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FEUCHT (DB3) - Am späten Samstagabend des 08.01.2011 wurde die Freiwillige Feuerwehr Markt Feucht gegen 22.00 Uhr telefonisch über einen großflächigen Wasserschaden auf dem Gelände eines Industriebetriebs informiert. Da die Feuchter Kräfte zu diesem Zeitpunkt gerade einen anderen Einsatz abgearbeitet hatten, konnte der Kdow die neue Einsatzstelle direkt zur Erkundung anfahren, während die restlichen Fahrzeuge mit ihren Besatzungen am Gerätehaus in Bereitschaft blieben. An der gemeldeten Adresse fanden die Feuerwehrleute folgende Lage vor: Durch das starke Tauwetter und die ergiebigen Regenfälle der letzten Tage hatte sich im Waldgebiet hinter der Gsteinacher Straße ein großflächiger See gebildet. Der zum Teil noch gefrorene und gesättigte Boden konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen, so dass sich diese ihren Weg durch das Gelände eines angrenzenden Industriebetriebs bahnten. Dessen Kanalabläufe konnten ebenfalls die Menge nicht mehr abtransportieren, wodurch bereits etliche Garagen und Werkstätten sowie ein mehrere hundert Quadratmeter großer Hof teilweise bis zu einem halben Meter hoch überflutet wurden. Bei weiter steigendem Wasser wären weitere Wirtschaftsteile sowie Wohnbereiche betroffen gewesen und die Schadensfläche hätte sich auf mehrere tausend Quadratmeter ausgedehnt. Da von einem größeren
Einsatz auszugehen war, ließ die Einsatzleitung zunächst
den Feuchter Bauhofleiter, sowie den zuständigen Kreisbrandinspektor
Schlerf und den Fachberater des THW Lauf über die ILS alarmieren. Zur Umsetzung dieses Plans wurden die im Feuchter Gerätehaus befindlichen Einheiten zur Einsatzstelle beordert und gleichzeitig nochmals Alarm für die gesamte Feuchter Wehr ausgelöst. Mit einer zweiten Alarmierung wurde die Feuerwehr Altdorf mit Sandsäcken und Schmutzwasserpumpen angefordert. Der Fachberater des THW Lauf forderte über seine Unterkunft ebenfalls Einheiten mit Sandsäcken an. Da das Gelände des Industriebetriebs am Ende einer Stichstraße gelegen und nur durch eine enge Zufahrt erreichbar war, übernahm der Feuchter Kommandowagen Wehr die gesamte Koordination. Als Bereitstellungsraum wurde der Parkplatz eines Baumarktes eingerichtet. Die Einsatzstelle wurde in drei Abschnitte unterteilt: Abschnitt 1: Hof
des Industriegeländes Abschnitt 2: Waldgebiet Abschnitt 3: Ausleuchten
Waldgebiet Alle Maßnahmen
zusammen zeigten schließlich nach mehreren Stunden Erfolg und
es gelang den Einsatzkräften, den Wassereintritt zu reduzieren,
noch nicht betroffene Gebäude des Anwesens zu schützen und
vor allem ein Ausbreiten auf Wohnbereiche zu verhindern. Eingesetzte Kräfte: KBI Schlerf, KBM
Pölloth, KBM Hübner, KBM Kölbl |
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Created by Bernd Haslinger, Florian Krüger |