Kommandantenversammlung im DB1

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Kühnhofen (DB1) – Am Samstag, den 15. Dezember 2018 trafen sich die Kommandanten, sowie die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion des DB1 zur jährlichen Versammlung im „Gasthof Grünen Baum“.

Kreisbrandinspektor Holger Herrmann eröffnete die Veranstaltung und begrüßte alle Anwesenden.

Die Anwesenheit von Vertretern aus der Politik sowie allen Hilfsorganisationen im Nürnberger Land, zeugen von einer sehr guten Zusammenarbeit im Landkreis. Landrat Armin Kroder und Hersbrucks erster Bürgermeister Robert Ilg dankten für das besonders anerkennenswerte ehrenamtliche Engagement der anwesenden Führungskräfte und deren Kameradinnen und Kameraden der einzelnen Einheiten.

Ebenso wie die beiden Vorredner sprachen auch die Vertreter der einzelnen Hilfsorganisationen, wie für die PI Hersbruck 1. PHK Hans Meixner, für den Rettungsdienst Wolfgang Fürst und für das THW Bernd Müller ihr Lob für die offene und freundschaftliche Beziehung untereinander und die beispielhafte Zusammenarbeit aus.

Kreisbrandrat Norbert Thiel dankte Kurt Seitz für sein jahrelanges Engagement als erster Kommandant und als Schiedsrichter im Landkreis. KBR Thiel übergab in Vertretung des LFV Bayern das bayrische Feuerwehrehrenkreuz in Silber.

Kreisbrandinspektor Holger Herrmann erläuterte anschließend die drei Grundpfeiler der Feuerwehr. Menschlichkeit, Kameradschaft und das Wissen der verschiedenen Berufe bilden die Grundlagen einer freiwilligen Feuerwehr. An dieser Stelle galt der Dank auch den Familien und Mitmenschen der freiwilligen Helfer. Er startete seine Rede mit dem Jahresrückblick 2018.
Steigende Einsatzzahlen (989) von 12% sind 2018 verzeichnet worden. Die Ausbildungsstunden beim Thema MTA gingen dagegen ein bisschen zurück.
Insgesamt 1804 Feuerwehrmänner und Frauen sind im DB1 registriert. Davon 264 Jugendliche. Der DB1 weist 73 Fahrzeuge und 50 FW-Anhänger auf. Er blickte bildlich auf die größten Einsätze in den Bereichen THL, Brand und ABC zurück und sprach desweiteren Neuanschaffungen von Fahrzeugen wie zwei MTW und verschiedenen Ausrüstungsgegenständen wie Tablets, Rettungsschere, Hochleistungslüfter, Leichtschaumadapter und Wasserwerfer, neue Rettungssätzen und neue AEDs an. Desweiteren kam er auf die Veranstaltungen und Übungen 2018 wie die Verbandsfahrt mit Hilfeleistungskontigent, THL Übung der Feuerwehren Kucha und Offenhausen und die Inspektionsfahrt und das zuständige Sachgebiet 33 im Landratsamt Nürnberger Land zu sprechen.

Kreisbrandinspektor Bernd Haslinger präsentierte im Fachgebiert Funk und Alarmierung die erfolgreiche Umstellung auf Digitalfunk, das kommende Endgeräteupdate und die Einhaltung der Funkdisziplin bzw. der Statusmeldung über Knopfdruck.

Im Anschluss drauf berichteten die Kreisbrandmeister aus ihren Fachgebieten.

So konnte KBM Wolfgang Werthner über die erfolgreich bestandene Prüfung der neu eingeführten Modularen Truppausbildung mit 58 Teilnehmern berichten. Für das kommende Jahr sind zahlreiche Truppführerprüfungen geplant. Er bat um rechtzeitige Anmeldungen.

Kreisbrandmeister Roland Weidinger informierte im Fachgebiet Sprechfunk und Maschinistenausbildung über eine 2018 abgeschlossene Sprechfunkausbildung mit insgesamt 13 Teilnehmern. Außerdem wurden insgesamt 16 Kameraden im Bereich Feuerwehrführerschein ausgebildet. Es wurde ein Maschinistenlehrgang mit 12 Teilnehmer und eine Maschinistenauffrischung mit 3 Kameraden durchgeführt.

Kreisbrandmeister Armin Herger sprach im Fachgebiet Atemschutz über 331 Atemschutzgeräteträger. Ein AGT Lehrgang im Herbst durchliefen 9 Kameraden erfolgreich. Er dankte hier seinen Ausbildern Thomas Kulacz, Thorsten Becker und Thomas Sperber für ihren aufgebrachten Einsatz. Desweiterne fand im Oktober ein CSA-Lehrgang statt, bei welchem 5 Teilnehmer erfolgreich ausgebildet wurden.

Thorsten Brunner, zuständiger KBM für die Jugend, Jugendbeauftragter DB1 und Kreisjugendwart gab eine Personalstärke von 264 Jugendlichen an. Im Jahr 2018 wurde die Jugendflamme mit insgesamt 60 Teilnehmern aus 10 Feuerwehren abgenommen. Den Wissenstest bestanden insgesamt 151 Teilnehmer aus 24 Feuerwehren. Das von Thorsten Brunner bezeichnete „Highlight“ war 2018 der CTIF in Röthenbach. Bei dieser Veranstaltung waren insgesamt 60 Gruppen aus ganz Bayern, sowie Österreich und Südtirol vertreten. Ebenfalls bildeten sich die Kameraden aus Engelthal, Kirchensittenbach und Vorra 2018 am Schaumtrainer aus.

Kreisbrandmeister Markus Gnan verzeichnete ein positives Feedback aus dem Fachgebiet Motorsägen, Belüftung und Wärmebildkamera. Insgesamt wurden von ihm und seinem Team 54 Kamerad/-innen ausgebildet. 34 Kamerad/-innen wurden im Umgang mit der Motorsäge geschult.

Der Leiter der PSNV-E, Martin Winkler, beschrieb, dass die PSNV-E gut in der MTA Ausbildung aufgenommen wird. Das PSNV Modul wird nun von einem Arbeitskreis MTA/PSNV geleitet, damit im Bezirk Mittelfranken jetzt auf einen Leitfaden zurückgegriffen werden kann.

Schiedsrichter Andreas Partsch berichtete für den entschuldigten Oberschiedsrichter des DB1 Norbert Bundil über abgelegte Leistungsprüfungen. Es war ein ruhiges Jahr mit 207 übergebenen Abzeichen. Schiedsrichter Helmut Gebhard wurde aufgrund der Altersgrenze aus dem Schiedsrichterteam „entlassen“. Andreas Partsch dankte ihm für seinen jahrelangen aufgebrachten Einsatz und sein Engagement. Neu wurde Andreas Weber, in das Team der Schiedsrichter aufgenommen.

In Vertretung des beruflich verhinderten Kreisbrandmeister Kay Marienfeld übernahm im Anschluss KBI Herrmann wieder das Rednerpult und beschrieb die Arbeit der neu eingeführten THL-Beauftragten im DB1. Dies sind 25-30 benannte Kameraden, welche sich in quartalsweise treffen um die jeweilige Ausrüstung und das Vorgehen ihrer Feuerwehr bei THL Einsätzen abzustimmen. Ihr Ziel ist es die Arbeitsweise strukturiert zu vereinheitlichen, die jeweils vorhandene Technik zu kennen um bei solchen Einsätzen für die erfolgreiche Rettung eine gemeinsame Sprache zu sprechen und somit den Einsatzerfolg weiter voranzutreiben und zu verbessern.

Ebenfalls eine Neuerung ist ein konzipierter Leistungswettbewerb vor. Der sogenannte „Kritische Wohnungsbrand“. Ziel dieser Abnahme sei es, in einer bestimmten Zeit einen Wohnungsbrand im 2.OG mit eingeschlossenen Personen abzuarbeiten. Diese müssen gerettet werden und der Raucheintrag in den Treppenraum verhindert werden. Dies sollte strukturiert und im Hinblick auf Technik, Taktik und UVV nach Vorgabe abgearbeitet werden. Ziel sei außerdem das verstärkte Üben der Grundtätigkeiten der Feuerwehr.

Feuerwehrfeste feiern in diesem Jahr die FF Beerbach mit 100 Jahren, die FF Kirchensittenbach mit 150 Jahren, die FF Hormersdorf mit 125 Jahren und die FF Schnaittach mit 150 Jahren.

Desweiteren gab Norbert Thiel bekannt, dass ein weiterer Kreisbrandmeister im Fachgebiet Digitalisierung eingeführt werde. Zum Schluss griff er das Thema CTIF in Röthenbach 2018 auf. Durch das Geld, welches bei dieser Veranstaltung eingenommen wurde, soll ein Anhänger für den Landkreis angeschafft werden, welcher auf die Leistungswettbewerbe der Jugend spezialisiert ist.

Bericht und Bilder: Niklas Marienfeld, KFV-Online

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