Ezelsdorf (DB 3) - Bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde. Bereits nach wenigen Minuten ohne Sauerstoffversorgung können schwere und bleibende Schäden entstehen. Um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken, gibt es seit Oktober 2024 das Projekt „Nürnberger-Land schockt“.
Über die Handyapp "Region der Lebensretter 3.0" werden registrierte Helferinnen und Helfer bei einem vermuteten Herzstillstand von der Leitstelle alarmiert. Zwei von ihnen werden direkt zur Einsatzstelle geführt. Ein weiterer Helfer wird angewiesen den nächstgelegenen öffentlichen Defibrilator zur Einsatzstelle zu bringen. Dort können sie umgehend mit lebensrettenden Reanimationsmaßnahmen beginnen und so die kritische Phase bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken.
Auch 21 Kameraden der Feuerwehr Ezelsdorf nahmen an einem Reanimationskurs teil, um im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein. Die Schulung wurde von Tobias Buchholz, Projektkoordinator und Ausbilder bei der AGNF (Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth) gehalten. Hierbei wurden die Helfer auf das App System eingewiesen um im Zweifelsfall schnellstmöglich Helfen zu können.
Darüber hinaus trainierten die Teilnehmer intensiv das richtige Vorgehen bei einer Reanimation sowie den sicheren Umgang mit einem Defibrillator. Schritt für Schritt wurden die Abläufe wiederholt, um im Ernstfall routiniert und sicher handeln zu können. Nach Abschluss der Ausbildung sind unsere Kameraden nun als zusätzliche Lebensretter in Ezelsdorf einsatzbereit.
Ein herzliches Dankeschön an Tobias Buchholz und das Team von Nürnberger Land schockt für die hervorragende und praxisnahe Ausbildung sowie an das BRK Nürnberger Land für die Bereitstellung des Ausbildungsmaterials.
Bericht und Fotos: Thomas Viehauser - FF Ezelsdorf


