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SCHNAITTACH (DB2) - Zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem LKW und zwei Kleinbussen auf der BAB A9 auf der Hienbergauffahrt, ca. 500 m nach der AS Schnaittach, wurde am 09.07.2001 um 23.53 Uhr die Feuerwehr Schnaittach alarmiert. Nach
ersten Meldungen sollte auf der Autobahnbrücke mindestens eine Person
in einem Fahrzeug eingeklemmt sein, außerdem war nicht auszuschließen,
dass eine Person über oder durch das Brückengeländer geschleudert
wurde.
Den Einsatzkräften bot sich beim Eintreffen folgende Lage. Eine Person wurde bei dem Verkehrsunfall aus einem Fahrzeug geschleudert und lag am Fahrbahnrand unter der Leitplanke. Einige Meter weiter stand ein mit 10 Tonnen Verbandsmaterial beladener 40-Tonnen-Zug auf dem Standreifen. Der Anhänger des LKW´s war umgekippt und lag auf dem Brückengeländer auf. Vor dem LKW stand ein Kleinbus mit Anhänger quer zum LKW. Beim Blick zwischen Zugmaschine und Anhänger des LKW´s waren die Überreste eines weiteren Kleinbusses zu erkennen.
Der 46-jährige Fahrer des LKW aus Baden-Württemberg erlitt leichte Verletzungen. Der Fahrer des Kleinbusses mit Anhänger, ein 30-jähriger Weißrusse, wurde mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus nach Lauf gebracht. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch noch unklar, ob sich im VW-Bus noch Personen befanden. Da sich im Fahrzeug niemand bemerkbar machte, jedoch aufgrund der ungünstigen Position und der verschobenen Ladung (PKW-Reifen) die Sicht in den VW-Bus behindert wurde, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch Personen im Fahrzeug befinden. Deshalb wurde von der FF Schnaittach mit Hilfe von Spreizer und Rettungsschere eine Öffnung zum Fahrzeuginneren geschaffen. Dies führte zu der Erkenntnis, daß sich im Fahrzeug keine weiteren Personen befanden. Bei dem Fahrer handelte es sich um die Person unter der Leiplanke, einen 37-jährigen Weißrussen, für den jedoch jede Hilfe zu spät kam.
Während der Arbeiten auf der Autobahnbrücke ließ Einsatzleiter KBI Fuchs zusätzlich zur FF Schnaittach die Feuerwehren Hedersdorf und Simmelsdorf zum Absuchen des Maisfeldes unterhalb der BAB-Brücke nachalarmieren. Zum Ausleuchten der Unfallstelle sowie des Maisfeldes wurde außerdem das THW Lauf nachalarmiert. Die Suche der Kräfte unterhalb der Brücke blieb jedoch ergebnislos, auch die Suche eines Polizeihubschraubers mit Wärmebildkamera blieb ohne Ergebnis.
Die Einsatzkräfte unterhalb der BAB-Brücke konnten aufgrund der ergebnislosen Suche kurz nach 01.00 Uhr wieder einrücken. Die FF Schnaittach übernahm an der Unfallstelle noch das Abbinden von auslaufendem Dieselkraftstoff und übergab die Einsatzstelle an das THW Lauf, welches noch die Ausleuchtung der Einsatzstelle während der Unfallaufnahme durch den Sachverständigen und die Bergung der Fahrzeuge übernahm. Für die restlichen Kräfte der Feuerwehren war der Einsatz gegen 01.30 Uhr beendet. Zur Verkehrsabsicherung wurde zusätzlich ein Verkehrssicherungsanhänder der Autobahmeisterei eingesetzt. Außerdem wurde der Notfallseelsorger zur Betreuung von Angehörigen alarmiert.
Laut Pressemitteilung der Polizei bemerkte der LKW-Fahrer den VW-Bus offensichtlich zu spät. Obwohl der 46-Jährige LKW-Lenker versuchte nach links auszuweichen, konnte er es nicht mehr verhindern, dass er nahezu ungebremst auf das Heck des VW-Busses auffuhr. Beide Fahrzeuge gerieten anschließend nach rechts. Der LKW prallte anschließend noch mit seiner linken Seite gegen das Heck des Anhängers des zweiten Kleinbusses. Dadurch knickte das Gespann ein, der ziehende Kleinbus wurde quer vor den Lkw geschleudert und von diesem erfasst. Eingesetzte Kräfte: KBI Fuchs,
KBM Kiesl Bericht
und Fotos: KFV Online
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Created by Michael Brunner, Bernd Haslinger, Florian Krüger |