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Scheuenbrand in Altdorf 29.01.2009

ALTDORF (DB3) - Am Montag, den 18. Januar 2010, wurde die Freiwillige Feuerwehr Altdorf kurz vor 7.00 Uhr von der Leitstelle Nürnberg mit dem Stichwort "Feuermeldung" in den Feuerweg 1 alarmiert.

Dabei handelt es sich um ein großflächiges landwirtschaftliches Anwesen, bestehend aus Wohnhaus und mehreren Scheunen in unmittelbarer Nachbarschaft des Feuerwehrgerätehauses und der Rettungswache.

 

Bereits bei der Anfahrt zum Stützpunkt war der gemeldete Feuerschein weit ersichtlich. Zu diesem Zeitpunkt war auch das Bersten der Bedachung (Asbestfaserplatten) unüberhörbar.

Die erste Erkundung ergab folgende Einsatzlage: Bei einer ca. 6 x 15 Meter große Halle auf der Rückseite des Anwesens loderten Flammen aus dem Dach. In der Halle lagerten etwa 80 Rundheuballen.
Auf der Rückseite war ein halboffener Unterstand angebaut, in dem sich 50 Mutterschafe und 30 Lämmer befanden. Diese wurden bereits vom Landwirt und einigen Nachbarn auf die angrenzende Wiese getrieben und in einem Pferch in Sicherheit gebracht.

 
     
 

Wegen der engen Bebauung wurde vom Einsatzleiter der Feuerwehr Altdorf bei der Leitstelle Nürnberg eine Erhöhung der Alarmstufe angefordert. Hierzu wurden die Freiwilligen Feuerwehren Röthenbach b. Altdorf und Winkelhaid nachalarmiert.

Zeitgleich stießen vom 1. LF 16 der Feuerwehr Altdorf zwei Trupps unter Atemschutz mit C-Rohren auf der Nordseite der Halle durch die Scheunentore vor. Parallel dazu wurde auf der Südseite mit dem 2. LF 16, dem TLF und der DLK ein Wenderohr in Betrieb ge-nommen.

Während die Kräfte aus Winkelhaid mit 2 C-Rohren die Abschirmung der benachbarten Scheune übernahmen, legte Röthenbach eine weitere B-Leitung zur Einsatzstelle.
Zur Unterstützung mit Atemschutztrupps wurde schließlich die Freiwillige Feuerwehr Eismannsberg gegen 7.45 Uhr nachalarmiert.

Nach ca. 45 min konnte dann "Feuer aus" gemeldet werden.

Zeit- und personalintensiv gestalteten sich die Nachlöscharbeiten: mit mehreren Traktoren wurden die Heuballen einzeln aus der Scheune auf die benachbarte Wiese gefahren, dort ausgebreitet und endgültig abgelöscht.

 

Während die Kräfte aus Röthenbach und Winkelhaid am späten Vormittag bereits wieder einrücken konnten, zogen sich die Nachlösch- und Aufräumarbeiten bis gegen 17.00 Uhr hin. Alleine die Feuerwehren Altdorf, Eismannsberg und Röthenbach setzten bei diesem Einsatz 24 Atemschutzgeräte ein.

Besonders hervorzuheben war die schnelle und gute Versorgung der Unterstützungsgruppe vom BRK Altdorf, die die Einsatzkräfte im Rotkreuz-Haus mit heißen und kalten Getränken und belegten Brötchen reichlich verwöhnten.

Eingesetzte Kräfte:

KBI Peter Schlerf, KBM Andreas Hübner
Feuerwehr Altdorf: 120/11/1, 120/21/1, 120/30/1, 120/40/1, 120/40/2
Feuerwehr Eismannsberg: 121/47/1
Feuerwehr Röthenbach b. Altdorf: 128/11/1, 128/43/1
Feuerwehr Winkelhaid: 155/21/1, 150/40/1, 155/48/1
Rettungsdienst: ELRD ASB Lauf, 120/71/76 RTW BRK Altdorf, 70/71/71 RTW ASB Lauf,
120/76/24 NEF BRK Altdorf, 45/71/1 UG-RD BRK Altdorf
Polizeiinspektion Altdorf
Kripo Schwabach
Stadtwerke Altdorf
Bauhof Altdorf

Bericht und Fotos: FF Altdorf

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