 |
Kommandantenversammlung
im Dienstbezirk 1 |
16.12.2001
|
 |

HERSBRUCK (DB1)
- Am 15. Dezember 2001 fand im Sparkassensaal Hersbruck die Kommandantenversammlung
des Dienstbezirks 1 statt. Kreisbrandinspektor Norbert Thiel konnte hierzu
neben den Führungskräften der Feuerwehren und anderer Hilfsorganisationen,
mit denen die Feuerwehr das ganze Jahr eng zusammenarbeitet, auch Gäste
aus der Kommunalpolitik begrüßen. Anschließend gaben
der Kreisbrandinspektor sowie die Kreisbrandmeister für die ihnen
unterstellten Fachbereiche einen Rückblick auf die Aktivitäten
des ablaufenden Jahres 2001.
KBI Norbert Thiel
eröffnete um 14 Uhr die Versammlung und begrüßte alle
anwesenden Kommandanten und Stellvertreter aus dem Dienstbezirk 1. Seine
besonderen Grüße galten Landrat Helmut Reich, Hersbrucks Bürgermeister
Wolfgang Plattmeier, dem Dienststellenleiter der PI Hersbruck, 1. PHK
Richard Kraus, dem Leiter der BRK-Bereitschaft Manfred Woller und Kreisbrandrat
Bernd Pawelke. Herzlich willkommen hieß Thiel auch Herrn Bauer von
der Hersbrucker Zeitung, bei dem er sich - stellvertretend für die
gesamte Redaktion - für die umfassende Berichterstattung über
die Arbeit der Feuerwehren im ablaufenden Jahr ausdrücklich bedankte.
Ein weiterer Dank galt dem neuen Leiter der Geschäftsstelle Hersbruck
der Sparkasse Nürnberg, Herrn Jürgen Rolle, für die kostenfreie
Überlassung der Räumlichkeiten für die Versammlung.
 |
KBI
Norbert Thiel begrüßte die Kommandanten aus dem Dienstbezirk
1 sowie die Gäste aus der Kommunalpolitik und anderer Hilfsorganisationen.. |
Nach einer Gedenkminute
für die Kameraden der Feuerwehr New York, die beim Attentat auf das
World Trade Center am 11. September 2001 beim Ausüben ihres Dienstes
ums Leben gekommen sind, hatten die Gäste Gelegenheit für ein
Grußwort. Sowohl Landrat Reich als auch Bürgermeister Plattmeier
unterstrichen in ihren Ausführungen die Notwendigkeit der Feuerwehren
als wichtige Institution zur Sicherung des Allgemeinwohls der Gesellschaft
und sprachen ihren Dank für die ehrenamtliche geleistete Arbeit aus.
Auch PHK Kraus, BRK-Bereitschaftsleiter Woller und Sparkassenleiter Rolle,
der übrigens selbst Kommandant im Dienstbezirk 3 ist, überbrachten
ihre Grüße und wünschten den Feuerwehren ruhige Feiertage
und wenig Einsätze im neuen Jahr. KBI Thiel bedankte sich seinerseits
bei den Ehrengästen für die Unterstützung und die gute
Zusammenarbeit mit deren Behörden und Organisationen während
des gesamten Jahres.
 |
 |
 |
 |
 |
Sprachen Grußworte:
Landrat Helmut Reich, Hersbrucks Bürgermeister Wolfgang Plattmeier,
Sparkassenleiter Jürgen Rolle, PHK Richard Kraus und BRK-Bereitschaftsleiter
Manfred Woller |
Als kleine Besonderheit
freute sich KBI Thiel, im Rahmen dieser Kommandantenversammlung den Kreisbrandmeister
Roland Weidinger für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ehren zu können.
Weidinger ist neben seiner Tätigkeit bei der Feuerwehr Hersbruck
auch als Ausbilder für Funk und Maschinisten für den Dienstbezirk
1 zuständig. Landrat Helmut Reich verlas hierzu die Dankesurkunde
und überreichte zusammen mit Kreisbrandrat Bernd Pawelke als äußeres
Zeichen das Ehrenzeichen des Freistaates Bayern für 25 aktiven Feuerwehrdienst
an KBM Weidinger.
 |
|
Kreisbrandmeister
Roland Weidinger wurde von Landrat Helmut Reich und Kreisbrandrat
Pawelke für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet.
|
Zu Beginn seines Berichtes
verkündete Thiel die personellen Veränderungen bei den Kommandanten
des Dienstbezirks 1 im Jahr 2001, wo etliche Kommandanten in ihrem Amt
bestätigt oder neu gewählt wurden. An die ausgeschiedenen Kommandanten
richtete er seinen ausdrücklichen Dank für die oft jahrzehntelange
Bereitschaft, mit der sie dieses verantwortungsvolle Amt als Führungskraft
ausgeübt haben.
 |
Thiel berichtete
weiter, dass der Gerätehausumbau in Alfeld fast fertig sei
und im nächsten Jahr offiziell übergeben werden kann.
Hierbei lobte er die hohe Eigenleistung der Alfelder Kameraden.
Bei den Feuerwehrfahrzeugen konnte bei der Feuerwehr Hersbruck eine
neue Drehleiter DLK23/12 in den Dienst gestellt werden, die Feuerwehr
Happurg erhielt im September ein neues Löschgruppenfahrzeug
LF8/6 mit Rettungssatz. Überwiegend aus Spenden und Eigenmitteln
konnte die Feuerwehr Hohenstadt ein neues Mehrzweckfahrzeug beschaffen,
und die Feuerwehr Kirchensittenbach konnte ebenfalls aus Vereinsmitteln
ihren Rettungssatz vervollständigen.
Zur Personalstärke
konnte der Kreisbrandinspektor auch Positives verkünden. So
haben zum 31.12.2000 1850 Feuerwehrmänner und -frauen im Dienstbezirk
1 Dienst geleistet, dies sind immerhin 80 Kameraden mehr als im
Vorjahr. Ein Grund hierfür sei die neue Werkfeuerwehr der Eckart-Werke
in Hartenstein, dem gegenüber sei allerdings
|
|
die Werkfeuerwehr Rheinische Kunststoffwerke weggefallen. Im Jahr
2001 konnten 26 Kameraden aud dem Dienstbezirk 1 einen Lehrgang an
einer staatlichen Feuerwehrschule besuchen, dazu kamen noch 8 Kameraden,
die an einer Übung im Brandübungshaus Würzburg teilnehmen
konnten. |
Auch wenn im Jahr
2001 keine Einsätze größeren Ausmaßes zu verzeichnen
waren, seien die Einsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, so
Thiel. So mussten die Feuerwehren des Dienstbezirks 1 heuer 46 mal zu
Bränden und 171 mal zu technischen Hilfeleistungen ausrücken,
darunter ein Großbrand am 18.1.2001 in Alfeld sowie ein Kellerbrand
am 1.3.2001 in einem Mehrfamilienhaus in Reichenschwand. Darüber
hinaus waren Feuerwehren bei Großbränden in benachbarten Gemeinden
der Landkreise Amberg-Sulzbach und Bayreuth eingesetzt, wo sie aufgrund
kurzer Anfahrtswege in die Alarmplanung mit eingebunden sind. Bei den
Einsätzen zur technischen Hilfeleistung konnten 12 Menschen gerettet
werden. Oft im Einsatz war in diesem Jahr auch die Unterstützungsgruppe
UG-ÖEL, die von Kameraden der Feuerwehr Altensittenbach gestellt
wird. Verbunden mit dem Wunsch, gerade jetzt in der Weihnachtszeit möglichst
wenig Einsätze leisten zu müssen, beendete KBI Thiel seinen
Bericht.
 |
Als nächstes
standen die Berichte aus den Fachbereichen auf der Tagesordnung.
Für den Bereich Jugendarbeit konnte Jugendbeauftragter Uwe
Holzinger von sehr vielen Aktivitäten und Ausbildungen in diesem
Jahr berichten. Erfreuliches auch zur Personalstärke bei den
Feuerwehranwärtern: Momentan leisten 215 Jugendliche in 21
Jugendfeuerwehren des Dienstbezirks 1 Feuerwehrdienst. Somit konnte
erstmals die 200er Marke überschritten werden, was Holzinger
sichtlich mit Stolz und Freude erfüllte. Er bedankte sich bei
den Feuerwehren mit Jugendgruppen für deren Weitblick, dass
Jugendarbeit unerlässlich zur Erhaltung des Mitgliederstandes
in der Wehr sei.
|
Holzinger berichtete
weiterhin von 3 Jugendwartsitzungen, die im Dienstbezirk 1 abgehalten
wurden. Außerdem haben in diesem Jahr 43 Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren
Alfeld, Altensittenbach, Ellenbach, Engelthal, Enzendorf, Happurg und
Vorra an der Abnahme des Bayerischen Jugendleistungsabzeichens in Schwarzenbruck
und Großbellhofen teilgenommen. Der diesjährige Jugendausflug
führte 100 Feuerwehranwärter zum "Tag des Helfers"
nach München, bei dem sich in der Münchener Innenstadt die verschiedenen
Hilfsorganisationen präsentierten und der Bevölkerung ihr Leistungsspektrum
vorführten. Beim diesjährigen Wissenstest, der in Altensittenbach
stattfand und die Themen "Notruf" und "Erstmaßnahmen
bei Unfällen" behandelte, haben 132 Jugendliche teilgenommen.
 |
|
Die
Zahl der Feuerwehranwärter im Dienstbezirk 1 hat sich im letzten
Jahrzehnt
stetig nach oben entwickelt.
|
Im kommenden Jahr
ist vom 17. bis 20. Mai 2002 ein Ausflug zur Partnerfeuerwehr nach Gänserndorf
/ Niederösterreich geplant, ebenso soll das 30. Landestreffen der
Niederösterreichen Feuerwehrjugend vom 4. bis 7. Juli 2002 besucht
werden. Als wichtiges Ereignis in unserem Landkreis findet im nächsten
Jahr vom 31. Juli bis zum 4. August 2002 wieder das Landkreiszeltlager
in Oberwindsberg statt. Hierzu werden im Januar die Anmeldungen an die
Jugendwarte verschickt. Im Rahmen dieses Zeltlagers findet außerdem
am 3. August 2002 die Abnahme des Jugendleistungsabzeichens des DFV statt.
Außerdem wird wieder ein Jugendausflug und ein Wissenstest zu den
Themen "Grundtätigkeiten zur technischen Hilfeleistung"
durchgeführt.
An weiteren Informationen
gab Holzinger bekannt, dass den Jugendwarten heuer das EDV-Programm "Ascara"
angeboten wurde, das speziell zur Unterstützung bei der Verwaltungsarbeit
der Jugendgruppe eingesetzt werden kann. Außerdem wird für
die Jugendlichen die Möglichkeit einer Hepatitis-B Schutzimpfung
angeboten, hierüber wurden die Jugendwarte auch von fachlicher Seite
durch Feuerwehrarzt Dr. Lammert beraten. Die Kosten für die Impfung
tragen die Krankenkassen. Zum Schluss seiner Ausführungen bedankte
sich Holzinger und forderte die Feuerwehren auf, sich auch in Zukunft
engagiert der Jugendarbeit zu widmen.
 |
Nach
einer kurzen Pause berichtete Oberschiedsrichter KBM Günther
Rösel von den Leistungsprüfungen im Dienstbezirk 1. Rösel
stellte fest, dass nach anfänglicher Zurückhaltung über
die "neue" Leistungsprüfung nach FwDV4 "Die Gruppe
im Löscheinsatz" in diesem Jahr die Akzeptanz dieser Leistungsprüfung
wieder gestiegen sei, was sich in der gestiegenen Zahl von 35 Abnahmen
gegenüber 27 Abnahmen im Vorjahr wiederspiegele. Außerdem
sei ein Anstieg bei den Teilnehmern der Stufe 1 zu verzeichnen. Die
Leistungsprüfung THL wurde heuer von 10 Gruppen abgelegt. Rösel
erläuterte den Kommandanten, dass die Wartezeit von 2 Jahren
sowohl bei der Leistungsprüfung FwDV4 als auch THL nur auf das
Jahr und nicht mehr auf das genaue Datum der letzten Abnahme bezogen
ist. Er wies darauf hin, dass bei Abnahmen der Stufe 1 die Teilnehmer
gemäß der Reihenfolge beim Antreten in die Niederschrift
eingetragen werden sollen, da dies die Arbeit der Schiedsrichter bei
der Abnahme wesentlich erleichtere. |
| Für den
Bereich Atemschutz konnte KBM Kurt Pawelke von zwei Lehrgängen
für Atemschutzgeräteträger in Neuhaus und Hersbruck
berichten, die im Jahr 2001 durchgeführt wurden. In Neuhaus fanden
darüber hinaus 6 Lehrgänge für Träger von Chemikalien-Schutzanzügen
statt, die überwiegend von den Kameraden der neuen Werkfeuerwehr
Eckart-Werke belegt wurden. Pawelke kündigte an, dass die Termine
für den Besuch der Atemschutzstrecken im kommenden Jahr den Kommandanten
demnächst zugehen, außerdem treffen sich die Atemschutzleiter
im Februar 2002 wieder zu einer Besprechung. |
 |
 |
KBM
Manfred Hörnich, der für den Bereich Truppmann- und Truppführeraubildung
zuständig ist, berichtete von 5 Lehrgängen zum Truppmann
Teil 1, bei denen insgesamt 63 Kameraden ausgebildet wurden. Sie fanden
in Kirchensittenbach, Hersbruck, Offenhausen, Hohenstadt und bei der
Werkfeuerwehr Eckart statt. In Altensittenbach und in Hersbruck wurde
ein Truppführerlehrgang mit insgesamt 22 Teilnehmern durchgeführt,
ein weiterer Truppführerlehrgang läuft zur Zeit in Neuhaus.
Hörnich bat die Kommandanten, den Bedarf an TM/TF-Lehrgängen
für das nächste Jahr an KBI Thiel zu melden. |
| Der vierte Fachbericht
aus dem Bereichen Funk und Maschinistenausbildung wurde von KBM Roland
Weidinger vorgetragen. Bei der diesjährigen Prüfung zum
Sprechfunker am 31. März haben 40 Kameraden aus den Feuerwehren
Kirchensittenbach, Hartenstein, Happurg, Hersbruck, Offenhausen, Vorra
und Pommelsbrunn teilgenommen, von denen 36 die Prüfung mit Erfolg
bestanden haben, 3 davon sogar ohne Fehler. Dem Gegenüber, so
Weidinger, stehe allerdings die Zahl von 4 Kameraden, die die Prüfung
nicht bestanden haben, was immerhin eine Durchfallquote von 10 % darstelle.
Diese müsse bei der nächsten Prüfung noch sinken. Er
bedankte sich bei seinen Funkausbildern in den Feuerwehren und forderte
sie auf, eine praktische Funkübung in den Übungsplan der
Wehr mit aufzunehmen, wie es bei der Feuerwehr Kirchensittenbach vorbildlich
praktiziert wird. Aus der Maschinistenausbildung berichtete KBM Weidinger,
dass im Jahr 2001 |
 |
| Maschinistenlehrgänge
in Hersbruck und Vorra durchgeführt wurden, bei denen insgesamt
21 Kameraden erfolgreich teilgenommen haben. Auch hier rief Weidinger
auf, den Bedarf an Lehrgängen für Maschinisten für
das Jahr 2002 an den KBI zu melden. |
Punkt 5 der Tagesordnung
war allgemeinen Informationen gewidmet. Für den Bereich Funkwesen
hatte KBI Norbert Thiel den Kreisfernmeldemeister KBI Erwin Schneider
eingeladen. In seinen Ausführungen lobte Schneider die Abwicklung
des Funkverkehrs im Dienstbezirk 1. Wetterbedingt kam es im Oktober zu
starken Überreichweiten, die den Funkverkehr im Landkreis beeinträchtigten.
Diese vorübergehenden Störungen müssen allerdings hingenommen
werden, da man technisch nichts dagegen unternehmen könne, so Schneider.
Er berichtete weiter, dass das alljährliche Treffen der Funksachbearbeiter
der benachbarten Funkverkehrskreise Tirschenreuth, Neustadt/Aisch und
Nürnberger Land heuer im September im Gerätehaus Lauf stattfand.
Bei diesen regelmäßigen Treffen werden Informationen ausgetauscht
und versucht, vorhandene gegenseitige Probleme, die durch Überreichweiten
von Feststationen des jeweils anderen Funkverkehrskreises entstehen, zu
lösen.
 |
Zum Thema Integrierte
Leitstelle (ILSt) berichtete Schneider, dass bis zum Jahre 2004 auch
die Feuerwehren des Landkreises Nürnberger Land über eine
Integrierte Leitstelle alarmiert werden sollen. Laut Planungen der
Staatsregierung soll der gesamte Ballungsraum Nürnberg, der die
Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie die Landkreise
Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt umfasst,
von einer einzigen ILSt betreut werden. Die Umsetzung dieser Planungsvorgabe
erweist sich aufgrund der flächigen Struktur dieser 6 Gebietskörperschaften
als sehr schwierig, hierzu sind noch Gespräche nötig. Ebenso
soll bereits bis zum Jahre 2006 ein digitales Funksystem für
alle BOS eingeführt sein. Aus diesem Grund empfahl der Kreisfernmeldemeister,
Neubeschaffungen von analogen Funkgeräten und Meldeempfängern
verhalten gegenüber zu stehen und soweit es geht auf vorhandene
Geräte zurückzugreifen. |
Im Bereich Funkausbildung
werde man bereits im Herbst nächsten Jahres wieder eine Prüfung
zum Sprechfunker anbieten. Als Termin wurde der 16. November 2002 festgelegt.
Grund für die Ausbildung im Herbst ist der neue Ausbilderleitfaden
"Sprechfunk" der Feuerwehrschule Würzburg, der im Frühjahr
nächsten Jahres fertiggestellt wird und zu dessen Erprobung u.a.
der Landkreis Nürnberger Land als Pilotlandkreis ausgewählt
wurde. Hierzu wird es ab Mitte September 2002 Ausbildungsabende für
Sprechfunker geben, die Kommandanten werden dazu rechtzeitig angeschrieben.
Schneider dankte allen Kommandanten und Funkausbildern für die gute
Zusammenarbeit.
 |
Nachdem er KBM
Roland Weidinger zu seiner Ehrung für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst
beglückwünscht hat, gab Kreisbrandrat Bernd Pawelke einen
Rückblick auf die Vorkommnisse in diesem Jahr. So seien mit BSE,
Maul- und Klauenseuche und Milzbrand Probleme auf die Feuerwehren
zugekommen, wie es sie seit 50 Jahren nicht mehr gegeben habe. Sie
stellten zusätzlich zur bisherigen Arbeit der Feuerwehren eine
zusätzliche Belastung dar. Umso schwieriger sei dies, da der
Bund die Aufwendungen für den Katastrophenschutz in den letzten
10 Jahren auf ein Minimum zurückgefahren und die Verantwortung
zur Sicherstellung des Katastrophenschutzes weitgehend den Kommunen
und somit den Feuerwehren aufgetragen habe. So gäbe es, nachdem
der Bund das Zivilwarnsystem abgebaut habe, keine Möglichkeit
mehr, die Bevölkerung im Katastrophenfall flächendeckend
zu warnen. Auch die Bevorratung von Sanitätsmitteln wurde aufgegeben. |
Ähnlich dramatisch
stelle sich die Krankenhaussituation dar. Konnte man vor etwa 20 Jahren
im Notfall noch auf rund 20% freie Bettenkapazität in den Krankenhäusern
zugreifen, so stünden durch Einsparungen im Gesundheitswesen heute
kaum mehr freie Betten zur Verfügung. Zu allem Übel wurden auch
noch Hilfskrankenhäuser, wie in unserem Landkreis das in Altdorf,
aufgegeben. Die Terroranschläge in den USA haben allerdings wieder
zu einem Umdenken bei den Politikern geführt. So wird beispielsweise
die Auslieferung der Fahrzeuge für die UG-ÖEL wesentlich früher
abgeschlossen werden als wie bisher geplant im Jahr 2012, und an den bayerischen
Feuerwehrschulen wurden 10 neue Planstellen für Lehrkräfte geschaffen.
Weiterhin berichtete
KBR Pawelke von einer Änderung beim Anmeldeverfahren für Lehrgänge
an staatlichen Feuerwehrschulen. Um eine bessere Auslastung der Lehrgänge
an den Schulen zu erzielen, werden ab dem Jahr 2002 Lehrgänge, die
den Landkreisen zwar zugeteilt wurden, aber für die bis 6 Wochen
vor Lehrgangstermin keine Anmeldung bei der Regierung erfolgt sei, wieder
freigegeben. Diese Lehrgänge wandern in einem Pool, aus dem alle
Feuerwehren aus Bayern schöpfen können. Dieser Pool kann ab
etwa Mitte Januar 2002 im Internet unter der Adresse http://feuerwehrschulen.bayern.de
eingesehen werden. Pawelke bemerkte aber, dass auch für diese Pool-Lehrgänge
die Anmeldung durch den Kommandanten sowie die Bestätigung der Anmeldung
durch die Gemeinde erfolgen muss. Letzteres gilt selbst dann, wenn kein
Verdienstausfall an die Gemeinde gestellt werde, da sonst der Versicherungsschutz
über den BGUV nicht gewährleistet sei.
Da nach dem Bericht
des Kreisbrandrates keine weiteren Wortmeldungen anstanden, schloss KBI
Norbert Thiel gegen 16.25 Uhr die Kommandantenversammlung und wünschte
allen Anwesenden Alles Gute im Neuen Jahr.
Bericht
und Fotos: KFV Online
|