Feucht (DB 3) - 24 Feuerwehrdienstleistende aus 11 Feuerwehren des Landkreises Nürnberger Land trainierten am 06.06.2026 beim Modultag Absturzsicherung in Feucht verschiedene Techniken zur Sicherung und Rettung von Personen aus Höhen und Tiefen.
Gestern fand in Feucht ein Modultag zum Thema Absturzsicherung statt. Insgesamt 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 11 Feuerwehren des Landkreises Nürnberger Land nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen zu vertiefen und praktische Fähigkeiten im Bereich der Absturzsicherung zu trainieren.
Betreut wurde die Ausbildung von acht Ausbildern aus allen drei Dienstbezirken. Ziel des Ausbildungstages war es, den Feuerwehrkräften verschiedene Möglichkeiten der Absturzsicherung und Personenrettung aus Höhen und Tiefen näherzubringen sowie bestehende Kenntnisse aufzufrischen und zu erweitern.
Zu Beginn der Veranstaltung standen theoretische Inhalte auf dem Programm. Behandelt wurden verschiedene Einsatzmöglichkeiten von Drehleitern im Zusammenhang mit der Absturzsicherung sowie unterschiedliche Rettungssysteme und Hilfsmittel. Die Ausbilder erläuterten dabei unter anderem die Verwendung von Tragenhalterungen, seilgestützten Rettungsverfahren, dem Rescue Support System sowie dem Rescue Loader.
Im Anschluss ging es an die Praxis. An drei Stationen konnten die Teilnehmer verschiedene Szenarien beüben.
An der ersten Station lag der Schwerpunkt auf dem sicheren Arbeiten auf Dachflächen. Hier wurden verschiedene Möglichkeiten zur Absturzsicherung vorgestellt und praktisch angewendet. Zum Einsatz kamen der Gerätesatz Absturzsicherung, Feuerwehrleinen und Feuerwehr-Haltegurte sowie moderne knotenfreie Sicherungssysteme. Zusätzlich wurden der Aufbau und die Nutzung eines Seilgeländers geübt.
Die zweite Station beschäftigte sich mit der Personenrettung aus Höhen. Dabei konnten die Teilnehmer die Unterschiede zwischen dem knotenfreien System und dem klassischen Gerätesatz mit Auf- und Abseilgerät beüben. Verschiedene Rettungsszenarien wurden praktisch durchgeführt und hinsichtlich Handhabung, Geschwindigkeit und Einsatzmöglichkeiten verglichen.
An der dritten Station wurde der sogenannte Leiterhebel trainiert. Diese Technik ermöglicht es, Personen aus schwer zugänglichen Bereichen sicher zu retten und stellt eine wertvolle Ergänzung zu den vorhandenen Rettungsmöglichkeiten der Feuerwehren dar. Unter Anleitung der Ausbilder konnten die Teilnehmer die Vorgehensweise selbst praktisch anwenden.
Der Modultag bot den Teilnehmern eine hervorragende Möglichkeit, ihr Wissen zu erweitern, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich feuerwehrübergreifend auszutauschen. Durch die Kombination aus Theorie und praxisnahen Übungen konnten wichtige Grundlagen für den sicheren Einsatz im Bereich der Absturzsicherung vermittelt und gefestigt werden.
Bericht und Bilder: Kreisbrandinspektion Nürnberger Land


