Im Rahmen der Indienststellung des neuen CBRN-Erkundungsfahrzeugs nahmen 8 Feuerwehrleute der Feuerwehr Schwarzenbruck am Lehrgang „Träger von Körperschutz Form 2 im ABC-Einsatz“ teil. Die CBRN-Erkundungsfahrzeuge werden im Rahmen einer Bundesbeschaffung an alle Landkreise in Bayern ausgeliefert.
Das Fahrzeug für den Landkreis Nürnberger Land konnte kurz vor Weihnachten in Empfang genommen werden und ist nun bei der Feuerwehr Schwarzenbruck stationiert. Es ist dafür vorgesehen, bei größeren Schadenslagen gefährliche Stoffe im chemischen, biologischen, radioaktiven und nuklearen Bereich ( CBRN ) mit speziellen Laborgeräten aufzuspüren, zu detektieren und zu messen. Die hierfür benötigte umfangreiche Ausbildung umfasst die Vorgabe, dass das Bedienpersonal des Fahrzeugs einen Lehrgang zum Tragen von Körperschutzanzügen ( CSA ) der Form 2 durchgeführt haben muss. Bei diesem Lehrgang gemäß Feuerwehrdienstvorschrift 7 handelt es sich um einen Fortbildungslehrgang für Atemschutzgeräteträger.
Im Rahmen des zehn Ausbildungseinheiten umfassenden Lehrgangs lernten die Teilnehmer das Ankleiden und Ablegen der Spezialanzüge, die mit schwerem Atemschutz getragen werden müssen und bis zu einem gewissen Grad vor gefährlichen Stoffen schützen. Bewegungs- und Fingerfertigkeitsübungen vermittelten ein erstes Gefühl für das erschwerte Arbeiten mit diesen Anzügen.
Ein Schwerpunkt der Ausbildung war der Umgang mit der Dekontaminationsstation, in der kontaminierte Feuerwehrleute nach dem Einsatz fachgerecht gereinigt und entkleidet werden können. Dabei ist besonders zu beachten, dass keine Verschleppung von Gefahrstoffen auftritt.
Im Rahmen von zwei Szenarien übten die Teilnehmer anschließend das einsatzmäßige Arbeiten mit den Anzügen und den Durchgang durch die Dekonstation. Neben dem Festlegen der Absperrgrenze und des Gefahrenbereichs sowie dem Durchführen von Messungen mussten auch betroffene Personen gerettet, dekontaminiert sowie ein verunfallter Feuerwehrmann notfallmäßig aus dem Anzug geholt werden.
Am Ende des Ausbildungstages konnten alle Teilnehmer ihre Zeugnisse entgegennehmen. Kreisbrandmeister Christian Lankes bedankte sich bei den Teilnehmern für ihren Einsatz und besonders bei Markus Zaretzky und Jörg Hirschmann von der Feuerwehr Altdorf, bei der der Gefahrgutzug des Landkreises stationiert ist, für die professionelle ehrenamtliche Durchführung der Ausbildung. Auch der für den Bereich Gefahrgut im Landkreis zuständige Kreisbrandmeister Marco Migliaccio sowie Kreisbrandinspektor Florian Bayer überzeugten sich im Lauf des Tages von der Ausbildung und zeigten sich erfreut über das Engagement aller Feuerwehrleute.
Bericht und Bilder: Kreisbrandinspektion Nürnberger Land


