Pilotprojekt MTA Teil 1 für Jugendliche ab 15 Jahren

Altdorf (DB 3) – Am 13.01.2020 startete ein bislang einmaliges Projekt bezüglicher der Modularen Truppausbildung (MTA).

Da im Stadtgebiet Altdorf viele Jugendliche bereit für den feuerwehrtechnischen Grundlehrgang waren, aber die Lehrgangsplätze wie immer rar sind, beschlossen die Jugendwarte der FF Altdorf, zusammen mit den Kommandanten und der Kreisbrandinspektion einen separaten MTA-Lehrgang für Jugendfeuerwehrangehörige anzubieten. Zulassungsvoraussetzungen waren u.a. das Bayerische Jugendleistungsabzeichen, die Jugendflamme Teil 1 und 2, der Wissenstest mit mindestens Stufe Gold und ein Alter von mindestens 15 Jahren, wobei man 2020 noch 16 werden muss. Die Idee fand bei den Jugendlichen großen Zuspruch. Sehr schnell waren 16 Lehrgangsplätze belegt und die eigentliche Planung konnte beginnen. Es wurden Ausbildungspläne erstellt, Ausbilder hinzugezogen und Termine festgelegt. Nun stand der Grundausbildung nichts mehr im Wege. Bevor es mit der praktischen Ausbildung losging, hieß es erstmal Theorieunterricht. Von den Rechtsgrundlagen, über Hygienemaßnahmen und natürlich die persönliche Schutzausrüstung, bis hin zum Brennen und Löschen bekamen die Jugendlichen reichlich Input. Auch ein erste Hilfe Kurs mussten die Jugendlichen absolvieren. Nun waren die jungen Feuerwehranwärter natürlich heiß auf die Praxis. Sie wollten nun Ihr neues Wissen in die Tat umsetzten. Da für eine Praxisübung ein Abend etwas kurz ist, wurden diese Übungen kurzerhand auf den Samstag gelegt. Eigentlich wären am 09.05.2020 der schriftliche und der praktische Leistungsnachweis gewesen. Aber durch die Covid-19 Pandemie war ein normaler Ablauf des weiteren Lehrgangs leider nicht möglich. Nachdem es wieder möglich war, sich in kleineren Gruppen zum Üben zu treffen, wurde überlegt, wie es mit dem Lehrgang weiter geht. Nach Rücksprache mit den Kommandanten und der Kreisbrandinspektion wurde entschieden, am 06.07.2020 wieder zu starten. Mit den vielen Auflagen des Hygienekonzepts war dies gar nicht so einfach. Aber mit genügend Abstand und dem Mund-Nasen-Schutz starteten die Jugendlichen wieder voller Tatendrang in die restlichen Lehrgangsstunden. Als erstes mussten die Jugendlichen eine Leistungsüberprüfung über den ersten Teil des Lehrgangs ablegen. Nachdem dieser sehr gut ausgefallen war und alle Jugendlichen über einen beachtlichen Wissensstand verfügten, ging es nun Schlag auf Schlag. Theorie und Praxis wechselten sich nun ab. Montag, Mittwoch und Freitag stand nun die MTA auf dem Plan. Samstag kamen noch ganztags die praktischen Übungen dazu. Endlich war der Prüfungssamstag gekommen. Am 18.07.2020 war es nun so weit. Die jungen Feuerwehranwärter mussten theoretisch und praktisch zeigen, was sie in den letzten Wochen und Monaten gelernt hatten. Unterstützt wurden die Ausbilder nun von Schiedsrichtern, die die Prüfungen abgenommen haben. Ein Dank an dieser Stelle an unseren KBI Christian Falk, den KBM Philipp Wolshöfer und den KBM Florian Bayer. Nachdem alle die theoretische Prüfung abgegeben hatte und diese Kontrolliert war, ging es mit unseren Feuerwehrautos ins Gewerbegebiet “Im Erlet”. Dort wurden mehrere Stationen aufgebaut und nun stieg auch bei dem einen oder anderen die Nervosität. Nachdem Knoten und Stiche den Schiedsrichtern vorgeführt wurden, Schläuche ausgerollt und angekuppelt wurden, eine Wasserversorgung hergestellt und der fiktive Brand gelöscht war, stieg die Spannung nochmal bei allen Beteiligten. Es ging zurück zum Standort, wo die Schiedsrichter und Ausbilder sich die Bewertungsblätter noch einmal anschauten. Alle Feuerwehranwärter traten an und erwarteten gespannt das Ergebnis. Nun verkündeten die Ausbilder und Schiedsrichter die Ergebnisse. Dafür wurde jeder Teilnehmer nach vorn gerufen und erhielt seine Teilnahmebestätigung. Nach dem letzten Jugendlichen war klar, ALLE haben Bestanden! Zufrieden beglückwünschten die Ausbilder, Schiedsrichter, Jugendwarte und Kommandanten Ihre Schützlinge. Leider war ein Abschlussessen durch die anhaltenden Hygienemaßnahmen nicht möglich. Aber dies wird zeitnah für alle Beteiligten nachgeholt. Abschließend gilt der Dank allen Teilnehmern und Ausbildern für Ihre Zeit und Ihr ehrenamtliches Engagement.

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