Durch das Interview führten Frau Martina Grossmann-Müller und Herr Lars Hochreuther vom Museum Lauf. In einer offenen und interessanten Gesprächsrunde berichteten alle Teilnehmerinnen von ihren persönlichen Erfahrungen, ihrem beruflichen oder ehrenamtlichen Werdegang und den Herausforderungen, denen Frauen in klassischen Männerberufen oder -bereichen noch immer begegnen.
Einigkeit herrschte darüber, dass sich in den vergangenen Jahren bereits viel zum Positiven entwickelt hat. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass Vorurteile und Frauenfeindlichkeit leider noch immer existieren. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie man solchen Situationen begegnen kann und was sich gesellschaftlich verändern muss, damit Gleichberechtigung künftig noch selbstverständlicher gelebt wird.
Auch das Publikum brachte sich mit vielen wertvollen Gedanken ein. Besonders der Aspekt der Erziehung spielte dabei eine große Rolle: Rollenbilder sollten Kindern nicht vorgegeben werden. Jungen dürfen mit Puppen spielen, Mädchen mit Autos – und beide sollten die Freiheit haben, ihre eigenen Interessen zu entdecken.
Die Botschaft des Abends war klar: Jede und jeder sollte den Mut haben, den eigenen Weg zu gehen – unabhängig von Geschlecht oder gesellschaftlichen Erwartungen. Oft können Menschen mehr, als sie sich selbst zutrauen. Es lohnt sich, den ersten Schritt zu wagen.
Bericht und Bild: Martina Nehr
