Aktuelles aus dem Landkreis

Zwei neue Fahrzeuge für die Feuerwehr Feucht

Feucht (DB 3) - Zur offiziellen Übergabe und Indienststellung der neuen Drehleiter sowie eines Notstromanhängers konnte der Feuchter Kommandant Erwin Felsner zahlreiche Gäste aus Landtags-, Bezirkstags-, Kreistags- und Kommunalpolitik, der Kreisbrandinspektion, der Moosbacher Ortswehr, der beiden Kirchen sowie der Hersteller- und Ausstattungsfirmen begrüßen.

Felsner freute sich, als Kommandant gleich zwei neue Fahrzeuge in Dienst stellen zu können. Der Stromanhänger eröffnet die Sicherheit, in Zeiten von Strommangellagen und Störungen in Stromnetzen im Feuerwehrhaus, das im Katastrophenfall auch als sog. Einsatzleuchtturm und Führungsstelle betrieben wird, unabhängig voll handlungsfähig zu bleiben. Auch die angebaute Rettungswache kann mitversorgt werden. Die Drehleiter als das herausragende Fahrzeug im Feuchter Fuhrpark, von seiner Ausstattung und Leistungsfähigkeit und der verbauten Technik aktuell eines der modernsten Hubrettungsfahrzeuge für seine Hauptaufgabe: der Rettung von Menschenleben.

Feuchts Bürgermeister Jörg Kotzur sieht mit dem Stromanhänger und weiteren in den letzten Jahren getätigten Investitionen und durchgeführten Aktionen die Marktgemeinde als sehr gut aufgestellt, um in Notlagen handlungsfähig zu bleiben. Sowohl beim Notstromanhänger als auch bei der Drehleiter verwies Kotzur auf die stete Einigkeit im Marktgemeinderat bei Beschaffungen für Sicherheit im Allgemeinen und die Feuerwehr im Speziellen. Er dankte allen ehrenamtlich Aktiven der Feuerwehr für die investierte Zeit für Ausbildung, Bedienung und Engagement.

Landrat Armin Kroder begrüßte außerordentlich, dass Ehrenamtliche im Feuerwehrdienst 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag bereit stehen. Er wies darauf hin, dass immer noch viele Bürger denken, dies wäre alles hauptamtlich. Die Beschaffung der beiden Fahrzeuge, von denen v.a. die Drehleiter mit Bezuschussung des Landkreises unterstützt wurde, zeigt, dass der Landkreis sehr aktiv ist, um sich resilient aufzustellen. Den Feuerwehrleuten wünschte er viel Spaß beim Üben und stets erfolgreiches Arbeiten bei den Einsätzen. Zum Schluß dankte er auch den Familien der Aktiven für die große Unterstützung.

Kreisbrandrat Holger Herrmann bezeichnete diesen Tag als "wunderbar für die Bürger von Feucht". Die Beschaffung der beiden Fahrzeuge ist aus seiner Sicht absolut notwendig und passt richtig in das Gesamtkonzept des Landkreises. Die v. a. in der Drehleiter enthaltene Technik beschrieb er als für die nächsten Jahrzehnte unverzichtbar. Herrmann bedankte sich bei der Marktgemeinde für das vorausschauende Denken und beim Landkreis sowie dem Freistaat Bayern für die Bezuschussung. Auch er wünschte den Aktiven viel Freude und immer ein gesundes Nachhausekommen.

Markus Stelzer von der Feuerwehr Feucht erläuterte den Anwesenden die technischen Details. Er spannte dabei einen historischen Bogen von der ersten Drehleiter aus dem Jahr 1968 bis in die Zukunft, wenn in vielleicht 30 Jahren die nächste Generation an Drehleiter beschafft wird.

Bzgl. der neuen und erweiterten Möglichkeiten ging Stelzer v. a. auf die erweiterte Abstützbreite des Fahrzeugs ein, wodurch mehr Ausladung und Nutzlast erreicht werden kann. Früher absolute Ausnahme, heute Standard: Das abknickbare Gelenk im Leiterpark, um auch schwer zugängliche Stellen an Häusern zu erreichen. Weitere Details sind ein umfangreiches Lichtpaket, der Korb, der nun bis zu 4 Personen tragen kann, eine optimierte Krankentragenhalterung, um Patienten schonend aus Gebäuden zu retten, verbesserte Möglichkeiten zur Brandbekämpfung mit fest installierter Wasserleitung, großem Wasserwerfer, Hochleistungslüfter sowie umfangreiche Anschlagpunkte für die Absturzsicherung und Höhenrettung.

Der evangelische Pfarrer Armin Kübler und der katholische Kaplan Dr. Norbert Okoledah-Donkor nahmen die offizielle Segnung der beiden Fahrzeuge vor und bedankten sich im Namen der Bürger bei allen Beteiligten – „vom Finanzierer bis zum Realisierer“ - für die Beschaffung und bezeichneten diese als wichtigen Baustein für die Resilienz.

Otmar Fassold als Vertreter der Drehleiter-Herstellerfirma Magirus übergab offiziell den Fahrzeugschlüssel an den Bürgermeister und wünschte allzeit gute Fahrt und gute Heimkehr von allen Einsätzen. Bürgermeister Kotzur als Dienstherr der Feuerwehr reichte den Schlüssel weiter an Kommandant Felsner und lud damit alle Anwesenden zum Abschluß des Abends zu einem gemeinsamen Imbiss ein.

Nähere Details und Infos zur Drehleiter auf www.ff-feucht.de

 

Bericht und Bilder: FF Feucht

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