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Gemeinsames Gerätehaus eingeweiht 11.07.2003

OBERFERRIEDEN / UNTERFERRIEDEN (DB3) - Mit einem Festakt wurde am 27. Juni 2003 das neue gemeinsame Gerätehaus der Feuerwehren Oberferrieden und Unterferrieden seiner Bestimmung übergeben. Zahlreiche Ehrengäste waren bei dieser feierlichen Übergabe anwesend. Am 28. Juni hatte dann die Bevölkerung Gelegenheit, das neue Domizil der Wehren zu besichtigen.

Viele Ehrengäste waren zur offiziellen Übergabe des neuen gemeinsamen Gerätehauses gekommen, um Burgthanns Bürgermeister Georg Hirsch und den beiden Feuerwehren Oberferrieden und Unterferrieden ihre Grußworte und Glückwünsche zum neuen Feuerwehrhaus zu überbringen. Neben dem Regierungsvizepräsident von Mittelfranken, Heinz Grunwald, war Landrat Helmut Reich, Kreisbrandrat Bernd Pawelke, Kreisbrandinspektor Peter Schlerf, Landtagsabgeordneter Kurt Eckstein, der Bürgermeister der Nachbargemeinde Postbauer-Heng, Hans Bradl, sowie Architekt Roy von Bychelberg unter den geladenen Gästen.

Zwei benachbarte und eigenständige Feuerwehren unter einem gemeinsamen Dach unterzubringen, das ist nicht unbedingt alltäglich. Wie kam es dazu? Sowohl bei der Feuerwehr Oberferrieden als auch bei der Feuerwehr Unterferrieden stand der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses an. Die beengten Platzverhältnisse sowie die Renovierungsbedürftigkeit der bisherigen Gerätehhäuser waren der Grund dafür.

Da die Ortschaften Oberferrieden und Unterferrieden inzwischen ohnehin bis auf wenige hundert Meter zusammengewachsen sind und genau zwischen den Ortschaften ein gemeindliches Grundstück vorhanden war, überlegte die Gemeinde Burgthann zusammen mit den Feuerwehren, anstatt zwei getrennter Gerätehäuser ein gemeinsames Gerätehaus zu bauen. Gerade in Zeiten leerer kommunaler Kassen wäre diese Lösung ein Schritt in die richtige Richtung. Nachdem auch die Regierung von Mittelfranken diesem Modellprojekt zustimmte, stand der Realisierung nichts mehr im Wege. Wohlgemerkt: Die beiden Feuerwehren Oberferrieden und Unterferrieden bleiben auch unter dem gemeinsamen Dach eigenständig.

Nach einem Jahr Bauzeit war das neue Gerätehaus fertiggestellt. Es verfügt über 5 Stellplätze, einer Fahrzeug-Waschhalle, die von allen Feuerwehren der Gemeinde Burgthann genutzt werden kann, einer Atemschutzwerkstatt, Lagerräume sowie den notwendigen sanitären Einrichtungen. Im Obergeschoss befindet sich ein Schulungsraum, ein Lehrmittelraum, eine Teeküche, Kleiderkammer, Bereitschaftszimmer sowie ein Kommandantenzimmer. Die Baukosten betrugen 1,1 Millionen Euro, wovon die Regierung einen Zuschuss in Höhe von 376.000 Euro in Aussicht gestellt hat. Die Gesamtnutzfläche beträgt 780 Quadratmeter.

Burgthanns Bürgermeister Georg Hirsch bei seiner Begrüßungsrede
Die Ehrengäste: MdL Eckstein, Landrat Reich, KBI Schlerf, Pfarrer Hauser, KBR Pawelke, Pfarrer Dörrich, Regierungsvizepräsident Grunwald, Pfarrer Albrecht

Bürgermeister Hirsch berichtete in seiner Rede bei der Einweihungsfeier von der Entstehungsgeschichte des neuen Feuerwehrhauses. Sowohl er als auch weitere Grußredner lobten dabei die Bereitschaft der selbständigen Feuerwehren Ober- und Unterferrieden, in ein gemeinsames Gerätehaus einzuziehen. Hirsch merkte dabei an, dass auch die Feuerwehr Ezelsdorf bereit gewesen wäre, das gemeinsame Gerätehaus zu beziehen, was aber aufgrund verkehrstechnischer Gründe nicht realisiert werden konnte.

Den kirchlichen Segen für das neue Feuerwehrhaus erteilte Pfarrer Dörrich von der evangelischen Kirchengemeinde Oberferrieden zusammen mit dem katholischen Pfarrer Albrecht aus Pyrbaum und Pfarrer Hauser aus Burgthann mit dem Psalm 133 "Siehe, wie gut es ist, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen". Damit lobten sie auch das Bestreben der Wehren aus den beiden Ortschaften, die trotz unterschiedlicher Charaktären das Gemeinsame gesucht haben.

Anschließend übergab der Architekt des Feuerwehrhauses, Roy von Bychelberg, den symbolischen Schlüssel an den Rathauschef Georg Hirsch, der ihn sogleich an die beiden Kommandanten Konrad Reinhardt der Feuerwehr Oberferrieden und Jürgen Pröschold der Feuerwehr Unterferrieden weitergab. Stellvertretend für beide Wehren bedankte sich Reinhardt bei allen Beteiligten, die dieses Projekt realisiert haben.

Architekt Roy von Bychelberg (rechts) übergibt den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Hirsch, der ihn sogleich an die Kommdanten Reinhardt (Oberferrieden, links) und Pröschold (Unterferrieden, Mitte) weitergibt.

Kreisbrandrat Bernd Pawelke beglückwünschte die beiden Wehren zu ihrem neuen Haus und lobte ebenfalls den Zusammenschluss unter dem gemeinsamen Dach. Regierungsvizepräsident Heinz Grunwald zeigte in seinem Grußwort auf, dass die Regierung von Mittelfranken einen Zuschuss in Höhe von 376.000 Euro zu den Baukosten in Aussicht gestellt habe.

Die weiteren Grußredner: Die Kommandanten von Unter- und Oberferrieden Jürgen Pröschold und Konrad Reinhard, Kreisbrandrat Pawelke, Landrat Helmut Reich, Regierungsvizepräsident Heinz Grunwald, Landtagsabgeordneter Kurt Eckstein und Bürgermeister Hans Bradl von der Nachbargemeinde Postbauer-Heng.

Im Anschluss an die Grußworte von Landrat Helmut Reich, MdL Kurt Eckstein und Bürgermeister Hans Bradl hatten auch die Vertreter der Vereine, Nachbarwehren, Patenvereine und die ausführenden Firmen die Gelegenheit, ihre Glückwünsche und Geschenke zu überbringen. Nach dem offiziellen Teil hatten dann alle Gäste die Möglichkeit, alle Räume des neue Gerätehauses zu besichtigen.

Am darauffolgenden Samstag, dem 28. Juni 2003, veranstalteten die beiden Feuerwehren einen großen "Tag der offenen Tür" und stellten dabei der Öffentlichkeit mit einem großen Rahmenprogramm ihr neues Domizil vor.

In einer großen Fahrzeugschau konnten die Fahrzeuge der beiden Feuerwehren besichtigt werden. Die Feuerwehr Oberferrieden verfügt über ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 mit Zusatzbeladung zur technischen Hilfeleistung, einem Mehrzweckfahrzeug und einer Anhängeleiter. Die Feuerwehr Unterferrieden hat ebenfalls ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6, allerdings ohne Zusatzbeladung THL, sowie eine Anhängeleiter.

Ergänzt wurde die Fahrzeugschau durch den Schlauchwagen und dem Gerätewagen-Gefahrgut der Feuerwehr Altdorf sowie der Drehleiter und dem Tanklöschfahrzeug 24/50 der Feuerwehr Feucht. Die Feuerwehr Unterferrieden stellte ihre alte, historische Handruckspritze aus und zeigte den Besucher in einer Vorführung, dass sie auch noch funktioniert.

Die Besucher wurden von den Feuerwehrkameraden durch das neue Haus geführt und hatten die Möglichkeit, ihren Blutdruck messen zu lassen. Über eine Beamer wurden dem interessierten Publikum Filme über die Arbeit der Feuerwehr und Jugendfeuerwehr gezeigt. Auch für die Kinderunterhaltung war bestens gesorgt. Sie konnten sich beim Zielspritzen, Glücksrad und der Kistenrollbahn vergnügen.

Am Nachmittag standen dann einige feuerwehrtechnische Vorführungen am Programm. Die Feuerwehr Feucht führte ihr Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 vor und zeigte eindrucksvoll die große Wurfweite, die mit dem Dachmonitor erzielt werden kann. Er kommt zum Einsatz, wenn Brände bereits ausgedehnt sind und mit großem Löschmittelbedarf bekämpft werden müssen. Die Feuerwehr Oberferrieden, die in ihrem Löschfahrzeug über einen hydraulischen Rettungssatz verfügt, zeigte, wie man eine eingeklemmte Person aus einem verunfallten Fahrzeug rettet.

Der Tag fand seinen Abschluss in einem Kameradschaftsabend, zu dem die Feuerwehren Oberferrieden und Unterferrieden auch ihre Patenwehren Ezelsdorf, Röthenbach b. Altdorf und Lindelburg eingeladen hatten.

Bericht: KFV Online
Fotos:
FF Unterferrieden, FF Oberferrieden, Gemeinde Burgthann, KFV Online

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