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Großeinsatz
nach LKW-Unfall auf A3 |
21.07.2010 |
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ALTDORF/WINKELHAID
- Am 20.07.2010 wurden die die Freiwilligen Feuerwehren aus Altdorf,
Feucht Schwarzenbruck und Winkelhaid sowie die Berufsfeuerwehr Nürnberg
zu einem schweren Verkehrsunfall mit drei LKWs alarmiert. Einsatzstelle
war die BAB 3 zwischen dem Autobahnkreuz Altdorf und dem Autobahnkreuz
Nürnberg.
Nach Ermittlungen der Polizei
mussten zwei Lastkraftwagen verkehrsbedingt anhalten. Ein dritter fuhr
auf die beiden stehenden LKWs auf und schob die Fahrzeuge zusammen.
Bei dem Aufprall verschoben sich die geladenen Betondeckenteile des
Unfallverursachers, rissen die Kabine aus der Verankerung und führten
zu einer extremen Verformung des Führerhauses. Hierbei wurde der Fahrer
schwerst eingeklemmt.
Die zuerst eintreffende
Feuerwehr aus Altdorf sicherte die lose Kabine mittels Ratschengurten
und einem Holzunterbau. Dann folgte ein Erstzugang für den Rettungsdienst.

Um die Kabine zusätzlich
zu sichern, wurde der Kranwagen der Berufsfeuerwehr Nürnberg in Stellung
gebracht und das extrem instabile Führerhaus angehängt. Die Kräfte aus
Winkelhaid und Nürnberg unterstützten die Altdorfer Bemühungen. So standen
am Ende im Bereich der Fahrerseite zwei Rettungsplattformen, fünf Hydraulikaggregate
mit Scheren, Spreizer, Rettungszylindern und Zubehör zur Verfügung.
Um den hochstehenden
Anhänger mit den verschobenen Betonteilen zu sichern, wurde von den
Feuerwehren aus Feucht und Schwarzenbruck eine Behelfskonstruktion mit
Hilfe von Baustützen, Rüstholz und Ratschengurten errichtet.

Nach den Sicherungsmaßnamen
legten die beiden Wehren einen weiteren Ablageplatz im Bereich der Beifahrerseite
an. Hier standen eine Rettungsplattform und drei Hydraulikaggregate
mit Scheren, Spreizer, Rettungszylindern und Zubehör zur Verfügung.
Die Geräte wurden dann parallel von beiden Fahrzeugseiten eingesetzt.
Dieser immense Geräteinsatz
wurde notwendig, da aufgrund der abgerissenen Kabine keine Widerlager
für das hydraulische Rettungsgerät vorhanden waren. Dadurch konnten
die eingesetzten Zylinder ihre Kraft kaum entfalten und kein Blech verdrängen.
Der Versuch über die Kabinenrückwand einzudringen musste abgebrochen
werden, da das Fahrerhaus so unter Spannung stand, dass es zu unkontrollierten
Bewegungen kam.
Erst der kombinierte
Einsatz von bis zu sechs Rettungszylindern, zwei Spreizern und zwei
Rettungsscheren gleichzeitig auf engstem Raum führte zur Befreiung des
Fahrers. Mithilfe eines Rettungsbrettes konnte er aus seinem LKW gerettet
werden. Leider verstarb er wenige Minuten später noch an der Einsatzstelle.
Nach den Rettungsarbeiten
wurden die Feuerwehren nach und nach herausgelöst und die Einsatzstelle
an das THW Lauf, ein Bergeunternehmen und die Autobahnmeisterei übergeben.

Während der Rettungsarbeiten
kam es im Einsatzgebiet der Feuerwehr Altdorf zu einem PKW-Brand. Da
alle Kräfte gebunden waren wurden die Feuerwehren aus Leinburg und Diepersdorf
alarmiert. Einsatzstelle war hier die BAB 6 kurz vor dem AK Altdorf
in Fahrtrichtung Heilbronn. Als die Kräfte eintrafen, hatten Beamte
der VPI Feucht das Feuer mit einem Feuerlöscher bereits gelöscht.
Eingesetzte
Kräfte:
KBR
Thiel, KBI Schlerf, KBM Kölbl
FF Altdorf
mit 120/40/1, 120/40/2, 120/61/1
FF Feucht
mit 138/10/1, 138/40/1, 138/40/2, 138/61/1, 138/50/1, 138/81/81 + VSA
FF Schwarzenbruck
mit 150/40/1, 150/50/1
FF Winkelhaid
mit 155/48/1, 155/11/1
BF Nürnberg
mit ELW (2/12/1), RW (4/61/1), KW 50 (4/64/1)
Rettungsdienst
2 RTW, KTW, NEF, ELRD, RTH
VPI Feucht
mit mehreren Streifen, Polizeihubschrauber
THW OV Lauf
Unfallsachverständiger
Bergeunternehmen
Autobahnmeisterei
Bericht und Fotos:
FF Markt Feucht |