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Atemschutz-Neuausbildung im DB 2

Zwei Feuerwehrfrauen und elf Feuerwehrmänner aus den Feuerwehren Hüttenbach, Lauf, Oedenberg, Rollhofen, Schnaittach, Schönberg und Schwaig sowie der Werkfeuerwehr Diehl und der Feuerwehr Velden (DB 1) absolvierten vom 22. September bis 9. Oktober 2026 erfolgreich den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger.

Der Kompaktlehrgang hat sich bereits mehrfach bewährt und ermöglicht es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die anspruchsvolle Ausbildung innerhalb von knapp drei Wochen zu absolvieren. Das Konzept wurde speziell entwickelt, um den zunehmend begrenzten zeitlichen Möglichkeiten der ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden Rechnung zu tragen.

In insgesamt 27 Unterrichtseinheiten wurden theoretische Grundlagen vermittelt und zahlreiche praktische Übungen durchgeführt. Neben Themen wie Atmung, Sauerstoffmangel, Atemgiften und Einsatzgrundsätzen standen vor allem praxisnahe Ausbildungsinhalte im Mittelpunkt.

Unter realitätsnahen Bedingungen trainierten die Teilnehmer das richtige Anlegen und Bedienen der Atemschutzgeräte, das Öffnen von Türen und Absuchen von Räumen, das Vorgehen in Gebäuden, den Einbau einer mobilen Rauchschürze sowie das Schlauchmanagement und den sicheren Umgang mit Schlauchleitungen bei Nullsicht.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Notfalltraining. Dabei übten die Feuerwehrfrauen und -männer sowohl die schnelle Rettung eines verunfallten Trupppartners als auch die Selbstrettung.

Die hohe körperliche und mentale Belastung eines Atemschutzeinsatzes wurde den Teilnehmern bei der Belastungsübung in der Atemschutzübungsanlage Feucht eindrucksvoll vermittelt. Alle meisterten diese Herausforderung mit Bravour.

Am Mittwoch vor der Abschlussprüfung stand für die angehenden Atemschutzgeräteträger die Heißausbildung in der Brandübungsanlage der Berufsfeuerwehr Nürnberg auf dem Programm. Dabei wurden die im Lehrgang erworbenen Kenntnisse nochmals vertieft. Die Beurteilung von Brandräumen mithilfe des Ampelschemas, die Türöffnung, das Strahlrohrtraining und das Schlauchmanagement wurden praktisch geübt, bevor es anschließend richtig „heiß“ wurde.

Unter großer thermischer Belastung lernten die Teilnehmer den richtigen Umgang mit Hitze, Feuer und Löschwasser. Ein Höhepunkt war die gemeinsame Brandbekämpfung unter realitätsnahen Bedingungen. Besonders eindrucksvoll war die Erfahrung einer schlagartigen Durchzündung brennbarer Pyrolysegase im Brandraum, ein sogenannter „Rollover“. Jeder Teilnehmer konnte das Phänomen beobachten und die richtige Reaktion darauf trainieren.

Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von der praxisnahen Ausbildung und konnten wichtige Erfahrungen für ihre künftigen Einsätze sammeln.

Am 9. Oktober 2026 fand der Lehrgangsabschluss in der Feuerwache Röthenbach statt. Nach einer digitalen Theorieprüfung und einer praktischen Einsatzübung konnten alle 13 Teilnehmer ihr Ausbildungszeugnis entgegennehmen.

Kreisbrandmeister Frank Kramer gratulierte den neuen Atemschutzgeräteträgern herzlich und dankte ihnen für ihr großes Engagement. Er betonte, dass mit dem Lehrgang der Grundstein für einen sicheren Atemschutzeinsatz gelegt sei. Ebenso unverzichtbar bleibe jedoch die regelmäßige Aus- und Fortbildung im Feuerwehralltag.

Ein herzlicher Dank gilt den Atemschutzausbildern des DB 2, die den Lehrgang mit großem Engagement und Fachwissen durchgeführt haben. Ebenso bedanken wir uns bei den Feuerwehren Schwaig, Rückersdorf, Schnaittach und Röthenbach für ihre Unterstützung und die Bereitstellung der Übungsräumlichkeiten.

Bericht und Bilder: Kreisbrandinspektion Nürnberger Land

 

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