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12. Floriansfest der FF Lauf a.d. Pegn. 10.06.2001

LAUF (DB2) - Am Samstag den 09.06.2001 fand auf dem Gelände der Feuerwache Lauf das alljährliche Floriansfest statt. Auch dieses Jahr konnte Kommandant Harald Pinzer, trotz der etwas schlechten Wetterbedingungen, wieder viele neugierige Besucher begrüßen.

Kdt. Pinzer bei der Erklärung der einzelnen Vorführungen

Wie jedes Jahr hat sich die Feuerwehr Lauf auch dieses Jahr einiges für die Besucher einfallen lassen. Neben Hüpfburg, Kinderkarussell, Kistenrollbahn und einer Schminkerin für die "kleinen" Gäste wurde auch viel für die "großen" Besucher geboten. Bereits ab 14.00 Uhr konnten sich die Besucher über die Einsatzfahrzeuge und -geräte der Feuerwehr Lauf, sowie die Feuerwache informieren. Außerdem waren noch weitere Hilfsorganisationen wie Rettungsdienst, Bergwacht und der Katastrophenschutz der Telekom vor Ort über deren Arbeit sich die Besucher informieren konnten.

 
Ein Blick in den Hof der Feuerwache während der Veranstaltung. Aufgrund der Wetterverhältnisse verlagerte sich der Schwerpunkt in die Feuerwache
     
 
Für Unterhaltung der Kleinen sorgten Kistenrollbahn und Hüpfburg

Als Highlight für Freunde von ausgefallenen Fahrzeugen waren zwei "FAUN Kraka" mit Feuerwehraufbau zu besichtigen.

 
Hier die beiden "FAUN Kraka", einmal mit Tragkraftspritze und Sschlauchmaterial, das zweite Fahrzeug mit Löschpulvertank und Atemschutzgeräten

Die ersten Vorführungen begannen dann gegen 15.30 Uhr, wo den Besuchern verschiedene Alltagssituationen und deren Gefahren veranschaulicht wurden. Mit diesen Vorführungen sollte den nicht feuerwehrerfahrenen Besuchern veranschaulicht werden, welche Folgen die falsche Handhabung von Spraydosen, das Arbeiten mit Brandbeschleuniger am Grill und das Löschen eines Fettbrandes mit Wasser hat. Außerdem wurde eine Staubexplosion vorgeführt, die den Besuchern beeindruckend zeigte, wie unterschiedlich ein Haufen Staub und aufgewirbelten Staub mit Feuer reagieren.

Als erste Vorführung stand eine Spraydosenexplosion auf dem Programm. Es kommt immer wieder vor, dass Spraydosen starker Wärme, wie z.B. in den Sommermonaten der Sonneneinstrahlung wie etwa im PKW, ausgesetzt werden. Welche Folgen eine starke Wärmeeinwirkung auf solche Spraydosen haben kann, zeigen die folgenden Bilder. Was für Auswirkungen eine solche Explosion innerhalb eines PKW hätte, läßt sich von den Bildern ableiten.

 
Explosion zweier Spraydosen. Einmal mit kleinerer und einmal mit stärkerer Feuerentwicklung

Als zweites wurde den Besuchern das Brandverhalten von Staub in zwei verschiedenen Formen demonstriert. Zuerst wurde ein Haufen mit Holzmehl angezündet. Hier war zu beobachten, daß keine starke Brandentwicklung entstand. Anders sah dies beim Zerstäuben dieses Holzmehls aus. Welcher Unterschied genau besteht zeigen die folgenden Bilder. Das Holzmehl wurde nur mit Hilfe von Atemluft in eine Flamme "gepustet". Der Versuch funktioniert mit sämtlichen Stäuben bei gleichem Ergebnis. Unterschiedlich ist von Stoff zu Stoff nur die stärke der Brandentwicklung. Die Bilder zeigen, dass das taktische Vorgehen der Feuerwehren bei Brändenin Umgebungen, wo Staubentwicklung entstehen kann, wie z.B. bei Bränden in Schreinereien, von großer Bedeutung ist.

Der Haufen aus Holzmehl brennt nur schwach
Hier die Flamme beim Zerstäuben des Holzmehls

Die Nächste vorgeführte Alltagssituation zeigt die Auswirkungen durch das Löschen eines Fettbrandes mit Wasser. Immer wieder gerät auf dem Herd vergessenes Fett in Brand. Ein Brand läßt sich aufgrund der vorherigen Rauchentwicklung durch das Anbringen von Rauchmeldern oft verhindern, da der aggressive Warnton die anwesenden Personen auf eine Rauchentwicklung aufmerksam macht. Rauchmelder sind im Fachhandel, in Baumärkten und in der Regel auch bei Feuerwehren, wie auch bei der Feuerwehr Lauf, erhältlich. Die unteren Bilder zeigen einen Topf mit brennendem Fett und die Auswirkung des Löschversuches mit Wasser. Im Echtfall hätte die in einer Küche löschende Person schwerste oder tödliche Brandverletzungen erleiden können. In Räumlichkeiten führt eine solche Flamme zum Entzünden weiterer Einrichtungsgegenstände. Aber auch das kurzzeitige Ablöschen des Brandes durch das Aufsetzen des Deckels führt zu keinem Löscherfolg, da sich beim Abnehmen des Deckels das heiße Fett durch die Sauerstoffzugabe wieder entzündet. Der Deckel muß also bis zum Abkühlen des heißen Fettes geschlossen bleiben. Eine Alternative ist natürlich auch der Einsatz eines Feuerlöschers.
 
Der Topf mit brennendem Fett
Das Ergebnis des Löschversuches mit Wasser

Als letzte Vorführung stand das Benutzen eines Brandbeschleunigers beim Grillen auf dem Programm. Immer wieder werden beim Grillen Brandbeschleuniger verwendet, die Folgen werden oft unterschätzt. Durch plötzliche Stichflammen können sich Personen im Umkreis des Grills schwere Verbrennungen zuziehen, wie folgende Bilder zeigen.

Eine Puppe vor dem Grill simuliert die Person, die den Brandbeschleuniger verwendet
Die Stichflamme nach Verwendung des Brandbeschleunigers

Nachdem die Vorführungen beendet waren, sorgten ab 17.00 Uhr die "Schnall´ngründler" für die musikalische Untermalung.
Für das leibliche Wohl war während des kompletten Festes ebenfalls gesorgt. Das Angebot hielt für jeden Geschmack etwas bereit. Außerdem wurde von den Feuerwehrfrauen eine reichlich bestückte Kaffee- und Kuchentheke aufgebaut.

Um 22.00 Uhr stand nochmals ein Höhepunkt auf dem Programm. Zwei Künstler sorgten in ihrer 45-minütigen Travestieshow u.a. durch einfallsreiche Kostüme für Stimmung unter den noch sehr zahlreich anwesenden Gästen.

 
     
 

Bericht und Fotos: KFV Online-Team

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