Nach dem erfolgreichen Modultag im Mai beschäftigte man sich nun auch beim gemeinsamen Modultag der Dienstbezirke 1 und 2 intensiv mit dem Thema „Unwetter“. Wie praxis- und einsatzrelevant das Thema ist, hatten die Einsätze in diesem Jahr bereits wiederholt bewiesen.
Unwettereinsätze stellen Einsatzkräfte vor die unterschiedlichsten Herausforderungen und auch das Einsatzspektrum ist dabei weit gefächert. Zusätzlich kommt es bei Unwettern oft zu einer großen Anzahl an parallelen Einsätzen, wie das Unwetter im Bereich von Röthenbach a. d. Peg. in diesem Jahr deutlich gezeigt hat. Hier sind dann oft viele Einsatzkräfte der unterschiedlichsten Organisationen gemeinsam im Einsatz, um die entstandenen Schäden zu beseitigen und schlimmeres zu verhindern.
Aus diesem Grund haben sich die Organisatoren in diesem Jahr entschieden den Modultag unter das Motto „Unwetter“ zu stellen. Und da bei den entsprechenden Einsatzlagen auch das THW mit Personal, Gerät und Fachwissen häufig mit den Feuerwehren gemeinsam im Einsatz ist, wurde der gemeinsame Modultag der Dienstbezirke 1 und 2 beim THW in Lauf durchgeführt. So konnte auch der logistische Aufwand reduziert werden, denn die landkreiseigene Sandsackfüllmaschine sowie zusätzlich nötige Fahrzeuge und Geräte, wie beispielsweise Tieflader und Teleskoplader sind beim THW stationiert.
Die Kreisbrandmeister Frank Schmidt und Thomas Loos, zuständig für das Thema Ausbildung in den Dienstbezirken 1 und 2, konnten bei bestem Wetter am 19. September insgesamt 60 Teilnehmer aus 27 Feuerwehren im gesamten Landkreis beim THW in Lauf begrüßen. Sie dankten dabei den Ausbildern, die teilweise in gemischten Teams aus Feuerwehrlern und THWlern die Ausbildung durchführten, sowie den Kameraden des THWs und der Feuerwehren Behringersdorf, Heuchling, Oberhaidelbach und Schwaig für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung.
Im Anschluss ging es dann an insgesamt vier Stationen in gemischten Gruppen direkt in die Ausbildung. Im Fokus standen dabei Themen, die im Unwettereinsatz wichtig, aber nicht alltäglich in der Übung sind.
Durch das THW wurde den Teilnehmern die landkreiseigene Sandsackfüllanlage vorgestellt und im Anschluss gemeinsam mit dieser geübt. Denn die Abläufe müssen hier im Einsatz gut funktionieren, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Direkt an der nächsten Station ging es dann von der Füllung in die Verarbeitung der Sandsäcke, denn es galt einen Damm aus Sandsäcken richtig zu errichten. Auch weitere Maßnahmen, um Wasser aus Gebäuden fernzuhalten, wurden demonstriert.
An der dritten Station ging es dann um Pumpen, also quasi darum eingedrungenes Wasser wieder aus Gebäuden zu bekommen. Hierfür wurden unterschiedliche Tauchpumpen vorgestellt und das Arbeiten mit diesen geübt. Dabei reichte das Spektrum von Wassersaugern über Tauchpumpen, Schmutzwasserpumpen bis hin zu großen Tauchpumpen des THW.
Als letzte Station standen dann in einem kurzen Theorieteil die Erkundung und Einsatzhygiene auf dem Plan.
Erstmals zum Einsatz kamen bei diesem Modultag die neu beschafften Uhren für das Zeitmanagement an den Stationen und die farblichen Kennzeichnungssystem für die Einteilung der Gruppen. Eine große Erleichterung für die Organisation und Durchführung der Stationsausbildungen.
Am Ende der gelungenen Ausbildungsveranstaltung gab es dann eine gemeinsame Stärkung. Ihr erworbenes Wissen nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun mit in ihre Einheiten, um es dort in Übungen und Einsätze einfließen zu lassen.
Ein besonderer Dank gilt dem Laufer Ortsverband des THW für die freundliche Aufnahme. Durch Veranstaltungen wie diese wird die im Einsatz sehr wichtige und ohnehin bereits gute Zusammenarbeit und Kameradschaft zwischen Feuerwehr und THW weiter gefördert und gestärkt.
Bericht und Bilder: Kreisbrandinspektion Nürnberger Land
