtet. Ein weiteres Thema waren Einsatzmittel, welche speziell bei den besonderen Einsatzbedingungen eingesetzt werden. Darunter fanden sich neben spezieller persönlicher Schutzausrüstung mit dem McLeod- und dem Gorgui-Tool auch Geräte, die im fränkischen Feuerwehralltag bisher nur sehr selten anzutreffen sind.  Ausgerüstet mit diesen Informationen ging es dann an die taktischen Grundlagen bei Wald- und Vegetationsbränden. Gerade die oft großen Flächen und verschiedenen Einflussfaktoren fordern von den Führungskräften dabei ein hohes Maß an Variabilität und im Vergleich zu Gebäudebränden ein gewisses Umdenken gerade was die Verhältnismäßigkeit angeht. Zum Abschluss gab Birgitt Süssner noch einen Überblick zu Unterstützungs- und Beratungsmöglichkeiten im Einsatzfall sowie einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.

Nach knapp zwei Stunden ging dann eine hochinformative Onlineschulung zu Ende, welche allen Beteiligten neue Erkenntnisse gebracht hat und welche in der Zukunft sicher noch durch weitere Schulungsangebote in Praxis und Theorie ergänzt werden wird.

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