Berichte

Rückblick Jugendfeuerwehr Nürnberger Land 2020

Den Jahreswechsel möchten wir nutzen, um auf ein Jahr zurückzublicken, welches auf so viele Arten anders war als die Jahre zuvor.

Am Faschingswochenende 2020 fand im Gästehaus Vestenbergsgreuth mit 23 Teilnehmern wieder das Juleica – Basis-Seminar für Jugendwarte, sowie Betreuer und Helfer in der Kinderfeuerwehr mit Teilnehmern aus mehreren Landkreisen statt. Durch die Ausbilder, 3 davon aus dem Nürnberger Land, konnten so Themen wie Rechte und Pflichten des Ausbilders, Versicherungsschutz, Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr vermittelt werden.

Leider mussten wir schon die darauffolgende Kreisjugendwartsitzung und weitere Veranstaltungen, wie die Jugendflamme, aufgrund des steigenden Infektionsgeschehens und den damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen absagen. Noch vorsichtig optimistisch wurden die ersten Jugendwartbesprechungen auf Dienstbezirksebene (ein Novum bis dahin) online bzw. per Telefonkonferenz durchgeführt. Hier möchten wir uns nochmals herzlichst für die Bereitschaft der Jugendwarte und Betreuer, diesen „neuen“ Weg mitzugehen bedanken. Es hat uns Jugendbeauftragte der Dienstbezirke die Arbeit sehr erleichtert aktuelle Informationen weiterzugeben und Abstimmungen durchzuführen.

Aus der ersten Konferenz im Dienstbezirk III als Idee geboren, wurde die „Jugendchallenge“ ins Leben gerufen. Im wechselnden Wochenturnus wurde ein Motto ausgegeben, bei welchem die Kreativität der Jugendlichen gefragt war, dieses in ein Video zu packen – eben „Challenge-Like“. Hier kamen viele lustige, aber auch sehr kreative und interessante Videos zu Stande.  Dass diese Idee nicht nur bei den Jugendlichen ankommt haben auch die Videos der Jugendwarte und Kommandanten bewiesen – auch hier waren echte „Schmankerl“ dabei. Fest steht jedenfalls, dass die Teilnehmer neben Spaß vor allem auch Zusammenhalt in dieser Zeit gewonnen haben. Die Preisverleihung wird noch im passenden Rahmen durchgeführt.

Neben den kameradschaftlichen und spaßigen Beschäftigungen wurden aber auch etliche Online-Übungsabende durchgeführt. Das Feedback sowohl der Jugendlichen als auch der Jugendwarte war dabei sehr positiv und auch hier gilt es nochmals den Dank an die Jugendwarte und Betreuer auszusprechen, die sich der Herausforderung gestellt haben. Gerade in dieser Phase des Jahres war es wichtig, trotz den gebotenen Einschränkungen, unseren Jugendlichen etwas zu bieten.

Im Sommer konnte langsam wieder ein regulärer Übungsbetrieb aufgenommen werden und schnell war uns klar, dass wir dieses Jahr zumindest den Wissenstest ermöglichen wollen. Die Abnahmen fanden nicht, wie bisher für die Dienstbezirke üblich, jeweils an einem Termin bzw. Ort statt, sondern wurden auf die Unterkreise aufgeteilt. Unser Dank geht hier an die vielen Schiedsrichter und Helfer, ohne sie wäre das Ganze nicht möglich gewesen. Leider hat uns dann trotzdem wieder die Pandemie eingeholt und so konnten wir die letzten Termine nicht mehr wie geplant durchführen. Als Feuerwehr ist man es jedoch gewohnt auf Situationen zu reagieren und das Beste daraus zu machen. So konnte die Möglichkeit für die verbleibenden Jugendlichen geschaffen werden den Wissenstest als „Online-Variante“ abzulegen. Letztendlich nahmen so insgesamt 272 Jugendliche am Wissenstest teil – ca. 100 Jugendlichen davon digital.  

Nach so einem außergewöhnlichen Jahr finden wir es umso schöner, dass wir dank der Unterstützung des Landkreises die Möglichkeit haben jedem Mitglied der Kinder- / Jugendfeuerwehr einen Schlauchschal mit unserem Jugendfeuerwehr – Logo zu schenken. Die Schals konnten noch vor Weihnachten den Jugendwarten und Betreuern übergeben werden und viele haben sich hier auch noch eine besondere Aktion zu Weihnachten für ihre Jugendlichen und Kinder einfallen lassen.

Wir wollen nun in die Zukunft blicken. Das kommende Jahr wird sicherlich noch nicht wieder „normal“ verlaufen. Auch mit Blick auf die Mitgliederzahlen werden wir viel an Kraft in den Bereich Mitgliederwerbung, aber eben auch in die Mitgliederbindung stecken müssen. Wir freuen uns auf diese Aufgabe und hoffen, dass ihr wieder genauso bei der Sache seid wie auch schon in der vergangenen Zeit.

Abschließend wollen wir uns nochmals herzlichst bei den Jugendwarten*innen, den Jugendbetreuern*innen, den Betreuer*innen der Kinderfeuerwehren, den Kollegen der Kreisbrandinspektion und dem Landratsamt Nürnberger Land bedanken. Ohne eure Arbeit könnte eine so tolle Jugendarbeit nicht stattfinden!

Text / Bild: Thorsten Brunner / Florian Bayer / Armin Steinbauer