Kommandantenversammlung im Dienstbezirk 3

Unter-/Oberferrieden (DB3) – Am Montag, den 11.03.2019 fand im Gerätehaus der Feuerwehr Unter-/Oberferrieden die Dienstversammlung der Kommandanten des Dienstbezirks 3 statt.

Zu Beginn der Versammlung begrüßte Kreisbandinspektor Peter Schlerf neben den anwesenden Kommandanten auch zahlreiche Gäste. Darunter Herrn Landrat Kroder, den zweiten Bürgermeister der Gemeinde Burgthann Herrn Bloß sowie den Leiter der Polizeiinspektion Altdorf Herrn Ersten Polizeihauptkommissar Mihatsch. Von der Kreisbrandinspektion waren noch Kreisbrandrat Thiel, Kreisbrandinspektor Haslinger sowie der Kreisjugendfeuerwehrwart Kreisbrandmeister Brunner anwesend.

 

Landrat Kroder überreichte die besten Grüße der Kreisverwaltung. Im blieb ein Ereignis im vergangenen Jahr besonders in Erinnerung. Dies war das CTIF der Jugendfeuerwehr in Röthenbach / Pegnitz. Er dankte hier nochmals allen Helfern, dass diese großartige Veranstaltung geglückt ist. Von dem dort erwirtschafteten Überschuss konnte ein Jugendanhänger beschafft werden. Auch blickte er ganz aktuell auf den Einsatz des Hilfeleistungskontingents in Buchenhöhe im Landkreis Berchtesgardner Land zurück und zeigte sich von der enormen Hilfsbereitschaft der Feuerwehren sehr erfreut und dankte allen Helfern für Ihren Einsatz.

 

Zweiter Bürgermeister Bloß schloss sich in seinem Grußwort den Worten des Landrates an. Er begrüßte die Auswahl des Gerätehauses zwischen Unter- und Oberferrieden als Austragungsort der Versammlung, da dies ein gutes Beispiel ist, wie zwei Feuerwehren unter einem Dach zusammenarbeiten. Zum Schluss dankte er allen Einsatzkräften für ihre stete Einsatzbereitschaft.

Erster Polizeihauptkommissar Mihatsch überreichte die Grüße der gesamten Polizeiinspektion Altdorf und bedankte sich für die stets gute und professionelle Zusammenarbeit. Er erwähnte hier stellvertretend für die vielen Einsätze den Brand in Heinleinshof im vergangenen Jahr sowie ganz aktuell die Brände in Raschbach sowie Feucht. In seinem Schlusswort ging er noch auf das Thema Gewalt gegen Einsatzkräfte ein. Er teilte mit, dass der bayerische Innenminister die Polizei flächendeckend mit Bodycams ausstatten will und bot hier einen Infovortag zu diesem Thema für die Feuerwehrkräfte an. Er betonte, dass jede körperliche Gewalt gegenüber Einsatzkräften umgehend durch die Einsatzkraft zur Anzeige gebracht werden soll, damit konsequent dagegen vorgegangen werden kann.

 

Im Anschluss an die Grußworte begann Kreisbrandinspektor Peter Schlerf mit seinem Bericht über das vergangene Jahr. Zuerst nannte er die personellen Veränderungen auf Kommandantenebene in den Feuerwehren Unterhaidelbach, Winkelhaid, Rummelsberg, Leinburg, Diepersdorf, Altenthann und Feucht.

Im vergangenen Jahr wurden fünf Veranstaltungen für Ehrungen im Dienstbezirk durchgeführt.

2018 leisteten 159 weibliche und 1099 männliche Personen aktiven Feuerwehrdienst im Dienstbezirk. Darunter sind 331 gemeldete Atemschutzgeräteträger.

Die Feuerwehren im Dienstbezirk arbeiteten in 2018 insgesamt 856 Einsätze ab. Die Einsatzstatistik zeigt, dass die Einsatzzahlen bei Verkehrsunfällen und Wohnungsöffnungen leicht steigend sind.

Die 856 Einsätze gliedern sich in 27 ABC, 219 Brand, 535 THL, 41 Sicherheitswachen und 34 sonstige Einsätze.

Auch er sprach in seinem Bericht die zwei Einsätze des Hilfeleistungskontingents in Südbayern an und dankte hier nochmals allen Helfern für ihren Einsatz und auch den Kameraden, die zu Hause die Einsatzbereitschaft sichergestellt haben.

In seinem weiteren Ausführungen sprach er die Integration der Feuerwehr Penzenhofen in die Feuerwehr Winkelhaid, die Umstellung vom Analog- auf den Digitalfunk und die damit verbundene Einführung eines Funkkonzepts an.

Bei einem Blaulichtempfang bei der Regierung von Mittelfranken wurden zwei Betriebe aus dem Landkreis (Eckart Werke, Velden und Bolta Werke, Diepersdorf) für ihr Engagement gegenüber den freiwilligen Feuerwehren ausgezeichnet.

 

Kreisbrandrat Norbert Thiel ging zu Beginn seines Berichts ganz aktuell auf die Funkabwicklung bei Unwettereinsätzen ein. Hier wird eine Verfahrungsanweisung an die Feuerwehren herausgegeben, welche noch an die Feuerwehren verteilt wird.

Weiter teilte er mit, dass die für den Landkreis zuständige Frauenbeauftragte Marion Ohlwärter auf eigenen Wunsch das Amt zur Verfügung stellt. Ihre Nachfolgerin wird Martina Nähr, die stellvertretende Kommandantin der Feuerwehr Moosbach.

An den staatlichen Feuerwehrschulen konnten 185 % der zugewiesenen Lehrgangsplätze belegt werden, was vor allem auch auf das LEGA System der Feuerwehrschulen zurückzuführen ist, in dem kurzfristig freigewordene Plätze zur Verfügung stehen.

Hilfeleistungssätze sind nun fester Bestandteil der staatliche Förderung und nicht mehr nur ein Sonderförderungsprogramm.

Ebenso machte er auf das Sonderförderungsprogramm für die Beschaffung von Atemschutzeinsatzkleidung sowie Jugendschutzkleidung aufmerksam.

In den weiteren Ausführungen ging Thiel auf eine neu geschaffene KBM Stelle im Landkreis, die Hilfeleistungskontingente und den aktuellen Stand der digitalen Alarmierung ein.

 

Der Jugendbeauftragte des Dienstbezirks 3 Kreisbrandmeister Christian Falk bedankte sich zu Beginn seines Berichts für die Beschaffung des Jugendanhängers .

Die Mitgliederzahlen der Jugendfeuerwehren sind erfreulicherweise leicht steigend. In 2018 hatten die Jugendgruppen im Dienstbezirk eine Mitgliederzahl von 277. Damit ist der kleinste Dienstbezirk der stärkste im Landkreis unter den Jugendfeuerwehren.

Im weiteren Verlauf ging er auf die durchgeführten Veranstaltungen ein. Dies waren eine Kreisjugendwartsitzung, Jugendflamme Stufe 3, Zeltlager in Gänserndorf, das Großevent CTIF in Röthenbach, verschiedene Ehrungen sowie der Wissenstest.

Er stellte der neu geschaffenen Flyer für Jugendwerbung vor, von dem 10.000 Stück bestellt wurden.

Zum Schluss lieferte er noch einen Rückblick auf die drei durchgeführten Modultage.

Kreisjugendwart Kreisbrandmeister Thorsten Brunner ging im Anschluss noch kurz auf das Sonderförderungsprogramm für die Beschaffung der Jugendschutzkleidung ein und betonte, bei der Beschaffung nicht unbedingt nur auf den Preis zu schauen.

 

Über den Stand der Ausbildung für den Feuerwehrführerschein berichtete Kreisbrandmeister Thomas Pöllot. Diese findet in der Regel im Winterhalbjahr statt. Somit können pro Jahr ca. 20 Personen aus dem Dienstbezirk den Feuerwehrführerschein erwerben.

Weiter stellte er noch ein kurze Informationen zu den durchgeführten Leistungsprüfungen vor. Die Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ wurde in 8 Gruppen mit 60 Teilnehmern abgelegt. Die Leistungsprüfung THL wurde in 12 Gruppen mit 85 Teilnehmern absolviert.

 

Kreisbrandmeister Christian Lankes, Atemschutzbeauftragter im Dienstbezirk, gab einen Überblick über die durchgeführten zwei Lehrgänge im Frühjahr und Herbst, welche immer sehr schnell ausgebucht sind. Weiter wurde ein CSA Lehrgang durchgeführt.

Im Rahmen der Weiterbildung wurde ein Seminar „Werbebildkamera / Überdruckbelüftung“ durchgeführt, welches auch für 2019 wieder geplant ist.

Im weiteren Verlauf stellte er noch aktuellen Zahlen zu den Atemschutzgeräteträgern und dem Besuch der Atemschutzübungsanlage in Feucht vor.

 

Von der erfolgreichen Einführung des digitalen Sprechfunks im vergangen Jahr konnte Kreisbrandinspektor Bernd Haslinger berichten. Er ging zudem auf geplante Änderungen und Updates sowie aktuelle Hinweise zur Nutzung des Digitalfunks ein. Abschließend berichtete er ganz aktuell über die Erkenntnisse aus dem Einsatz in Berchtesgaden.

 

Zum Ende der Versammlung berichtete Kreisbrandmeister Peter Kölbl noch über die Arbeit in der EDV und Einsatznachbearbeitung in ELDIS ein. Er bot hier nochmals ein Schulungsangebot in den Feuerwehren ein.

 

Gegen 21:45 Uhr bedankte sich Kreisbrandinspektor Peter Schlerf für die ausführlichen Berichte und wünschte allen Teilnehmern eine gute Heimreise.

 

Bericht & Fotos: Peter Frank & Sven Munker, KFV-Online

 

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