Multiplikatorentreffen des Fachbereichs "THL" im DB 3

|   Ausbildungsveranstaltungen, Lehrgänge, Großübungen

Feucht (DB 3) - Ganz nach dem Vorbild der im Dienstbezirk 1 bereits etablierten Treffen im Fachbereich „Technische Hilfeleistung“ fand am 07. November ein erstes Treffen der Ausbilder und Multiplikatoren des Fachbereichs im Dienstbezirk 3 statt. Zahlreiche Teilnehmer aus verschiedenen Feuerwehren des südlichen Landkreises trafen sich hierfür im Gerätehaus der Feuerwehr Feucht.

Die Teilnehmer des Multiplikatorentreffens THL kamen dabei aus Wehren verschiedenster Größen, von der Wehr mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) bis hin zur Wehr mit mehr als einem Löschzug. Zwar haben kleinere Wehren eine begrenztere Ausstattung für den THL-Einsatz, dennoch ist wegen seiner Vielseitigkeit das Themengebiet „THL“ völlig unabhängig von der Größe der Wehr ein zentraler Bestandteil in der Ausbildung der Einsatzkräfte, denn gerade in der Anfangsphase eines Einsatzes sind auch TSF-Wehren im Erstangriff gefordert und können schon mit einfachsten Mitteln viel bewirken. Aber auch sonst lässt sich hier auch für kleinere Wehren vieles bewirken. Den nötigen Erfahrungsaustausch hierfür sollen Treffen wie dieses ermöglichen.

Der für die Ausbildung im Dienstbezirk 3 zuständige Kreisbrandinspektor Philipp Wolshöfer konnte zusammen mit dem Fachbereichsleiter „THL“ im Dienstbezirk 3, Marcus Stelzer, die Ausbilder und Multiplikatoren in Feucht begrüßen. Als Vertreter der anderen Dienstbezirke nahmen auch die für die Ausbildung zuständigen Kreisbrandmeister Thomas Loos (DB 1) und Frank Schmidt (DB 2) an der Veranstaltung teil.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Teilnehmer erläuterte Philipp Wolshöfer die Struktur und Organisation der Ausbildungsinspektion, insbesondere des Fachbereichs „THL“. Die Ausbildung innerhalb der Wehren erfolgt im Fachbereich „THL“ nicht zentral, sondern im Multiplikatoren-Prinzip angepasst an die jeweilige Ausstattung an den Standorten. Aus diesem Grund sind diese Treffen des Fachbereichs immens wichtig für die zentrale Vermittlung neuer Methoden und Herangehensweisen sowie zum Austausch von Erfahrungen und Erkenntnissen aus den Einsätzen. Spezielle Themen, welche wegen des hohen Aufwands nicht sinnvoll an den Standorten geschult werden können, sollen im Fachbereich „THL“ wie bisher auch im Rahmen der bewährten Modultage vermittelt und auch so mittels Multiplikatoren in die Wehren gebracht werden.

Im Anschluss folgte eine kurze standortspezifische Ausbildungseinheit, in der das erst in diesem Jahr in Dienst gestellte HLF 20 der Feuchter Wehr vorgestellt und die Gedanken, die man sich bei der Fahrzeugplanung und -beschaffung gemacht hat, besprochen wurden.

Nach einem intensiven Austausch hierzu stellte Kreisbrandinspektor Philipp Wolshöfer noch die landkreiseigene Planübungsbox „THL“ vor, mit der Einsatzszenarien der Technischen Hilfeleistung in einer Art Planspiel dargestellt und absolviert werden können. Hierfür wurde aus den Teilnehmern eine Löschgruppe gebildet und der Einsatz Schritt für Schritt geplant und durchgeführt. Die Planübungsbox kann von den Wehren zur Ausbildung am eigenen Standort über KBI Philipp Wolshöfer für die Ausbildung in den Dienstbezirken ausgeliehen und für eine Unterstützung der Ausbildung herangezogen werden. Gerne unterstützt der Fachbereich Ausbildung auch dabei die Feuerwehren.

Zum Abschluss ließen die Teilnehmer die Veranstaltung bei einer Brotzeit und intensiven Fachgesprächen ausklingen. Alle waren sich dabei einig, dass es wichtig war Veranstaltungen wie diese – ähnlich wie die bereits bewährten Modultage – fest in die Jahresplanung des Fachbereichs Ausbildung im Landkreis aufzunehmen.

 

Bericht und Bilder: Kreisbrandinspektion Nürnberger Land

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