Berichte

Katastrophenalarm im Landkreis Berchtesgaden

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NBG-Land/Berchtesgaden – Unzählige Arbeitsstunden und 293 eingesetzte Kräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis Nürnberger Land ist die Bilanz der Entsendung von zwei Hilfeleistungskontingenten aus dem gesamten Landkreis nach Berchtesgaden. Seit dem heutigen Samstag ist nun auch das zweite Hilfeleistungskontingent wieder aus dem Einsatz zurück. Der Katastrophenfall wurde heute aufgehoben.

Wie bereits zuvor berichtet führten der lang anhaltende Schneefall und die dadurch entstandene Gefahrensituation zur Entsendung zahlreicher Hilfeleistungskontingente aus ganz Bayern in die Katastrophengebiete. Am Sonntag den 13. Januar 2019 wurde dann auch ein Hilfeleistungskontingent aus dem Landkreis Nürnberger Land angefordert. Nach kurzer und konzentrierter Vorbereitungsphase, unterstützt auch durch die UG-ÖEL Nürnberger Land, konnte schon am 14. Januar 2019 um 03:00 Uhr das erste Kontingent mit 140 Kameradinnen und Kameraden der freiwilligen Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis unter der Führung von KBR Norbert Thiehl und KBI Holger Herrmann ins tief verschneite Berchtesgaden aufbrechen.

Nach dem Eintreffen des Kontingents und der ersten Lagebeurteilung, begannen die Kräfte mit ihrer Arbeit. Mit der  Einrichtung der Notunterkünfte, der Befreiung von Dächern von der enormen Schneelast, der Beschaffung von Verpflegung und benötigter Gerätschaften bis zum Arbeiten in der Einsatzleitung war ab diesem Zeitpunkt jeder aktiv. Kreisbrandrat Norbert Thiel und Kreisbrandinspektor Holger Hermann koordinierten in Zusammenarbeit mit den Kameraden der UG-ÖEL Nürnberger Land den Einsatz im Ortsteil Buchenhöhe in Berchtesgaden.

Am Mittwoch wurde dann ein zweites Hilfeleistungskontingent durch KBM Christian Falk und KBM Thorsten Brunner in Zusammenarbeit mit der UG-ÖEL zur Ablösung der eingesetzten Kräfte organisiert. Nach der Rückkehr des ersten Kontingents in der Nacht zum Donnerstag machte sich dann am Donnerstag gegen 06:00 Uhr das zweite Hilfeleistungskontingent mit 153 Kräften und 26 Fahrzeugen unter der Leitung von KBI Peter Schlerf und KBM Thorsten Brunner auf den Weg. Dabei wurden die Fahrzeuge und die eingesetzten Wehren teilweise gewechselt um die bisher eingesetzten Wehren zu entlasten.

Nach Ankunft in Buchenhöhe setzten die frischen Kräfte die begonnene Arbeit des ersten Kontingentes fort. Dank der deutlich gebesserten Witterung ging das Räumen der Dächer schnell vorwärts und die Lage entspannte sich zunehmend. So konnte am heutigen Samstag der Katastrophenfall auch im Landkreis Berchtesgaden aufgehoben werden und das zweite Kontingent die Heimreise antreten.

Ausgezahlt haben sich bei diesem Einsatz die seit Jahren stattfindenden Übungen zur Vorbereitung auf den Einsatz eines Hilfeleistungskontingentes. Dabei ist hervorzuheben, dass es sich bei allen eingesetzten Feuerwehrkräften aus unserem Landkreis um ehrenamtliche Einsatzkräfte handelt.

Besonders zu betonen ist nach diesem Einsatz auch die gute Zusammenarbeit aller eingesetzten Kräfte der unterschiedlichen Organisationen von THW, Bundeswehr, Polizei und vielen anderen Stellen und Behörden. Der reibungslose Ablauf zeigt, wie wertvoll gemeinsame Übungen und ein Austausch untereinander sein können.

Abschließend gilt ein besonderer Dank auch den Arbeitgebern, die ihre Angestellten freigestellt und somit den Einsatz im Rahmen der Hilfeleistungskontingente ermöglicht haben.

Auf Grund der großen Zahl zugesendeter Bilder befinden sich weitere Bilder des Einsatzes in der Bildergalerie.

 

Bericht: Sven Munker / Florian Stahl, KFV-Online, Bilder: Feuerwehr