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Neuer VLKW für die FF Feucht

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Feucht (DB3) - Am 15.Februar 2019 hat die Feuerwehr Markt Feucht einen Versorgungs-Lastkraftwagen (VLKW Bayern oder auch VS-L genannt) in Dienst gestellt. Das Fahrzeug entspricht der technischen Baubeschreibung für Versorgungs-Lastkraftwagen des bayerischen Innenministeriums.

Als Fahrgestell dient ein Mercedes 1627 (200 KW/270 PS) mit Blattfederung und verlängertem Führerhaus. Das geländegängige, allradgetriebene Fahrzeug verfügt über Schleuderketten an der Hinterachse und ein automatisiertes Schaltgetriebe zur Entlastung der Fahrer. Zudem stehen Rangierscheinwerfer und eine Rückfahrkamera zur Verfügung. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 16 Tonnen.

Sämtliche Kennleuchten der Sondersignalanlage sind mit moderner LED-Technik ausgestattet. Für den nötigen Sound sorgen ein pressluft- und elektrisches Martinshorn.

Der Kran der Firma Palfinger kann bei maximaler horizontaler Ausladung von 11,80 m noch 760 kg an den Haken nehmen. Zudem verfügt der Kran über eine 1,5t-Kranseilwinde sowie einen Hydraulikanschluss an der Kranspitze. Der Arbeitsbereich des Kranes wird durch zwei Scheinwerfer auf der Kabine und einem Kranscheinwerfer ausgeleuchtet. Gesteuert wird der Kran über eine Funkfernsteuerung. Um immer sicher arbeiten zu können sind zwei Stützen mit passenden Auflagetellern vorhanden.

Die Realisierung des Versorgungsaufbaues auf dem Zweiachser erfolgte durch die in Waldbrunn bei Würzburg beheimatete Hensel Fahrzeugbau (Schiebeplanenaufbau, Ladebordwand, feuerwehrtechnischer Ausbau, Beklebung).

Der Versorgungs-Lkw dient zum Transport von Ausrüstungen größeren Umfangs. Der Planen- und Spriegel Aufbau verfügt seitlich wie auch oben über eine Schiebeplane zur einfachen Be- und Entladung. Verschiedene Möglichkeiten der Ladungssicherung stehen zur Verfügung (Zurrösen, Rollwagenhalter, Sperrstangen). Die Ladefläche ist 4,5 m lang und hat Stehhöhe. Was in Zukunft auch zum Ausrüsten von CSA-Träger und als Wetterschutz Verwendung finden wird. Auf die Pritsche passen neun Standard-Rollcontainer (1.200 x 800 mm). Für die Entladung steht am Heck eine Ladebordwand mit einer Hubkraft von 2000 kg zur Verfügung. Diese kann in der Mitte geteilt werden, um das Fahrzeug zum Verlegen von Schläuchen einzusetzen. Die komplette Fahrzeugbeladung befindet sich in der Kabine und in drei Unterflurkästen, um die komplette Ladefläche für Transportaufgaben nutzen zu können.

Als Zugvorrichtung für Anhänger gibt es eine Maul- sowie eine Kugelkopfanhängerkupplung mit den dazugehörigen Steckdosen.

Damit das Fahrzeug auch bei Dunkelheit sicher eingesetzt werden kann, ist eine Umfeld Beleuchtung auf den Seiten und am Heck angebracht. Die Ladefläche ist ebenfalls ausgeleuchtet. Zur Sicherheit im Straßenverkehr gibt es eine gelbe Heckwarneinrichtung und eine auffällige Streifen-Beklebung der Ladebordwand. Die restliche Beklebung und Beschriftung orientieren sich am „Feuchter Design“ der schon vorhandenen Fahrzeuge.

Gemeinsam mit dem Fahrzeug wurden ein Rollwagensystem eingeführt. Hierzu wurden die ersten sechs Rollwagen beschafft:

  • Kranzubehör (Anschlagmittel, Kran-Seilwindenzubehör, Tierhebegeschirr, PKW-Rangierrollen)
  • Schlauch mit Platz für 500 Meter B-Schlauch der während der Fahrt aus dem Wagen verlegt werden kann
  • Ölschaden (Ölbindemittel, Besen, Schaufeln, zwei Streuwagen, Auffangwanne)
  • Fass mit 9 leeren Fässern zum Auffangen und Umpumpen von auslaufenden Flüssigkeiten
  • Verkehrsabsicherung (Leitkegel, Blitzleuchten, Faltdreiecke, Sackkarre)
  • Ölbindemittel mit 15 Säcken Ölbindemittel.

Das Fahrzeug ersetzt einen VLKW (VW LT28 mit Doppelkabine) Baujahr 1996, der ausgemustert wird.

Die offizielle Übergabe ist für den April 2019 geplant.

 

Bericht und Bilder: FF Feucht