Stabsrahmenübung im Landkreis Nürnberger Land

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NBG-LAND/Feucht – „Brand eines LKW in einem ortsansässigen chemieverarbeitenden Betrieb“. So lautete die Einsatzmeldung für die Freiwillige Feuerwehr Feucht an einem Samstag im Oktober 2018. Mit diesem Stichwort startete die jährliche Großübung im Landkreis Nürnberger Land. In diesem Jahr war das Arbeiten im Stab sowie die Zusammenarbeit mit den einzelnen Zugtrupps der im Landkreis ansässigen Einheiten aller Hilfsorganisationen Inhalt der Übung.

 

Nachdem die ersten Kräfte der Feuerwehr Feucht unter der Führung des Kommandanten Christian Lankes am Objekt eingetroffen waren und die Lage erkundet hatten, wurde in kurzen Abständen die Alarmstufe aufgrund verschiedener durch die Übungsleitung eingespielten Ereignisse erhöht. Unter der Gesamteinsatzleitung von Kreisbrandinspektor Holger Hermann mussten ab nun verschiedene Szenarien und Aufgaben bewältigt werden.

Im Verlauf der Übung entwickelte sich der Einsatz zu einer Großschadenslage sowie später zu einer Katastrophenlage. Wie auch in der Realität wird in dieser Art von Einsatzlagen ein ÖEL (Örtlicher Einsatzleiter) vom zuständigen Landratsamt benannt.

Ab diesem Zeitpunkt arbeiteten alle Kräfte unter der Führung des ÖEL Holger Hermann. Am Standort der UG-ÖEL Nürnberger Land sowie der UG-SAN EL Nürnberger Land wurde ein Führungsstab eingerichtet. In Zusammenarbeit mit Führungskräften der Kreisbrandinspektion Nürnberger Land, der Polizei, des Landratsamtes, der Bundeswehr, des BRK sowie Vertretern der beteiligten Firmen galt es nun alle eingesetzten Kräfte in einer einheitlichen Führungsstruktur gemeinsam zu koordinieren.

Da diese Art von Einsätzen meist über mehrere Tage andauern müssen neben der eigentlichen Lage auch Kräfte versorgt sowie Material und Verbrauchsmittel in großen Mengen zu Verfügung gestellt werden.

Die Stabsfunktionen werden hierbei durch Mitglieder der UG-ÖEL (Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung) in ihren Tätigkeiten unterstützt.

Nach ca. 4 Stunden konnte die Übung mit einem Imbiss, welcher durch die Firma Excella zur Verfügung gestellt wurde, erfolgreich beendet werden.

Kreisbrandrat Norbert Thiel bedankte sich abschließend bei allen anwesenden Kräften und hob den hohen Stellenwert solcher Übungen sowie den ehrenamtlichen Einsatz aller Beteiligten hervor. Dies sei heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. Auch bedankte sich Thiel bei den anwesenden Geschäftsführern der Firma Excella für die Möglichkeit eine solche Übung auf dem Firmengelände durchführen zu können.

 

 

Bericht: Florian Stahl, KFV-Online / UG-ÖEL Nürnberger Land

 

 

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