Zwei Einsätze innerhalb weniger Stunden in Alfalter

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Die stetig steigenden Einsatzzahlen für die freiwilligen Feuerwehren im Landkreis, machen sich auch deutlich bei den kleineren Ortsteilwehren bemerkbar. In den letzten 18 Monaten rückten die Aktiven der Feuerwehr Alfalter 25-mal aus, in den Jahren davor kam man auf diese Zahl in knapp 10 Jahren zusammen.

Am vergangene Sonntag musste die Feuerwehr Alfalter-Düsselbach unter Führung von Kommandant Andy Koch gleich zwei Einsätze an einem Tag abarbeiten.
Begann der Sonntagmorgen um 09:45 Uhr fast zeitgleich mit Kirchenleuten und Feuerwehrsirene, konnte die Wehr eine Ölspur über mehrere hundert Meter im Ortskern relativ zügig abarbeiten.
Kam es Nachmittag um kurz nach 15 Uhr zu einem für die Umliegenden Feuerwehren größeren Alarmstichwort.
Gefahrstoff – Gasaustritt im freien lautet die Meldung über die Funkempfänger und Alarmfaxe. Vor Ausrücken war in Alfalter schon bekannt das es sich um einen Erdgastank eines Einfamilienhauses handle und ein unmittelbare Gefahr für Anwohner und Nachbarn bestand.
Neben der Ortswehr aus Alfalter wurden zeitgleich die Feuerwehren aus Vorra, Hohenstadt und Hersbruck mit einem Löschzug sowie geeigneter Messtechnik alarmiert. Der First Responder aus Vorra, ein Rettungswagen sowie Kreisbrandrat Norbert Thiel und Kreisbrandinspektor Holger Herrmann waren ebenfalls alarmiert und schnell vor Ort.
Nach Ersterkundung durch den Kommandanten und Einsatzleiter der Alfalter Feuerwehr, konnten die anrückenden Kräfte schon über Funk mit den ersten Informationen über die Einsatzlage informiert werden. Zu diesem Zeitpunkt konnte durch eingreifen des Hausbesitzer der Gasaustritt gestoppt werden.
Im Zuge der ersten Erkundung evakuierten die Einsätzkräfte aus Alfalter, die Bewohner und Nachbarn und stellten eine Löschwasserversorgung für einen Erstangriff sicher. Es vergingen nur wenige Minuten bis KBR Thiel und fast zeitgleich die Feuerwehr Vorra und Hohenstadt eintrafen. Nun galt es vorrangig den wenigen Platz bestmöglich auszunutzen und mit geeigneter Messtechnik und unter Atemschutz die Lage genauer zu erkunden. Das Gasaustritt am Tank wurde schnell ausfindig gemacht und die Anlage außer Betrieb gesetzt werden. Der zu diesem Zeitpunkt auf Anfahrt befindliche Löschzug der Feuerwehr Hersbruck, wurde kurz vor Eschenbach zurück ins eigene Feuerwehraus beordert. Nun muss sich eine Fachfirma dem Problem widmen.
Nach dem das Haus ebenfalls freigemessen wurde, konnte das Einfamilienhaus den Besitzern wieder zugänglich gemacht werden.
„Einsätze wie diese zeigen wie gut die einzelnen Feuerwehren im Ernstfall miteinander arbeiten. Ein guter Ausbildungsstand und der absolute Wille jederzeit bei einer Schadenslage zu helfen, zeichnen nicht nur unsere Freiwilligen Feuerwehren aus“ sagte Einsatzleiter Andy Koch abschließend. Und bedankte sich bei den anderen Einsatzkräften für Ihre rasche Hilfe.

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