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Drohneneinheit der UG-ÖEL Nürnberger Land startklar

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Nach intensiven Vorbereitungen sowie zahlreichen Ausbildungen und Übungsflügen ist die Drohneneinheit der UG-ÖEL Nürnberger Land seit Anfang Januar einsatzbereit. Künftig kann die Drohneneinheit in verschiedenen Einsatzvarianten über die Integrierte Leitstelle Nürnberg angefordert werden.

Die Drohneneinheit ist als eigener Fachbereich in die UG-ÖEL und IuK-Einheit des Landkreises Nürnberger Land integriert. Verlastet ist die Drohne samt zusätzlicher Ausrüstung auf dem Einsatzleitwagen Nürnberger Land 12/1 der UG-ÖEL und IuK-Einheit, welcher in Schwarzenbruck stationiert ist. Wie schon im Herbst berichtet, wurde im Sommer vergangenen Jahres die für die Drohneneinheit notwendige Ausrüstung durch den Landkreis Nürnberger Land beschafft und übergeben.

Künftig kann durch die Drohne mit Hilfe einer hochauflösenden Wärmebild- und Restlichkamera sowie einer hochauflösenden optischen Kamera wertvolle Unterstützung im Einsatzfall geleistet werden. Dabei ist neben Fotoaufnahmen auch die Aufzeichnung von Videoaufnahmen aus der Vogelperspektive möglich. Bei Bedarf kann das Bildmaterial an der Einsatzstelle mit Hilfe der IuK-Einheit bzw. im Rahmen eines Einsatzes der UG-ÖEL Nürnberger Land auf einem Bildschirm oder als Teil der Lagekarte dargestellt werden.

Das Einsatzspektrum der Drohne reicht von der Lagedarstellung, -dokumentation und Verlaufskontrolle bis hin zur Suche von vermissten Personen und Glutnestern mit der Wärmebildkamera. Auch in der Einsatzvorbereitung und –planung, gerade bei kritischen Objekten, kann die Drohne wertvolle Unterstützung leisten.

Je nach benötigten Darstellungs- und Dokumentationsmöglichkeiten sowie nötiger Technik und Personalbedarf kann die Alarmierung in drei Varianten erfolgen, als reine Drohneneinheit („Einfacher Drohneneinsatz“), zusammen mit der IuK-Einheit des Landkreises Nürnberger Land („Erweiterter Drohneneinsatz“) sowie als Teil der UG-ÖEL Nürnberger Land.

Bei Alarmierung der reinen Drohneneinheit der UG-ÖEL Nürnberger Land ist auf Grund der sehr begrenzten Personalstärke lediglich die Ansicht auf dem 7´´ Display der Fernsteuerung des Piloten oder Videooperators sowie die Aufzeichnung von Foto- und Videoaufnahmen zur Dokumentation möglich. Es werden beim „Einfachen Drohneneinsatz“ vier Mitglieder der Drohneneinheit an die Einsatzstelle alarmiert. 

Für jede über die reine Einsatzdokumentation hinausgehende Einsatzoption ist die Alarmierung der Drohneneinheit der UG-ÖEL Nürnberger Land zusammen mit der IuK-Einheit des Landkreises Nürnberger Land notwendig, da die damit verbundene Technik und Logistik einen entsprechend höheren Personalbedarf hat. Die Darstellung kann beim „Erweiterten Drohneneinsatz“ zusätzlich auf einem separaten Monitor oder an der Lagekarte zusammen mit allen weiteren Informationen zum Einsatz erfolgen. Zusätzlich kann durch die IuK-Einheit der Einsatz über das Bildmaterial der Drohne hinaus in gewohnter Weise unterstützt werden.

Ihre vollen Möglichkeiten kann die Drohne bei Alarmierung der kompletten UG-ÖEL des Landkreises ausschöpfen, ergänzt durch sämtliche Einsatzoptionen der gesamten UG-ÖEL und IuK-Einheit selbst.

Die Alarmierung der einzelnen Varianten wird im Einsatzfall durch den Einsatzleiter über die Integrierte Leitstelle Nürnberg veranlasst und richtet sich nach dem jeweiligen Bedarf an der Einsatzstelle und des Einsatzleiters.

Um sich selbst ein Bild von den verschiedenen Möglichkeiten und Vorteilen beim Einsatz einer Drohne machen zu können, wird im Ausbildungskatalog der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Nürnberger Land künftig eine entsprechende Schulung angeboten. Zusätzlich kann die Drohne in einem Termin vor Ort oder bei Übungen der Feuerwehren demonstriert werden. Sollte hierzu Interesse bestehen, stehen weitere Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten auf www.kfv-online.de/eineiten zur Verfügung.