Aktuelles aus dem Landkreis

Feuerwehr und Wasserwacht übten gemeinsam

Am 03. Februar fand in Weißenbrunn eine gemeinsame Ausbildung der Wasserwacht und Feuerwehr im Landkreis Nürnberger Land zum Thema „Eisrettung“ statt. Unter realen Bedingungen konnte man sich hier auf den Ernstfall vorbereiten.

Eisrettungen gehören nicht zu den alltäglichen Einsätzen der Feuerwehr. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass diese zu derartigen Einsätzen mit alarmiert werden. Denn die örtlichen Feuerwehren können auf Grund ihrer räumlichen Nähe schnell Hilfe leisten und bringen die entsprechende Ortskenntnis mit. Bei derartigen Einsätzen ist auch Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen, insbesondere der Wasserwacht gefragt.

Daher gilt es für die Feuerwehren auf derartige Szenarien entsprechend vorbereitet und geschult zu sein. Da nun in diesem Jahr nach mehreren eher warmen Wintern dank einer längeren Frostperiode endlich wieder zugefrorene Wasserflächen vorhanden waren, lag der Gedanke nahe, hier eine praxisnahe Ausbildung für die Feuerwehren im Landkreis anzubieten. Mit der Kreiswasserwacht Nürnberger Land hatte Kreisbrandmeister Sven Burger, verantwortlich für die Ausbildung der Feuerwehren im Dienstbezirk 3, schnell einen kompetenten Partner für dieses Angebot gefunden und so machte man sich gemeinsam an die Planung.

Um möglichst viele Feuerwehren mit dem Angebot erreichen zu können, entschied man sich für eine Ausbildung nach dem Multiplikatorenprinzip: Die Feuerwehren schicken Teilnehmer, die das Erlernte dann in den heimischen Feuerwehren bei den Ausbildungen und Übungen mit einbringen. Das hat sich in der Vergangenheit bereits sehr bewährt und ermöglicht es, das Wissen breit zu streuen.

Am 03. Februar war es dann so weit. Die gemeinsame Ausbildung zum Thema Eisrettung fand statt. Als Örtlichkeit wurde das Weißenbrunner Naturbad ausgewählt, denn hier gab es ideale Bedingungen: Eine große Eisfläche, sichere Standplätze, gute Sicht von allen Seiten und auch eine Möglichkeit, um sich etwas aufzuwärmen. Alle acht Ortsgruppen der Wasserwacht beteiligten sich an der Ausbildung, auch für die Wasserwacht im Landkreis somit kein alltägliches Ereignis.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung in das Thema durch Leon Hertwich, Stellv. Technischer Leiter der Kreiswasserwacht, startete man direkt in die Praxis. An insgesamt fünf Stationen konnten verschiedene Gerätschaften und Methoden geschult und geübt werden. Neben Hilfsmitteln, die bei den Feuerwehren selbst zur Verfügung stehen, wie Leitern oder Schleifkorbtragen, kamen auch Gerätschaften, die die auf solche Szenarien spezialisierte Wasserwacht zur Verfügung stellen kann, zum Einsatz. Zu nennen wären hier ein spezieller Eisrettungsschlitten, Eisretter oder Schubboote. Auch auf die Zusammenarbeit zwischen den beiden Hilfeorganisationen wurde in den Ausbildungseinheiten besondere Wert gelegt.

Kameraden der Feuerwehren Weißenbrunn und Leinburg, die die Ausbildung unterstützten, sorgten im Weißenbrunner Bad für das entsprechende Licht, die Wasserwacht sorgte für die entsprechende Absicherung aller Beteiligten. Für den Ernstfall standen hier auch Rettungstaucher bereit. An der Übung nahmen über 50 Ehrenamtliche von Feuerwehr und Wasserwacht teil.

Die nicht alltägliche gemeinsame Ausbildung der beiden Hilfsorganisationen zog auch zahlreiche Zuschauer an. Neben vielen interessierten Bürgern waren auch zahlreiche Mitglieder der Kreisbrandinspektion sowie Kommandanten der Feuerwehren im Landkreis ins Weißenbrunner Bad gekommen und konnten sich von der hervorragenden Zusammenarbeit überzeugen.

Nach drei Stunden üben war man dann zwar durchgefroren, aber um viele Kenntnisse und Erfahrungen reicher. Die Veranstaltung war für alle Beteiligten somit ein voller Erfolg. Und so bedankte sich Kreisbrandmeister Sven Burger bei allen Ausbildern der Wasserwacht und bei den Helfern der Feuerwehren Leinburg und Weißenbrunn für den gelungenen Ausbildungsabend und die Unterstützung. Sein Dank ging auch an die Gemeinde Leinburg, die den Zutritt zum Naturbad ermöglichte.

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass durch die nun wieder wärmeren Temperaturen das Eis zunehmend abtaut und Eisflächen nicht betreten werden sollten, da eine ausreichende Tragfähigkeit nicht gewährleistet ist.

 

Bericht und Bilder: Kreisbrandinspektion Nürnberger Land

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