Berichte

Kommandantenversammlung im DB2

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Schönberg (DB2) – Am Donnerstag den 21. Februar 2019 fand im Saal der Lebenshilfe Schönberg die alljährliche Dienstversammlung der Kommandanten sowie der Führungskräfte der Kreisbrandinspektion des DB 2 statt.

Zu Beginn der Versammlung begrüßte Kreisbrandinspektor Fritz Holfelder neben dem Hausherrn Gerhard John, erster Vorsitzender der Lebenshilfe Nürnberger Land, und MdL Norbert Dünkel auch den Bezirkstagspräsidenten und Landrat Armin Kroder sowie Kreisbrandrat Norbert Thiel. Außerdem hieß er alle weiteren anwesenden Führungskräfte der Kreisbrandinspektion, Schiedsrichter und Ausbildungsleiter der verschiedenen Fachgruppen herzlich willkommen.

In den sich anschließenden Grußworten wurde durch alle Redner die hohe Bedeutung des Engagements der Feuerwehrdiensleistenden sowie deren Einsatzbereitschaft hervorgehoben. Ganz aktuell galt der Dank den Einsatzkräften für ihre geleistete Arbeit beim Katastropheneinsatz in Berchtesgaden.

Kreisbrandrat Norbert Thiel gab neben seinem Grußwort aktuelle Informationen zum Geschehen auf Landkreisebene sowie zu aktuellen Veränderungen und Neuerungen. So konnte er sich im vergangenen Jahr neben einem regen Besuch der staatlichen Feuerwehrschulen auch über die gelungene Ausrichtung des CTIF-Bewerb im Landkreis freuen. Außerdem ging er auf die geleistete Arbeit beim Katastropheneinsatz in Berchtesgaden ein, bei der sich die jahrelange Vorbereitung in zahlreichen Übungen, unter anderem im Bereich des Hilfeleistungskontingentes, bezahlt gemacht hat.

Von der erfolgreichen Einführung des digitalen Sprechfunks im vergangen Jahr konnte Kreisbrandinspektor Bernd Haslinger berichten. Er ging zudem auf geplante Änderungen und Updates sowie aktuelle Hinweise zur Nutzung des Digitalfunks ein. Außerdem gab er die Einführung einer Informations- und Kommunikations (IuK)-Einheit Nürnberger Land bekannt, welche durch Kräfte der UG-ÖEL Nürnberger Land gestellt wird und deren Ziel es ist die vorhandene Einsatzleitung bei Feuerwehreinsätzen der Führungsstufe C und dem Übergang von B auf C mit Tagebuch, Fotodokumentation, kleiner Lagekarte und Digitalfunk mit Staffelstärke zu unterstützen. Abschließend berichtete er ganz aktuell über die Erkenntnisse aus dem Einsatz in Berchtesgaden.

In seinem Bericht über die Arbeit in der EDV und Einsatznachbearbeitung ging Kreisbrandmeister Peter Kölbl auf die nötigen Stärkemeldungen und die Möglichkeiten zur Einsatznachbearbeitung ein und stellte auch für das kommende Jahr Termine zur Schulung in der Nutzung von ELDIS in Aussicht.

Kreisbrandmeister Norbert Schlicht berichtete über aktuelle Planungen und Geschehnisse im Bereich der Modularen Truppausbildung.

Im Anschluss ging Kreisbrandinspektor Holfelder für den erkrankten Kreisbrandmeister Jörg Leipold auf die erfolgten Leistungsprüfungen im vergangenen Jahr ein. So wurde 2018 die Leistungsprüfung „Wasser“ vierzehn, die Leistungsprüfung „THL“ zwei mal abgelegt.

Einen Überblick über die geleistete Arbeit im Bereich von Atemschutz und Feuerwehrführerschein gab Kreisbrandmeister Rainer Krug. So wurden im vergangenen Jahr 20 Atemschutzgeräteträgern im Rahmen des Herbstlehrgangs ausgebildet. Für das kommende Jahr kündigte er wieder einen Frühjahrs- und einen Herbstlehrgang zur Ausbildung weiterer Geräteträger an. Weiterhin fanden zwei Brandcontainerausbildungen statt, in deren Rahmen 16 Aktive geschult werden konnten, eine offensichtlich bewährte Ausbildung, die auch dieses Jahr wieder angeboten werden soll. Im Bereich der Feuerwehrführerscheine wurden im vergangenen Jahr neun Aktive auf 7,5 t und ein Aktiver auf 4,75 t ausgebildet. 2019 werden die Ausbildungsfahrten ab April wieder angeboten.

Kreisbrandmeister und Jugendbeauftragter des DB 2 Armin Steinbauer gab einen Einblick in die geleistete Jugendarbeit des vergangen Jahres. Mit 253 Jugendlichen, davon 61 Mädchen und 192 Jungen, musste die Jugendfeuerwehr im DB 2 einen leichten Rückgang hinnehmen. Er berichtete von der Ausrichtung des CTIF-Wettbewerbs und dankte allen Beteiligten, ohne die eine so erfolgreiche Durchführung nicht möglich gewesen wäre. Außerdem wurden im vergangenen Jahr zahlreiche Jugendwartsitzungen, die Abnahme des Wissenstest und der Jugendflamme Stufe III durchgeführt. Für das kommende Jahr sind neben den Jungendwartsitzungen auf Dienstbezirks- und Kreisebene und einem Juleica Basisseminar wieder die Abnahme der Jugendflamme Stufe II, des Bayerischen Jugendleistungsabzeichens sowie des Wissenstests geplant.

Im Bereich der Schaumausbildung mit dem seit 2016 im Landkreis vorhandenen Schaumtrainer berichtete Armin Steinbauer von den zahlreichen durchgeführten Ausbildung sowie der guten Annahme des Angebotes und stellte auch für das kommende Jahr Ausbildungstermine in Aussicht.

Im Anschluss erfolgte der Bericht des Kreisbrandinspektors Fritz Holfelder für den DB 2. Unter dem Punkt „Personelle Veränderungen“ gab er bekannt, dass Kreisbrandmeister Gerhard Barth und die Frauenbeauftragte Marion Ohlwärter jeweils zum 31. Dezember 2018 ihren Dienst beendet haben. Neu bestellt wurde seit 01. Januar 2019 Martin Decker (FF Osternohe), der als Kreisbrandmeister das Fachgebiet Digitalisierung übernimmt. Zudem stellte er Elmar Asfeld (FF Rückersdorf) als neuen Sachgebietsleiter für Absturzsicherung vor, der seit 08. Dezember 2018 sein Amt übernommen hat.

In seinen Ausführungen zum vergangenen Jahr ging er neben der erfolgreichen Durchführung der CTIF-Bewerbs auch auf die erfolgte Umstellung der Truppmann- und Truppführerausbildung auf die modulare Truppausbildung ein. Aktuell verwies er auf die Änderungen im Bereich der UVV. Auch gab er einen kurzen Einblick in Änderungen im Bereich des Landes- und Bezirksfeuerwehrverbandes.

Im Bereich der Einsatzstatistik wurde mit 1126 Einsätzen, welche insgesamt zu 1556 Alarmierungen führten, erneut ein Anstieg registriert. Dabei ging die Bandbreite für die einzelnen Wehren von einer Alarmierung bis hin zu 421 Alarmierungen im vergangenen Jahr. Die Einsätze verteilten sich mit 784 THL-Einsätzen, 220 Brandeinsätzen, 28 ABC-Einsätzen, 44 Sicherheitswachen und 50 sonstigen Einsätzen wie gewohnt ungleichmäßig. Im Rahmen der Einsätze wurden im vergangenen Jahr 93 Personen durch Kräfte der Feuerwehren gerettet und 78 Personen betreut. Diese Zahlen und der registrierte Anstieg im Bereich First-Responder-Einsätze, Unterstützung Rettungsdienst sowie Wohnungsöffnung unterstreichen die Notwendigkeit einer regelmäßigen und Konsequenten Schulung der Einsatzkräfte im Bereich der Ersten Hilfe, wie Kreisbrandinspektor Holfelder betonte.

Im Anschluss erfolgte noch ein Überblick über die geleistete Arbeit der PSNV-E, über deren zunehmende Einbindung im Ausbildungsgeschehen er sich erfreut zeigte und deren Stellenwert im Einsatzgeschehen er hervorhob.

Abschließend bedankte er sich bei allen Führungskräften für die geleistete Arbeit und das aufgebrachte Engagement.

 

Bericht und Bilder:  Niklas Marienfeld und Sven Munker, KFV-Online