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Ölunfall
in Feucht |
26.04.1999
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FEUCHT
(DB3) - Am 26.04.1999 wurde um 8:45 Uhr für die Feuerwehr Feucht die Alarmstufe
4 ausgelöst: "Im ehemaligen Benzinlager der US-Armee ist eine geringe
Menge Diesel ausgelaufen, es werden einige Leute zum Abbinden benötigt."
Daraufhin rückte die FF Feucht mit folgenden Fahrzeugen aus:
ELW1, LF16/12, RW 2, MZF und TLF 24/50
Eine
erste Erkundung ergab dann ein etwas anderes Bild:
Während des voangegangenen Wochenendes war auf dem Gelände eingebrochen
worden und u.a. an der früheren Umfüllanlage des Treibstofflagers
ein Schauglas eingeschlagen worden. Dadurch konnte eine unbekannte
Menge an Kerosin austreten. Dieses lief teilweise in einen fast genau
darunterliegenden Gullideckel und teilweise auf die Straße und dort
ebenfalls in einen Gullideckel. Wie das Bild schön zeigt, wurde das
Loch vor dem Eintreffen der Feuerwehr notdürftig mit Gras verstopft,
dennoch lief immer noch Treibstoff aus. |

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erste Maßnahmen wurde der noch auslaufende Treibstoff mit einer Wanne
aufgefangen und mittels Ölbinder im Bereich der Gullideckel ein weiteres
Eindringen in die Kanalisation verhindert. |
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Eine
weitere Erkundung ergab, daß in weiten Bereichen des Kanalnetzes auf
dem Gelände bereits Treibstoff feststellbar war, so daß als nächstes
die angrenzende Kläranlage überprüft werden musste. Diese besteht
aus einem Regenüberlaufbecken, in das die gesamte Oberflächenentwässerung
eingeleitet wird. |
| Glücklicherweise
war ein Mitarbeiter der Feuchter Kläranlage als Maschinist eines Fahrzeuges
der FF Feucht an der Einsatzstelle. Dieser kannte die Anlage und konnte
so bereits vor dem Eintreffen des Verantwortlichen, Teile der Kläranlage
abschalten, so daß kein kontaminiertes Wasser bis zur biologischen
Reinigung eindringen konnte. Eine anschließende Messung ergab, daß
sich die Verschmutzung auf das Überlaufbecken begrenzte. |

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Eine
Verseuchung von Umwelt oder anderen Teilen der Kläranlage konnte ausgeschlossen
werden. Die Treibstoffschicht im Becken war allerdings ca. 2cm dick. |
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Zwischenzeitlich waren neben Vertretern
des Eigentümers auch der Betreuer der Kleinkläranlage, sowie Vertreter
von Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt eingetroffen. Gemeinsam
wurden die weiteren Maßnahmen besprochen. Da keine unmittelbare
Gefahr für die Umwelt bestand, war es nicht erforderlich, den auf
dem Wasser befindlichen Treibstoff durch die Feuerwehr zu binden
und entfernen zu lassen. Das Becken sollte von einer Spezialfirma
leergepumpt und gereinigt werden. Die Feuerwehr spülte nur noch
den Großteil der im Kanal befindlichen Treibstoffmenge heraus.
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Die
beschädigte Armatur konnte nicht über Schieber abgedichtet werden,
daher wurde diese mit der im RW2 vorhandenen Dirchtmasse abgedichtet
werden, so daß kein weiterer Treibstoff auslaufen kann.
Um 11:20 Uhr war der Einsatz für die FF Feucht beendet.
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