Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

Zurück | Gesamtübersicht Berichte | Berichte 2000: Chronologisch Thematisch Einsatzberichte

 

Schon wieder tödlicher Unfall zwischen Feucht und Moosbach 03.02.2000

FEUCHT (DB3) - Am 14. Januar dieses Jahres ereignete sich auf der Staatsstraße 2239 zwischen Feucht und Moosbach ein tödlicher Verkehrsunfall (wir berichteten). Nur 3 Wochen später passierte an fast derselben Stelle wieder ein tragischer Unfall mit Tödlichen Ausgang.

Am 04.02.2000 gegen 3.00 Uhr wurden die Feuerwehren Feucht und Moosbach zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße zwischen Feucht und Penzenhofen gerufen. Die genaue Örtlichkeit war zum Zeitpunkt der Alarmierung genauso wenig bekannt wie die Zahl der beteiligten Fahrzeuge und betroffenen Personen. Die Feuerwehr Moosbach erreichte mit MZF, LF und TLF den unmittelbar vor der Abzweigung zur Ortseinfahrt Moosbach gelegenen Einsatzort kurz vor den Kräften von Feucht mit ELW, LF, RW, GW und MZF mit VSA. Kreisbrandinspektor Fritz Pöllot erreichte die Einsatzstelle einige Minuten später. Ein mit drei Personen besetzter Opel Vectra war nach dem Ende einer Rechtskurve links mit der Beifahrerseite gegen einen Baum geprallt. Alle drei Personen waren eingeklemmt. Der Fahrer war durch den Aufprall und die Verformung des Fahrzeugs in den Sitz gepresst und zusammen mit ihm nach hinten geschoben worden, die Beifahrerin war zwischen Sitz und Außentüre eingeklemmt. Die dritte Person war vom Fahrersitz eingeklemmt worden. Ungewöhnlich war, daß die Beifahrerin bereits beim Eintreffen der ersten Einheiten in eine goldbeschichtete Rettungsdecke gehüllt war obwohl weit und breit kein Passant zu sehen war.

Ein Fahrzeug von Feucht sperrte die Straße an der Umgehungsstraße bei Feucht, ein Fahrzeug von Moosbach übernahm die Sperrung in Penzenhofen. Mit allen verfügbaren Mitteln wurde für die Ausleuchtung gesorgt.

Der PKW kam ins Schleudern, kam von der Fahrbahn ab
und prallte mit der Beifahrerseite gegen einen Baum.

Zusammen mit mehreren Notärzten wurde die Befreiung der eingeklemmten Personen geplant und von der Feuerwehr Feucht mit Spreizer und Schere durchgeführt. Da zeitweise geplant war, die Beifahrerin mit einem Rettungshubschrauber abzutransportieren bereitete die Feuerwehr Moosbach ca. 1 km entfernt die Ausleuchtung eines Landeplatzes vor. Nach der Befreiung der Personen auf den Vordersitzen wurde deren medizinischer Zustand stabilisiert, bevor der Rettungsdienst sie aus dem Fahrzeug holte und abtransportierte. Für den Mitfahrer auf der Rückbank kam jede Hilfe zu spät.

Anschließend unterstützen die Feuerwehren die anwesenden Gutachter noch durch Ausleuchten der Unfallstelle und reinigten danach die Straße.

Der Einsatz und die Vollsperrung der Strecke dauerten über drei Stunden.

Die Rettungskräfte befreiten die eingeklemmten Personen,
für den Mitfahrer am Rücksitz kam leider jede Hilfe zu spät.

Wie eingangs berichtet, ereignete sich auf dieser Strecke knapp drei Wochen vorher nur wenige 100m entfernt ein weiterer schwerer Verkehrsunfall mit einem Todesopfer (Bericht). Und auch damals war die Unfallursache überhöhte Geschwindigkeit. Auf der Strecke herrscht sein Jahren eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h und Überholverbot. Nach dem ersten Unfall entwickelte sich in der örtlichen Presse eine Rege Diskussion in Form von Leserbriefen über Sinn und Unsinn der Geschwindigkeitsbeschränkung deren Einhaltung sicher nicht zu diesem Unfall geführt hätte.

Bericht/Fotos: KBM Peter Kölbl

Zurück | Gesamtübersicht Berichte | Berichte 2000: Chronologisch Thematisch Einsatzberichte

Copyright © 2000 by Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Created by Michael Brunner, Bernd Haslinger, Florian Krüger