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VORRA / NEUHAUS (DB1) - Die Feuerwehren Vorra, Neuhaus sowie der ASB Velden organisierten einen Hilfstransport sowie aktive Hilfe im Hochwasser - Katastrophengebiet. Nachdem der Kommandant der Feuerwehr Neuhaus durch private Beziehung Verbindungen in das etwa 30 km östlich von Dresden gelegene Schmiedeberg geknüpft hatte, lief eine größere Hilfsaktion der drei Organisationen an. Die Gemeinde Schmiedeberg hat etwa 4000 Einwohner. Die Geographischen Gegebenheiten sind nahezu identisch mit denen des Pegnitztals - nur die Weißeritz ist nur etwa 2 meter breit und ca. 40 cm tief. In nur wenigen Minuten wurde große Teile der Gemeinde zerstört. Häuser, Straßen und Gehwege wurden weggerissen, Keller überflutet, Wasser, Strom und Gasleitungen wurden verwüstet.
Nach Rücksprache mit dem Leiter des Katastrophenstabes der Gemeinde sowie dem Wehrleiter der Feuerwehr Gemeinde Schmiedeberg wurde um folgende Hilfen gebeten: Die beiden Feuerwehren sowie der ASB rückten mit 3 LKW, 2 MZF, 2 Anhänger, sowie 3 Kleintransportern aus. Insgesamt waren 24 Mann im Einsatz. Decken, Betten, Kissen, Kleider, Geschirr, Besteck, Elektro-kleingeräte, Besen, Schaufeln, Schrubber, Schubkarren, Putzsachen usw., des weiteren noch Arbeitskräfte ! Jede Menge ! Uns war klar - hier müssen wir helfen. Zumal viele unserer Feuerwehrkameraden aus anderen Landkreisen usw. sehr betrübt zurückkamen. Von "nicht Helfen können", "schlechte Logistik" usw. war die Rede. Untergebracht wurden die Einsatzkräfte in einer nahegelegenen alten Schule. In Zeitungsartikeln und Rundbriefe in den Gemeinden machten wir auch unsere Aktion aufmerksam - zeitgleich versuchen wir Feuerwehrpersonal von ihren Arbeitsplätzen für den Einsatz befreien zu können.
Die Hilfsbereitschaft in den Gemeinden Vorra und Neuhaus war überwältigend. Sachspenden türmten sich in den beiden Gerätehäusern. Auch eine sehr hohe Summe und Geldspenden kam zusammen. Firmen wollten uns unterstützen. So erhielt die Feuerwehr Vorra von der Raiffeisenbank einen LKW inkl. Kraftstoff, sowie Sachspenden sofort zur Verfügung, die Fa. Lympho Opt stellte einen Kleinbus zur Verfügung. Die Feuerwehr Neuhaus erhielt von der Kaiser Bräu Neuhaus Getränke für die gesamte Mannschaft, die Fa. Landtechnik Regn stellte einen LKW zur Verfügung. Der ASB Velden beteiligte sich mit ihrem Katastrophenschutz LKW sowie zwei Kleintransportern.
Im Katastrophengebiet angekommen waren wir schockiert. Das gesamte Tal erinnerte an einen Kriegsschauplatz. Zerstörte Häuser, Straßenzüge, Überall Schlamm und Geröll - und überall hilflose, verzweifelte Menschen. An Brückengeländern und Häuserfassaden hängen Bemalte Betttücher mit Aufschriften wie "Schmiedeberg dankt allen Helfern" oder "Schmiedeberg hat super Helfer". Unsere Hilfsgüter wurden dringend erwartet. Wir teilten uns auf. Die Fahrer blieben an ihren Fahrzeugen und halfen beim entladen - das restliche hilfspersonal begann mit dem Reinigen von Gesteigen und Straßenzügen. Eine der Feuerwehr Vorra von einem Bürger zur Verfügung gestellte Kehrmaschine tat hervorragende Dienste. Keller wurden ausgeräumt, ausgepumpt, Oberflächenkanäle wurden Gespült (damit nicht der nächste Regen das gleiche Unheil wieder bringt) Geröll geräumt, Häuser ausgeräumt, sogar eine Gruft in der Dorfkirche mußte noch ausgepumpt werden.
Für uns die wichtigste Erkenntnis : Wir konnten helfen ! Und wir werden weiter Helfen - es ist geplant jetzt eine Hilfsaktion mit Möbeln usw. zu Organisieren. Eine Katastrophe dieses Ausmaßes kann jederzeit auch über uns hereinbrechen. Danke an alle Helfer - auch an die Zuhause ! An die Bevölkerungen der Gemeinden ! An die Firmen die diese Aktion erst ermöglicht haben ! Eingesetzte Kräfte
und Mittel:
Mehr Infos und Bilder unter http://home.vr-web.de/ffw.vorra/ |
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Created by Michael Brunner, Bernd Haslinger, Florian Krüger |