Happurg (DB 1) - Mit einer eindrucksvollen Eisrettungsübung haben Wasserwacht und Feuerwehr am Wochenende ihre Einsatzbereitschaft für Notfälle auf zugefrorenen Gewässern unter Beweis gestellt. Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt probten die Einsatzkräfte am Happurger Baggersee verschiedene Rettungsszenarien. Auch viele interessiert Zuschauer waren anwesend und beobachteten das Übungsgeschehen.
Bereits in der Vergangenheit übten die beiden Rettungsorganisationen zusammen. Der Einsatzleiter der Wasserwacht, Patrick Lebrecht und der Einsatzleiter der Feuerwehr, Thomas Loos betonten bei Ihrer Einweisung, wie wichtig gemeinsame Übungen für den späteren Einsatzerfolg sind. So stand auch im Mittelpunkt vor allem das Zusammenspiel beider Organisationen. Gemeinsam trainierten die Teams die Annäherung an eine ins Eis eingebrochene Person sowie die Rettung aus der Einbruchstelle.
Zum Üben nutzen die Retter verschiedene zur Verfügung stehende Hilfsmittel wie z.B. Eisrettungsschlitten (ist bei beiden Organisationen vorhanden), das Schubboot der Feuerwehr, eine Schleifkorbtrage, Wurfleinen oder aber auch Leiterteile. Besonderes Augenmerk lag auf den wichtigsten Einsatzregeln der Eisrettung. Dazu gehört vor allem, dass sich Retter niemals ungesichert auf dünnes oder gebrochenes Eis begeben. Stattdessen wird die Annäherung grundsätzlich kriechend oder liegend durchgeführt, um das Gewicht bestmöglich zu verteilen. Nach der erfolgreichen Rettung steht die schnelle Wärmeerhaltung des Verunfallten im Mittelpunkt, da Unterkühlung eine der größten Gefahren darstellt.
Die Verantwortlichen zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung. „Nur durch regelmäßiges gemeinsames Training können wir im Ernstfall schnell, sicher und effektiv handeln“, betonte die beiden Einsatzleiter unisono. Die Übung verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig eingespielte Abläufe und klare Kommunikation zwischen den Organisationen sind. Teilnehmer Wasserwacht: 12 Personen Teilnehmer FF Happurg: 15 Personen
Bericht und Bilder: FF Happurg


