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Feuerwehren öffneten ihre Türen 09.10.2001

Eine große Bilderausstellung zeigte am Tag der offenen Tür der Feuerwehr Feucht Fotos und Zeitungsberichte von Einsätzen und Aktivitäten der Wehr.

FEUCHT / PFEIFFERHÜTTE / RUMMELSBERG (DB3) - Alljährlich im September findet die Feuerwehraktionswoche statt. Einer ihrer Eckpfeiler ist zweifelsfrei die Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Feuerwehren Feucht, Pfeifferhütte und Rummelsberg aus dem Dienstbezirk 3 nutzten diese Gelegenheit und öffneten im Rahmen dieser Feuerwehraktionswoche ihre Türen, um die ortsansässige Bevölkerung über ihre Ausrüstung und ihr vielfältiges Leistungsspektrum zu informieren.

Bereits am 8. September öffnete die FF Feucht traditionsgemäß die Türen ihres Gerätehauses für die Öffentlichkeit. Konnte man die Veranstaltung letztes Mal bei strahlendem Sonnenschein durchführen, so zeigte sich der Wettergott heuer von seiner schlechten Seite. Dennoch ließen sich viele Feuchter nicht entmutigen und besuchten wieder traditionell ihre Feuerwehr. Bei so viel Anteilnahme hatte wohl auch Petrus ein Einsehen, denn gegen Mittag hörte der Regen auf und sogar die Sonne kam zum Vorschein. So konnten auch die Vorführungen wie geplant über die Bühne gehen. In Zusammenarbeit mit dem BRK Feucht wurden die Rettung und der Abtransport eines Patienten über die Drehleiter vorgeführt. Außerdem wurde die Bergung einer unter einem PKW eingeklemmten Person mittels Hebekissen gezeigt. Beide Vorführungen erfreuten sich eines großen Zuspruchs der mittlerweile doch zahlreich erschienenen Bevölkerung.

Zusammen mit den BRK Feucht zeigt die Feuerwehr Feucht
die Rettung einer verletzten Person über Drehleiter.

Über die praktische Arbeit einer Feuerwehr konnten sich die Besucher außerdem den ganzen Tag über an verschiedenen Stationen informieren. So wurde an einem Unfallauto der Einsatz von verschiedenen Rettungsgeräten dargestellt und eine riesige Bilderausstellung zeigte Fotos und Zeitungsberichte von Einsätzen der letzten Jahre. Natürlich konnten auch wieder die Einsatzfahrzeuge und das Gerätehaus selbst besichtigt werden.

Weitere Vorführung: Rettung einer
eingeklemmten Person mit dem Hebekissen.
Demonstration der verschiedenen
Rettungsgeräte an einem Unfallauto.

Traditionell präsentieren an diesem Tag auch das BRK Feucht und Polizei Feucht ihre Tätigkeiten. Während man am Stand des BRK seinen Blutdruck und Blutzucker messen konnte, zeigte die Polizei ihre Ausrüstung und einen Streifenwagen. Beide Organisationen standen für Fragen und Auskünfte den ganzen Tag über zur Verfügung.

Für das leibliche Wohl war auch diesmal mit verschiedenen Grillspezialitäten, Pommes und dem bekannten Eintopf, gesorgt. Beim BRK gab es wieder das bekannte Schaschlik.

Ein Highlight war auch heuer das riesige Kuchenbuffet, das von Jahr zu Jahr größer wird. Bei Kaffee und Kuchen gestaltete sich der Nachmittag für die Erwachsenen ziemlich kurzweilig und auch für die Kinder gab es an den Ständen der Jugendfeuerwehr viel zu tun. So wurden wieder verschiedenste Wasser- und Geschicklichkeitsspiele mit kleinen Preisen angeboten. Erfreulich war, dass hierbei fünf neue Jugendliche für die Wehr gewonnen werden konnten. Stets dicht umlagert war die Drehleiter. Schließlich kann man nicht jeden Tag seinen Heimatort aus 30 Meter Höhe sehen.

Am Abend waren sich Organisatoren und Besucher einig, dass es trotz schlechter Witterung ein gelungener Tag war.

Am 3. Oktober 2001 veranstaltete die Feuerwehr Pfeifferhütte ihren Tag der offenen Tür. Zu sehen war u.a. ihr TSF-W, im Landkreis übrigens das einzige Fahrzeug diesen Typs. Die Beladung entspricht im wesentlichen der eines normalen Tragkraftspritzenfahrzeuges, zusätzlich hat es einen 500-Liter Wassertank, 4 Preßluftatmer, Schnellangriff, Generator und Beleuchtungssatz. Durch eine Spende konnte die Wehr außerdem einen Notfallkoffer anschaffen.

Die Ausstattung der Pfeifferhütter Wehr: TSF-W und Feuerwehranhänger mit div. Beladung.

Stets umlagert: Die DL der FF Rummelsberg.
Die kleinen Zuschauer konnten sich an Spritzwand und Brandhaus vergnügen.

Heiß umlagert war die Drehleiter der Feuerwehr Rummelsberg, die den Besuchern die Möglichkeit bot, Pfeifferhütte aus der Höhe zu betrachten. In einigen Vorführungen wurde gezeigt, welchen gewaltigen Feuerball eine überhitze Spraydose bei einer Explosion entwickelt oder wie man mit dem Feuerlöscher richtig umgeht. Darüber hinaus zeigten einige Kameraden der Pfeifferhütter Wehr, wie sich die Einsatzkräfte in Gefahrensituationen aus geringen Höhen selbst retten können.

Eine Vorführung zeigte, wie sich Feuerwehrleute in Gefahrensituationen selbst retten können.

Für die kleinen Besucher stand eine Spritzwand und ein Brandhaus bereit, wo man mit der Kübelspritze durch genaues Zielen das Feuer "löschen" musste. Für das leibliche Wohl war ein Kuchenbüfett aufgeboten. Dank des schönen Wetters war die Veranstaltung an diesem Feiertag auch sehr gut besucht.


Explosion einer überhitzten Spraydose: Obwohl sie fast leer war, entsteht noch ein gewaltiger Feuerball.

Die Feuerwehr Rummelsberg öffnete dann am Samstag, dem 6. Oktober 2001 ihre Tore. Sie hatte sich auch einige neue Ideen einfallen lassen, um die Besucher in das Gerätehaus Rummelsberg zu locken.

So hatte die Bruderhilfe der Rummelsberger Anstalten einen Gurtschlitten aufgebaut, mit dem die Wucht eines Aufpralls mit 30 km/h simuliert werden konnte. Am Informationsstand konnte man sich über weitere Themen zur Verkehrssicherheit informieren.

Der Infostand der Rummelsberger Bruderhilfe mit dem Gurtschlitten

Die Polizeiinspektion Feucht hatte sich bereit erklärt, mit einem Streifenfahrzeug an der Veranstaltung teilzunehmen. Während viele Erwachsene das Zeichen "Halt Polizei" nur ungern sehen, zog es viele kleine Besucher in ihren Bann und der Polizist erklärte ihnen geduldig das Fahrzeug und dessen Beladung. Die BRK-Bereitschaft Feucht war mit einem Krankentransportwagen vertreten und versuchten den Besuchern deutlich zu machen, dass Kenntnisse in Erster Hilfe enorm wichtig seien. Darüber hinaus standen natürlich auch sämtliche Fahrzeuge der Feuerwehr Rummelsberg zur Besichtigung bereit.

Fahrzeuge von Polizei und Rettungsdienst zogen Groß und Klein genauso an
wie Wasserflipper und Spritzwand.

Sehenswert war auch die Jugendübung. Die Zuschauer staunten über die Perfektion, mit der eine Gruppe Jugendlicher einen Aufbau zur Brandbekämpfung nach FwDV4 durchführten. Ebenso beeindruckend war die Vorführung einer Spraydosenexplosion, die den Zuschauern deutlich machen sollte, wie gefährlich es sein kann, wenn man Spraydosen großer Hitze aussetzt.

Bei der Jugendschauübung führten die Feuerwehranwärter einen Aufbau nach FwDV4 durch.

Auch an diesem Tag spielte das Wetter mit, so dass sich die Feuerwehr Rummelsberg über Interesse in der Bevölkerung nicht beklagen musste.

Bericht und Fotos: FF Feucht, KFV Online

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