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Großer Sachschaden durch Brand in Rummelsberg 29.04.2003

RUMMELSBERG (DB3) - Großer Sachschaden entstand bei einem Kellerbrand im Internat des Berufsbildungswerkes (BBW) in Rummelsberg, zu dem am Abend des 28. April 2003 mehrere Feuerwehren des Dienstbezirk 3 alarmiert wurden.

Aufgrund einer starken Rauchentwicklung wurden gegen 22:30 Uhr die Feuerwehren Rummelsberg, Schwarzenbruck, Altenthann, Feucht und Altdorf zum Internat des Berufsbildungswerkes in Rummelsberg alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Rummelsberg konnte zunächst noch kein eindeutiger Brandherd ausgemacht werden, in allen Stockwerken der beiden Gebäudeteile war aber eine starke Verrauchung vorhanden. Das Internat war bereits weitgehend geräumt und die Bewohner in die benachbarte Turnhalle gebracht worden, wo sie vom Rettungsdienst, der SEG Winkelhaid und dem Feuerwehrseelsorger betreut wurden. Einige Personen hielten sich noch auf den Balkonen auf, sie wurden über die Drehleiter der FF Rummelsberg gerettet.

Bei dem Objekt handelt es sich um zwei fünfstöckige Gebäude (Bauteil Nord und Süd), die über das Ergeschoss und die Keller miteinander verbunden sind. Der Zugang in das Erdgeschoss erfolgt von der Nordseite über den Haupteingang, von der Südseite kann der Keller ebenerdig betreten werden. Genutzt wird es als Wohngebäude für die Lehrlinge der Werkstätten des Berufsbildungswerkes. Unter den Bewohnern befinden sich auch Körperbehinderte, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, so dass auf deren Rettung im Brandfall besonders geachtet werden muss. Bei Vollbelegung des Internats sind rund 300 Personen einquartiert.

In diesem Flur im Keller des Gebäudes war der Brand ausgebrochen.

Von den angerückten Feuerwehren waren insgesamt 16 Trupps unter schwerem Atemschutz damit beschäftigt, etagenweise alle Zimmer auf zurückgebliebene Personen sowie den Brandherd zu untersuchen. Dieser konnte gegen 23:15 Uhr in einem Flur im Keller des Internates Süd ausfindig gemacht und das Feuer in kurzer Zeit gelöscht werden. Nach der Belüftung des Gebäudes mit mehreren Tempest-Lüftern konnten die Bewohner des Internat Nord ihre Zimmer nach kurzer Zeit wieder beziehen. Der südliche Bauteil war von der Verrauchung stärker betroffen und musste etagenweise belüftet werden.

Da außerdem in allen Fluren und Treppenhäuseren des Internat Süd die Beleuchtung ausgefallen war und die Stromversorgung kurzfristig nicht wieder in Gang gesetzt werden konnte, entschloss man sich aus Sicherheitsgründen, die Bewohner in dieser Nacht nicht im Gebäude übernachten zu lassen, sondern anderweitig unterzubringen. In Begleitung von Feuerwehrkameraden konnten sie die dafür notwendigen Utensilien aus ihren Zimmern holen.

Insgesamt waren etwa 120 Feuerwehrleute im Einsatz. Mehrere Personen erlitten eine leichte Rauchvergiftung und mussten vom Rettungsdienst behandelt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist noch unklar, eine Brandstiftung wird jedoch nicht ausgeschlossen. Bereits am Tag zuvor war die Feuerwehr Rummelsberg zu einer verdächtigten Rauchentwicklung in das Internat gerufen worden, trotz leichter Verqualmung konnte jedoch kein Brandherd gefunden werden.

Eingesetzte Kräfte:

KBI Thiel, KBM Schlerf, KBM Lachmann, KBM Pöllot
FF Rummelsberg mit MZF, DL 30, LF 16, TSF
FF Schwarzenbruck mit MZF, LF 16/12, LF 8, GW, ABC-ErKW und Feuerwehrseelsorger
FF Feucht KdoW, TLF 16/25, TLF 24/50, DLK 23/12, LF 16/12, RW 2, LKW
FF Altdorf mit MZF, TLF 16/25, DLK 23/12, LF 16/12, RW 2, SW 2000
FF Altenthann mit LF 8/6

RD ELW, Einsatzleiter Rettungsdienst, 4 RTW, SEG Winkelhaid

Bericht: KFV Online

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